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So kam es, dass die Bauern sich den Cirksenas zuwanden, die sich als Gegner Fockos positionierten. Unter ihrer Führung gründete sich 1430 der sogenannte "Freiheitsbund der Sieben Ostfrieslande". Als deren Anführer besiegte [[Edzard Cirksena]] in der [[Schlacht von Bargebur]] die Streitkräfte von Focko Ukena. In der Schlacht fiel auch sein Sohn [[Udo Focken]], während Focko selbst entkommen konnte. Udo Focken war durch seine Heirat mit [[Hima Idzinga]] die führende Größe in Norden. Hima wurde faktisch von Edzard enteignet und um [[Idzingaburg|ihre Burg]] gebracht. Sie lebte bis zum Ende ihrer Tage im [[Kloster Marienthal]], wo sie 1439 starb. Dem absoluten Machtanspruch auf Norden stand nun nichts mehr entgegen.
So kam es, dass die Bauern sich den Cirksenas zuwanden, die sich als Gegner Fockos positionierten. Unter ihrer Führung gründete sich 1430 der sogenannte "Freiheitsbund der Sieben Ostfrieslande". Als deren Anführer besiegte [[Edzard Cirksena]] in der [[Schlacht von Bargebur]] die Streitkräfte von Focko Ukena. In der Schlacht fiel auch sein Sohn [[Udo Focken]], während Focko selbst entkommen konnte. Udo Focken war durch seine Heirat mit [[Hima Idzinga]] die führende Größe in Norden. Hima wurde faktisch von Edzard enteignet und um [[Idzingaburg|ihre Burg]] gebracht. Sie lebte bis zum Ende ihrer Tage im [[Kloster Marienthal]], wo sie 1439 starb. Dem absoluten Machtanspruch auf Norden stand nun nichts mehr entgegen.


Im Jahr 1439 wurde infolge der Auseinandersetzungen von den Hamburgern auch die Stadt Emden - zunächst auf Widerruf und seit 1453 endgültig - an die Cirksena übergeben. Bis in das Jahr 1595 verwaltete und beherrschte die Familie die Stadt. Edzards Sohn [[Ulrich Cirksena]] wurde 1464 von Kaiser Friedrich III. in den Reichsgrafenstand erhoben und mit Ostfriesland als Reichsgrafschaft Ostfriesland belehnt. Das kann als einer der Gründe angesehen werden, warum sich die Ostfriesen nicht auch gegen die Cirksenas wandten, wie sie sich auch schon gegen die tom Brook und Focko Ukena erwehrt hatten. Viel wichtiger war jedoch, dass der Kaiser den Ostfriesen alle die Rechte und Freiheiten, die sie seit Jahrhunderten besaßen und von Friedrichs III. Vorgängern stets bestätigt bekommen haben, auch weiterhin behalten durften. Eine starke Herrschaft konnten die Cirksena in Ostfriesland in jedem Fall nie wirklich etablieren. Immer wieder brachen Machtkämpfe mit den selbstbewussten ostfriesischen Ständen aus. Faktisch galt die Ostfriesische Landschaft spätestens seit [[Enno III. Cirksena]] als faktisches Souverän in Ostfriesland.
Im Jahr 1439 wurde infolge der Auseinandersetzungen von den Hamburgern auch die Stadt Emden - zunächst auf Widerruf und seit 1453 endgültig - an die Cirksena übergeben. Bis in das Jahr 1595 verwaltete und beherrschte die Familie die Stadt. Edzards Sohn [[Ulrich Cirksena]] wurde 1464 von Kaiser Friedrich III. in den Reichsgrafenstand erhoben und mit Ostfriesland als Reichsgrafschaft Ostfriesland belehnt. Das kann als einer der Gründe angesehen werden, warum sich die Ostfriesen nicht auch gegen die Cirksenas wandten, wie sie sich auch schon gegen die tom Brook und Focko Ukena erwehrt hatten. Viel wichtiger war jedoch, dass der Kaiser den Ostfriesen alle die Rechte und Freiheiten, die sie seit Jahrhunderten besaßen und von Friedrichs III. Vorgängern stets bestätigt bekommen haben, auch weiterhin behalten durften. Eine starke Herrschaft konnten die Cirksena in Ostfriesland in jedem Fall nie wirklich etablieren. Immer wieder brachen Machtkämpfe mit den selbstbewussten ostfriesischen Ständen aus. Faktisch galt die Ostfriesische Landschaft spätestens seit [[Enno III. Cirksena]] als faktisches Souverän in Ostfriesland. Von 1464 bis 1548 hatten die Cirksenas ihre Grablege (Familiengruft) im [[Kloster Marienthal]]. Dort brachten sie auch ihre unverheirateten Töchter unter. Als Sitz für eine unverheirateten Schwestern erbaute [[Enno II. Cirksena]] den [[Fräuleinshof]] auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]].


Durch geschickte Heiratspolitik konnten sie ihre Stellung wahren und ihren Einflussbereich ausdehnen. Neben Verwandtschaften zu regionalen Häuptlingsgeschlechtern hatten die Cirksena auch von 1581 bis 1699 die Herrschaft über die Grafschaft Rietberg inne. Enno III. war mit der Erbtochter dieser Grafschaft verheiratet, trat sie jedoch faktisch 1600 im sogenannten "Berumer Vergleich", einem Abkommen zwischen Ostfriesland und der Grafschaft Rietberg, an seine Töchter ab.
Durch geschickte Heiratspolitik konnten sie ihre Stellung wahren und ihren Einflussbereich ausdehnen. Neben Verwandtschaften zu regionalen Häuptlingsgeschlechtern hatten die Cirksena auch von 1581 bis 1699 die Herrschaft über die Grafschaft Rietberg inne. Enno III. war mit der Erbtochter dieser Grafschaft verheiratet, trat sie jedoch faktisch 1600 im sogenannten "Berumer Vergleich", einem Abkommen zwischen Ostfriesland und der Grafschaft Rietberg, an seine Töchter ab.