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==Feuerwehr Norden==
==Freiwillige Feuerwehr Norden==
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26506 Norden
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Die '''Feuerwehr Norden''' ist als dem Ordnungsamt der Stadt Norden angegliederte, teilselbstständige Verwaltungsbehörde zuständig für die Gefahrenabwehr auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes sowie bei (technischen) Hilfeleistungen. Sie wurde im Jahr 1886 gegründet und ist seit März 2009 mit drei Zügen im [[Hilfeleistungszentrum]] in der [[Osterstraße]] beheimatet. Ein vierter Zug der Feuerwehr ist disloziert in [[Leybuchtpolder]] stationiert.
Die '''Freiwillige Feuerwehr Norden''' ist als dem Ordnungsamt der Stadt Norden angegliederte, teilselbstständige Verwaltungsbehörde zuständig für die Gefahrenabwehr auf dem Gebiet des Brand- und Katastrophenschutzes sowie bei (technischen) Hilfeleistungen. Sie wurde im Jahr 1886 gegründet und ist seit März 2009 mit drei Zügen im [[Hilfeleistungszentrum]] in der [[Osterstraße]] beheimatet. Ein vierter Zug der Feuerwehr ist disloziert in [[Leybuchtpolder]] stationiert.
 
Anders als vielfach angenommen wird das Feuerwehrwesen in Deutschland überwiegend von Freiwilligen Feuerwehren mit ehrenamtlichen Kräften aufrechterhalten. Die von Norden aus nächstgelegene Berufsfeuerwehr befindet sich beispielsweise erst in Wilhelmshaven.
 
__TOC__
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==Geschichte==
==Geschichte==
===Anfänge des Feuerlöschwesens===
===Anfänge des Feuerlöschwesens===
Die Geschichte des Feuerlöschwesen in Norden geht zurück auf die [[Brandordnung]] von 1783, welche der Stadt unter preußischer Herrschaft von Kaiser Friedrich dem Großen auferlegt wurde. Die Brandordnung regelte erstmal das Verhalten der Norder Bevölkerung bei einem Brandfall und enthielt grundsätzliche Vorschriften für den Brandschutz. So wurde beispielsweise jeder Haushalt gesetzlich verpflichtet, einen Löscheimer vorzuhalten und jeder Bürger hatte im Brandfall umgehend Hilfe zu leisten. Im Bereich des heutigen [[Hotel Reichshof|Hotels Reichshof]] wurde ein [[Spritzenhäuser|Spritzenhaus]] eingerichtet. Das [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] neben dem [[Glockenturm]] auf dem [[Marktplatz]] wurde ebenfalls zu einem Spritzenhaus umfunktioniert. Im Jahr 1806 wurde ein weiteres Spritzenhaus in der [[Dammstraße]] erbaut. Von einer geordneten, ausgebildeten Feuerwehr war die Stadt indes noch weit entfernt.
Die Geschichte des Feuerlöschwesen in Norden geht zurück auf die [[Brandordnung]] von 1783, welche der Stadt unter preußischer Herrschaft von Kaiser Friedrich dem Großen auferlegt wurde. Die Brandordnung regelte erstmal das Verhalten der Norder Bevölkerung bei einem Brandfall und enthielt grundsätzliche Vorschriften für den Brandschutz. So wurde beispielsweise jeder Haushalt gesetzlich verpflichtet, einen Löscheimer vorzuhalten und jeder Bürger hatte im Brandfall umgehend Hilfe zu leisten. Im Bereich des heutigen [[Hotel Reichshof|Hotels Reichshof]] wurde ein [[Spritzenhäuser|Spritzenhaus]] eingerichtet. Die erste Löschspritze der Stadt wurde in Amsterdam erworben und verfügte über einen ca. 20 Meter langen Schlauch.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 172</ref>
 
Das [[Wachthaus (Norden)|Wachthaus]] neben dem [[Glockenturm]] auf dem [[Marktplatz]] wurde später ebenfalls zu einem Spritzenhaus umfunktioniert. Im Jahr 1806 wurde ein weiteres Spritzenhaus in der [[Dammstraße]] erbaut. Von einer geordneten, ausgebildeten Feuerwehr war die Stadt indes noch weit entfernt.


So kam es, dass der frisch gewählte Bürgermeister [[Johannes König|Johannes Adalbert König]] Augenzeuge des Brandes der [[Frisiamühle]] am 13. August 1886 wurde. Die Mühle lag damals an den südlichen Stadtgrenzen und fiel den Flammen zum Opfer, da das chaotische Feuerlöschwesen - wenn man es denn als solches bezeichnen möchte - dazu führte, dass die Löschmaßnahmen kaum Wirkung zeigten. Dies zum Anlass nehmend stellte König innerhalb kürzester Zeit eine Freiwillige Feuerwehr mit 300 Mann auf, die ihren Dienst noch im selben Jahr vollständig eingekleidet aufnahmen. Die Mitglieder stammten praktisch ausschließlich aus den Reihen des [[Kriegerverein Norden|Krieger- und Militärvereins]] sowie des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]]. Zum Kommandanten der neuen Wehr ernannte er den angesehenen Norder Kaufmann [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman]]. Auch wurden drei weitere Spritzenhäuser in der Stadt errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Die eigentliche Gründung der Wehr erfolgte am 10. Oktober 1886 in der [[Marxsche Bierhalle|Marxschen Bierhalle]] in der [[Osterstraße]] (heute Bekleidungsgeschäft). Ein Jahr nach Gründung der Feuerwehr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet.
So kam es, dass der frisch gewählte Bürgermeister [[Johannes König|Johannes Adalbert König]] Augenzeuge des Brandes der [[Frisiamühle]] am 13. August 1886 wurde. Die Mühle lag damals an den südlichen Stadtgrenzen und fiel den Flammen zum Opfer, da das chaotische Feuerlöschwesen - wenn man es denn als solches bezeichnen möchte - dazu führte, dass die Löschmaßnahmen kaum Wirkung zeigten. Dies zum Anlass nehmend stellte König innerhalb kürzester Zeit eine Freiwillige Feuerwehr mit 300 Mann auf, die ihren Dienst noch im selben Jahr vollständig eingekleidet aufnahmen. Die Mitglieder stammten praktisch ausschließlich aus den Reihen des [[Kriegerverein Norden|Krieger- und Militärvereins]] sowie des [[Norder Turnverein|Norder Turnvereins]]. Zum Kommandanten der neuen Wehr ernannte er den angesehenen Norder Kaufmann [[Jan ten Doornkaat Koolman (1850)|Jan ten Doornkaat Koolman]]. Auch wurden drei weitere Spritzenhäuser in der Stadt errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Die eigentliche Gründung der Wehr erfolgte am 10. Oktober 1886 in der [[Marxsche Bierhalle|Marxschen Bierhalle]] in der [[Osterstraße]] (heute Bekleidungsgeschäft). Ein Jahr nach Gründung der Feuerwehr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet.
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Alle vorgenannten Führungskräfte (ohne Stellvereter) sind gemäß Satzung gleichzeitig Mitglied des Stadtkommandos, dem Vorstand der Feuerwehr. Im Verhinderungsfall nehmen die Stellvertreter diese Aufgabe wahr. Dem Kommando ist zudem ein Schriftführer beigeordnet, der die Kernpunkte der Kommandositzungen schriftlich festhält.
Alle vorgenannten Führungskräfte (ohne Stellvereter) sind gemäß Satzung gleichzeitig Mitglied des Stadtkommandos, dem Vorstand der Feuerwehr. Im Verhinderungsfall nehmen die Stellvertreter diese Aufgabe wahr. Dem Kommando ist zudem ein Schriftführer beigeordnet, der die Kernpunkte der Kommandositzungen schriftlich festhält.
== Einzelnachweise ==
<references />


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==