Steinbömer & Lubinus: Unterschied zwischen den Versionen
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Nach seinem Tode 1809 übernahm der [[Justus Friedrich Steinbömer (1777)|gleichnamige Sohn]] von Steinbömer zusammen mit dem Mitgesellschafter [[Peter Fiedrich Lubinus]] und nach dessen Tod allein, die Firmenleitung, welche er 45 Jahre inne hatte. Neben der Produktion von Tabak wurde bald auch Seife und Kerzen hergestellt. Die Fabrik zählte 1832 zu den größten zehn im Königreich Hannover und war die größte von den 41 Tabakfabriken in Ostfriesland. | Nach seinem Tode 1809 übernahm der [[Justus Friedrich Steinbömer (1777)|gleichnamige Sohn]] von Steinbömer zusammen mit dem Mitgesellschafter [[Peter Fiedrich Lubinus]] und nach dessen Tod allein, die Firmenleitung, welche er 45 Jahre inne hatte. Neben der Produktion von Tabak wurde bald auch Seife und Kerzen hergestellt. Die Fabrik zählte 1832 zu den größten zehn im Königreich Hannover und war die größte von den 41 Tabakfabriken in Ostfriesland. | ||
In Hooksiel am Jadeufer wurde 1835 für einige Jahre ein Zweigwerk gegründet, um Export- und Zollschwierigkeiten mit dem Großherzogtum Oldenburg zu unterlaufen. Weiterhin wurde in Norden eine Kolonialwarengroßhandlung für Tee, Kaffee, Öl und weitere Güter angegliedert, um das unternehmerische Risiko zu verteilen. Als Justus Friedrich Steinbömer jun. 1854 starb, fielen Fabrik und Großhandlung an [[Arend Wilhelm Steinbömer]]. | In Hooksiel am Jadeufer wurde 1835 für einige Jahre ein Zweigwerk gegründet, um Export- und Zollschwierigkeiten mit dem Großherzogtum Oldenburg zu unterlaufen. Weiterhin wurde in Norden eine Kolonialwarengroßhandlung für Tee, Kaffee, Öl und weitere Güter angegliedert, um das unternehmerische Risiko zu verteilen. Als Justus Friedrich Steinbömer jun. 1854 starb, fielen Fabrik und Großhandlung an [[Arend Wilhelm Steinbömer (1811)|Arend Wilhelm Steinbömer]]. | ||
[[Datei:Steinboemer Lubinus Werbung Reklame 1917.jpg|links|mini|235x235px|Eine Werbereklame des Unternehmens aus dem Jahre 1917.]] | [[Datei:Steinboemer Lubinus Werbung Reklame 1917.jpg|links|mini|235x235px|Eine Werbereklame des Unternehmens aus dem Jahre 1917.]] | ||
"Der Konsul", wie der energische Arend Wilhelm in Norden aufgrund seiner Tätigkeit als Konsul in Großbritannien genannt wurde, hatte neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmer mehrere öffentliche Ehrenämter inne, so war er im Revolutionsjahr 1848 Kommandant der [[Norder Bürgerwehr]], er saß als Bürgervorsteher im [[Stadtrat]], er leitete die [[Mobiliar-Feuerversicherungsanstalt]] und vertrat seine Vaterstadt bei der Ostfriesischen Landschaftsversammlung in Aurich. Außerdem kämpfte er bei den Landesbehörden dafür, die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Eisenbahnlinie]] 1856 über Emden hinaus bis nach Norden zu verlängern, um so einen besseren Anschluß an das Binnenland und günstigere Absatzmöglichkeiten für den Norder Handel zu bekommen. Norden erhielt diesen notwendigen Bahnanschluß schließlich 1883; die Bauarbeiten dafür waren gleichzeitig eine dringend notwendige Maßnahme, die damalige hohe Arbeitslosigkeit zu mildern. | "Der Konsul", wie der energische Arend Wilhelm in Norden aufgrund seiner Tätigkeit als Konsul in Großbritannien genannt wurde, hatte neben seiner erfolgreichen Tätigkeit als Unternehmer mehrere öffentliche Ehrenämter inne, so war er im Revolutionsjahr 1848 Kommandant der [[Norder Bürgerwehr]], er saß als Bürgervorsteher im [[Stadtrat]], er leitete die [[Mobiliar-Feuerversicherungsanstalt]] und vertrat seine Vaterstadt bei der Ostfriesischen Landschaftsversammlung in Aurich. Außerdem kämpfte er bei den Landesbehörden dafür, die [[Bahnstrecke Rheine-Norddeich Mole|Eisenbahnlinie]] 1856 über Emden hinaus bis nach Norden zu verlängern, um so einen besseren Anschluß an das Binnenland und günstigere Absatzmöglichkeiten für den Norder Handel zu bekommen. Norden erhielt diesen notwendigen Bahnanschluß schließlich 1883; die Bauarbeiten dafür waren gleichzeitig eine dringend notwendige Maßnahme, die damalige hohe Arbeitslosigkeit zu mildern. | ||