Hof Rysdyk: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Der '''Hof Rysdyk''' (auch: "Rysdyk") ist ein historischer Gulfhof in [[Westermarsch I]]. Das Gebäude wird heute vom Verein "[[Tomtes Hof]]" genutzt.
Der '''Hof Rysdyk''' (auch: ''Rysdyk'') ist ein historischer Gulfhof in [[Westermarsch I]]. Das Gebäude wird heute vom Verein [[Tomtes Hof|''Tomtes Hof'']] genutzt.


==Geschichte==
==Geschichte==
Der Name des Hofes ist seit 1700 als "Rysdick" belegt.<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> 1745 folgt "Risdick", 1749 "Rysdick" und 1788 die heutige Schreibweise "Rysdyk".<ref>StAA, Rep. 37, Nr. 993</ref> Wann genau der Hof erbaut wurde, ist nicht bekannt. Seine Entstehung ist frühestens in der Zeit nach 1583 zu suchen, da sich das Gebiet auf dem erst dann erschlossenen [[Westermarscher Neuland]] befindet.
Der Name des Hofes ist seit 1700 als ''Rysdick'' belegt.<ref>StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b</ref> 1745 folgt ''Risdick'', 1749 ''Rysdick'' und 1788 schließlich die heutige Schreibweise ''Rysdyk''.<ref>StAA, Rep. 37, Nr. 993</ref> Wann genau der Hof erbaut wurde, ist nicht bekannt. Seine Entstehung ist frühestens in der Zeit nach 1583 zu suchen, da sich das Gebiet auf dem erst dann erschlossenen [[Westermarscher Neuland]] befindet.


1594 soll an gleicher Stelle, wo sich heute der Hof befindet, noch das sogenannte "Enno Karstens Hauß" gestanden haben.<ref>StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889</ref>
Der Name gehört zu den Fachausdrücken des Wasserbaus und bezeichnet einen mit Buschwerk befestigten Deich oder Faschinendeich bzw. einen mit Strauchsinkstücken erstellten Damm.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 191</ref> Möglich ist jedoch auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein [[Jacob Rijsdijk]], ein [[Mennonitengemeinde Norden|mennonitischer Prediger]] in der Geschichte Nordens Erwähnung. Dieser steht jedoch wohl eher nicht in einer Beziehung zum Hof, wenngleich sein Name wahrscheinlich einen ähnlichen Ursprung hat.


Der Name gehört zu den Fachausdrücken des Wasserbaus und bezeichnet einen mit Buschwerk befestigten Deich oder Faschinendeich bzw. einen mit Strauchsinkstücken erstellten Damm.<ref>Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 191</ref> Zum Hof gehörten 1848 zwei Wohngebäude, die 22 Personen beherbergten.<ref>[https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamensammlung?state=item:55329 Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 55329</ref>
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Version vom 23. September 2021, 14:01 Uhr

Hof Rysdyk

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Basisdaten
Entstehungszeit um oder vor 1700
Erbauer unbekannt
Bauweise Gulfhof
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Rysdyker Weg 1

26506 Norden

Der Hof Rysdyk (auch: Rysdyk) ist ein historischer Gulfhof in Westermarsch I. Das Gebäude wird heute vom Verein Tomtes Hof genutzt.

Geschichte

Der Name des Hofes ist seit 1700 als Rysdick belegt.[1] 1745 folgt Risdick, 1749 Rysdick und 1788 schließlich die heutige Schreibweise Rysdyk.[2] Wann genau der Hof erbaut wurde, ist nicht bekannt. Seine Entstehung ist frühestens in der Zeit nach 1583 zu suchen, da sich das Gebiet auf dem erst dann erschlossenen Westermarscher Neuland befindet.

Der Name gehört zu den Fachausdrücken des Wasserbaus und bezeichnet einen mit Buschwerk befestigten Deich oder Faschinendeich bzw. einen mit Strauchsinkstücken erstellten Damm.[3] Möglich ist jedoch auch eine Benennung nach einem Familiennamen. So findet ein Jacob Rijsdijk, ein mennonitischer Prediger in der Geschichte Nordens Erwähnung. Dieser steht jedoch wohl eher nicht in einer Beziehung zum Hof, wenngleich sein Name wahrscheinlich einen ähnlichen Ursprung hat.

1594 soll an gleicher Stelle, wo sich heute der Hof befindet, noch das sogenannte Enno Karstens Hauß gestanden haben.[4] 1848 gehörten zum Hof zwei Wohngebäude, die 22 Personen beherbergten.[5]

Einzelnachweise

  1. StAA, Rep. 4, B I, Nr. 229b
  2. StAA, Rep. 37, Nr. 993
  3. Remmers, Arend (2004): Von Aaltukerei bis Zwischenmooren. Die Siedlungsnamen zwischen Dollart und Jade, Leer, S. 191
  4. StAA, Rep. 244, B, Nr. 2889
  5. Schreiber, Gretje (2011): Historische Flurnamensammlung der Ostfriesischen Landschaft, Nr. 55329

Siehe auch