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Denkbar ist, dass der Bauherr des heutigen Gebäudes ein wohlhabender Großbauer der [[Westgaste]], damals noch Teil der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] oder der [[Westermarsch]] war. 1761 brannte die ehemalige kleine Scheune ab, das Vorderhaus blieb stehen. 1788 wird der Hof wieder ein Raub der Flammen, da einer der Knechte auf der Dreschdiele geraucht hatte, sodass ein erneuter Neubau erforderlich wurde. Dadurch kam der Hof zu seinem Namen "Selden Rüst", was im Niederdeutschen "Selten Ruhe" bedeutet.<ref name=":0" />
Denkbar ist, dass der Bauherr des heutigen Gebäudes ein wohlhabender Großbauer der [[Westgaste]], damals noch Teil der [[Sandbauerschaft|Gemeinde Sandbauerschaft]] oder der [[Westermarsch]] war. 1761 brannte die ehemalige kleine Scheune ab, das Vorderhaus blieb stehen. 1788 wird der Hof wieder ein Raub der Flammen, da einer der Knechte auf der Dreschdiele geraucht hatte, sodass ein erneuter Neubau erforderlich wurde. Dadurch kam der Hof zu seinem Namen "Selden Rüst", was im Niederdeutschen "Selten Ruhe" bedeutet.<ref name=":0" />


Der Chirurg [[Johann Ludwig Clemens Wickel]] erstand das Gebäude 1818 zusammen mit seiner Ehefrau [[Siemke Muhlenben Fegtes]] und ließ einen drei [[Diemat]] großen Garten, wohl im französischen Stil, anlegen. Nach ihm wurde die Besitzung "Wickelbörg" genannt, woraus später Wickelei bzw. Wickelee wurde.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> Um 1860 wurde das Gebäude um den bis heute erhaltenen, landwirtschaftlichen Anbau erweitert.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 80</ref>
Der Chirurg [[Johann Ludwig Clemens Wickel]] erstand das Gebäude 1818 zusammen mit seiner Ehefrau [[Siemke Muhlenben Fegtes]] und ließ einen drei [[Diemat]] großen Garten, wohl im französischen Stil, anlegen. Nach ihm wurde die Besitzung "Wickelbörg" genannt, woraus später Wickelei bzw. Wickelee wurde.<ref name=":0">Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> Um 1860 wurde das Gebäude um den bis heute erhaltenen, landwirtschaftlichen Anbau erweitert.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 80</ref> Von 1848 bis 1857 nutzte die [[Bürgerwehr]] das Gelände als Exerzierplatz und veranstaltete hier ihr Preisschießen.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 85</ref>


Nach mehreren Jahren als Gastwirtschaft dient das Gebäude heute nur noch zu Wohnzwecken. Die heutigen Besitzer betrieben in dem Hof bis zum Jahr 2014 zudem mehrere Ferienwohnungen.
Nach mehreren Jahren als Gastwirtschaft dient das Gebäude heute nur noch zu Wohnzwecken. Die heutigen Besitzer betrieben in dem Hof bis zum Jahr 2014 zudem mehrere Ferienwohnungen.