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Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Westen und befand sich unmittelbar an der Grenze zur damaligen Norder Nachbargemeinde [[Westermarsch]]. Errichtet wurde sie vermutlich im 15. Jahrhundert im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus. Über die Erbauer ist nichts bekannt. Für das 15. Jahrhundert wird jedoch ein "Onno Jevesten" als Besitzer angeben. | Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Westen und befand sich unmittelbar an der Grenze zur damaligen Norder Nachbargemeinde [[Westermarsch]]. Errichtet wurde sie vermutlich im 15. Jahrhundert im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus. Über die Erbauer ist nichts bekannt. Für das 15. Jahrhundert wird jedoch ein "Onno Jevesten" als Besitzer angeben. | ||
Die Westerburg wurde 1969 abgerissen. Denkmalschutz hatte zu dieser Zeit leider noch keinerlei Relevanz. Diesem Denken viel ein Großteil der historisch und kulturell höchst wertvollen Bausubstanz zum Opfer. Erhalten geblieben ist der Gulfhof, der jedoch erst später an das bis dahin freistehende Steinhaus und ein hinzugefügter Anbau angeschlossen wurde. In dem vorderen Bereich des Hofes befanden sich bis zur Eingemeindung der früheren Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] die Gemeindeverwaltung. Heute befindet sich hier die sogenannte "Watt-Lodge", eine Art Ferienhof. | Die Westerburg wurde 1969 abgerissen. Denkmalschutz hatte zu dieser Zeit leider noch keinerlei Relevanz. Diesem Denken viel ein Großteil der historisch und kulturell höchst wertvollen Bausubstanz zum Opfer. Erhalten geblieben ist der Gulfhof, der jedoch erst später an das bis dahin freistehende Steinhaus und ein hinzugefügter Anbau angeschlossen wurde. In dem vorderen Bereich des Hofes befanden sich bis zur Eingemeindung der früheren Norder Umlandgemeinde [[Sandbauerschaft]] die Gemeindeverwaltung. Heute befindet sich hier die sogenannte "Watt-Lodge", eine Art Ferienhof. | ||
[[Ufke Cremer]] geht als Standort von der (heutigen) [[Knyphausenstraße]] 26 an (ehemalige [[Neuapostolische Kirche]]).<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> Auf alten Bildern lässt sich jedoch erkennen, dass der einstige Standort eher an der oben genannten Örtlichkeit an der Ende der Alleestraße zu suchen ist. | |||
==Beschreibung== | ==Beschreibung== | ||
Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wies deutliche Parallelen zum ehemaligen Pfarrhaus der Nachbargemeinde Hage auf. Im Erdgeschoss befanden sich drei Räume: Ein Saal, eine Küche und ein weiterer Raum. Diese wurden durch einen flurartigen Eingangsbereich getrennt. Der Saal war unterkellert. Vom Eingangsbereich führte eine Treppe in das Obergeschoss, wo sich weitere Räume befanden. | Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wies deutliche Parallelen zum ehemaligen Pfarrhaus der Nachbargemeinde Hage auf. Im Erdgeschoss befanden sich drei Räume: Ein Saal, eine Küche und ein weiterer Raum. Diese wurden durch einen flurartigen Eingangsbereich getrennt. Der Saal war unterkellert. Vom Eingangsbereich führte eine Treppe in das Obergeschoss, wo sich weitere Räume befanden. | ||
== Einzelnachweise == | |||
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==Quellenverzeichnis== | ==Quellenverzeichnis== | ||
Version vom 2. Juni 2021, 16:06 Uhr
Westerburg | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | um 1415 | |||||||
| Erbauer | Familie Hadelsen | |||||||
| Burgentyp | Steinhaus | |||||||
| Erhaltungszustand | 1969 abgerissen | |||||||
| Genaue Lage | Alleestraße 33
26506 Norden | |||||||
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Die Westerburg (auch "Westerhus" bzw. "Westerhaus" genannt) war eine Burg, die sich am westlichen Ende der Alleestraße, kurz vor der Grenze zur Westermarsch befunden hat. Es ist nicht zu verwechseln mit dem westlichen, mit Efeu bewachsenem Gebäude am Fräuleinshof, das ebenfalls "Westerhus" genannt wird.
Geschichte
Die Burg wurde zu Verteidigungszwecken errichtet, da Norden zu keiner Zeit eine Befestigung durch Wallanlagen bzw. eine Stadtmauer hatte. Es sicherte die Stadtgrenze nach Westen und befand sich unmittelbar an der Grenze zur damaligen Norder Nachbargemeinde Westermarsch. Errichtet wurde sie vermutlich im 15. Jahrhundert im Stil typisch ostfriesischer Burgen als größeres Steinhaus. Über die Erbauer ist nichts bekannt. Für das 15. Jahrhundert wird jedoch ein "Onno Jevesten" als Besitzer angeben.
Die Westerburg wurde 1969 abgerissen. Denkmalschutz hatte zu dieser Zeit leider noch keinerlei Relevanz. Diesem Denken viel ein Großteil der historisch und kulturell höchst wertvollen Bausubstanz zum Opfer. Erhalten geblieben ist der Gulfhof, der jedoch erst später an das bis dahin freistehende Steinhaus und ein hinzugefügter Anbau angeschlossen wurde. In dem vorderen Bereich des Hofes befanden sich bis zur Eingemeindung der früheren Norder Umlandgemeinde Sandbauerschaft die Gemeindeverwaltung. Heute befindet sich hier die sogenannte "Watt-Lodge", eine Art Ferienhof.
Ufke Cremer geht als Standort von der (heutigen) Knyphausenstraße 26 an (ehemalige Neuapostolische Kirche).[1] Auf alten Bildern lässt sich jedoch erkennen, dass der einstige Standort eher an der oben genannten Örtlichkeit an der Ende der Alleestraße zu suchen ist.
Beschreibung
Das Gebäude bestand aus zwei Geschossen und wies deutliche Parallelen zum ehemaligen Pfarrhaus der Nachbargemeinde Hage auf. Im Erdgeschoss befanden sich drei Räume: Ein Saal, eine Küche und ein weiterer Raum. Diese wurden durch einen flurartigen Eingangsbereich getrennt. Der Saal war unterkellert. Vom Eingangsbereich führte eine Treppe in das Obergeschoss, wo sich weitere Räume befanden.
Einzelnachweise
- ↑ Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95
Quellenverzeichnis
- Stammbaum der Familie Herlyn, abgerufen am 14. Januar 2021
- Pühl, Eberhard (2007): Flurnamenforschung. Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland, Oldenburg, S. 39