Linteler Mühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach der Übernahme durch die Schule wurde die Mühle verpachtet, der Erlös kam der Schule lange Zeit zugute.<ref name=":0" /> Durch diese Maßnahme wird die Linteler Mühle, im Gegensatz zu den anderen Kornmühlen der Stadt, die ab dem 17. Jahrhundert dem Grafenhaus unmittelbar gehörten, eine Privatmühle.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3161 und Rep. 6, Nr. 454</ref> 1720 wurde die Mühle an die Eheleute [[Cirk Janssen]] und [[Bauke Lübben]] verkauft. Die mit dem Kauf übernommenen Mühlenlasten (Steuern u.a.) von jährlich 29 Gulden und 9 Stübern ließ man dem dem [[Gasthaus]] zukommen.<ref name=":0" /> | Nach der Übernahme durch die Schule wurde die Mühle verpachtet, der Erlös kam der Schule lange Zeit zugute.<ref name=":0" /> Durch diese Maßnahme wird die Linteler Mühle, im Gegensatz zu den anderen Kornmühlen der Stadt, die ab dem 17. Jahrhundert dem Grafenhaus unmittelbar gehörten, eine Privatmühle.<ref>StAA, Rep. 6, Nr. 3161 und Rep. 6, Nr. 454</ref> 1720 wurde die Mühle an die Eheleute [[Cirk Janssen]] und [[Bauke Lübben]] verkauft. Die mit dem Kauf übernommenen Mühlenlasten (Steuern u.a.) von jährlich 29 Gulden und 9 Stübern ließ man dem dem [[Gasthaus]] zukommen.<ref name=":0" /> | ||
Nach dem Brand der Ständermühle im Jahre 1908 wird die Mühle als Holländerwindmühle mit Windrose und Jalousie wieder aufgebaut. Die Höhe des Mauerwerkes beträgt von der untersten Türschwelle bis zur Oberkante Galerie 9,90 Meter und die Länge der Mühlenflügel 22 Meter.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51</ref> Der Müller Schipper, seit 1911 Besitzer, hat 1925 eine Dieselanlage zur aushilfsweisen Unterstützung des Triebwerkes der Mühle angelegt.1930 kann Schipper den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter führen, sodass die Mühle 1932 zwangsversteigert werden muss und letztlich 1938 abgebrochen wird.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51, Dep. 71, Nr. 9, S. 80</ref> Eine Versicherung für Mühle bestand bis zum 1. Juli 1937 fort.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 387</ref> Die Teile erwarb ein Müller | Nach dem Brand der Ständermühle im Jahre 1908 wird die Mühle als Holländerwindmühle mit Windrose und Jalousie wieder aufgebaut. Die Höhe des Mauerwerkes beträgt von der untersten Türschwelle bis zur Oberkante Galerie 9,90 Meter und die Länge der Mühlenflügel 22 Meter.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51</ref> Der Müller Schipper, seit 1911 Besitzer, hat 1925 eine Dieselanlage zur aushilfsweisen Unterstützung des Triebwerkes der Mühle angelegt.1930 kann Schipper den Betrieb aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter führen, sodass die Mühle 1932 zwangsversteigert werden muss und letztlich 1938 abgebrochen wird.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 51, Dep. 71, Nr. 9, S. 80</ref> Eine Versicherung für Mühle bestand bis zum 1. Juli 1937 fort.<ref>StAA, Dep. 71, Nr. 387</ref> Die Teile erwarb ein Müller aus Leer, der damit in seiner Stadt eine neue Mühle errichtete.<ref>Schreiber, Gretje (2012): Mühlengeschichten in und um Norden, Manuskript</ref> | ||
Noch viele Jahrzehnte nach der Schließung bestand eine Gaststätte im alten Müllerhaus fort, das ebenfalls den Namen "Linteler Mühle" trug. | Noch viele Jahrzehnte nach der Schließung bestand eine Gaststätte im alten Müllerhaus fort, das ebenfalls den Namen "Linteler Mühle" trug. | ||