Keine Bearbeitungszusammenfassung
Keine Bearbeitungszusammenfassung
Zeile 10: Zeile 10:


Am 24. Mai 1846 heiratete Jan ten Doornkaat Koolmann die Tochter eines mennonitischen Kaufmannes, [[Menna ten Doornkaat Koolman|Menna Johanna Silomon]]. Das Ehepaar hatte neun Kinder, drei Söhne und sechs Töchter, wovon das als Nachfolger ausersehene erstgeborene, der nach dem Vater benannte [[Jan ten Doornkaat Koolman (1848)|Sohn Jan]] im Deutsch-französischen Krieg fiel.
Am 24. Mai 1846 heiratete Jan ten Doornkaat Koolmann die Tochter eines mennonitischen Kaufmannes, [[Menna ten Doornkaat Koolman|Menna Johanna Silomon]]. Das Ehepaar hatte neun Kinder, drei Söhne und sechs Töchter, wovon das als Nachfolger ausersehene erstgeborene, der nach dem Vater benannte [[Jan ten Doornkaat Koolman (1848)|Sohn Jan]] im Deutsch-französischen Krieg fiel.
Am 13. September 1853 verfasste Doornkaat eine Denkschrift über die Weiterführung der (noch im Bau befindlichen) Eisenbahn von Emden über Norden - Esens - Varel - Oldenburg nach Bremen und setzte sich dabei für einen Anschluss Nordens an das Eisenbahnnetz ein.<ref>[http://runne.net/rudolf.folkerts/bahnstrecke_norden.html Daten zur Eisenbahnverbindung nach Norden / Norddeich und Sande], abgerufen am 1. Juni 2021</ref> Es dauerte jedoch noch gut 30 Jahre, bis es dazu kam.


Seit 1864 war Jan ten Doornkaat Koolman Ehrenbürger der Stadt Norden. 1870 ernannte man ihn zum [[Kommerzienrat]], 1887 zum [[Geheimer Kommerzienrat|Geheimen Kommerzienrat]].
Seit 1864 war Jan ten Doornkaat Koolman Ehrenbürger der Stadt Norden. 1870 ernannte man ihn zum [[Kommerzienrat]], 1887 zum [[Geheimer Kommerzienrat|Geheimen Kommerzienrat]].
Zeile 26: Zeile 28:
Am dauerhaftesten aber ist sein Name heute wohl mit der Leistung auf sprachwissenschaftlichem Gebiet verknüpft. So veröffentlichte er 1879 ein Wörterbuch der ostfriesischen (nicht plattdeutschen!) Sprache, das er ab 1862 gemeinsam mit einem Germanisten sowie einem jüdischen Lehrer erarbeitete. Mit seinem Eintritt in die Firma 1836 und der Zuständigkeit für die Geschäftsbeziehungen waren ausgedehnte Reisen durch ganz Ostfriesland und Kontakte mit unterschiedlichsten Schichten der Bevölkerung verbunden. Das Reisen war zu jener Zeit noch sehr viel gemächlicher und von Aufenthalten unterbrochen. Dadurch konnte der junge Geschäftsmann weite Einblicke in die Sprache der Ostfriesen erhalten und er lernte das ostfriesische Niederdeutsch in allen seinen Färbungen und lokalen Besonderheiten, mit seinen Redensarten und Sprichwörtern kennen. Bis heute gilt dieses Wörterbuch als bedeutendstes seiner Art, wenngleich es vielfach wissenschaftlicher Kritik, insbesondere in Bezug auf Herleitungen bestimmter Wörter, ausgesetzt war. Es erfuhr aber nicht nur Kritik, sondern auch Anerkennung von wissenschaftlicher Seite. Das Freie deutsche
Am dauerhaftesten aber ist sein Name heute wohl mit der Leistung auf sprachwissenschaftlichem Gebiet verknüpft. So veröffentlichte er 1879 ein Wörterbuch der ostfriesischen (nicht plattdeutschen!) Sprache, das er ab 1862 gemeinsam mit einem Germanisten sowie einem jüdischen Lehrer erarbeitete. Mit seinem Eintritt in die Firma 1836 und der Zuständigkeit für die Geschäftsbeziehungen waren ausgedehnte Reisen durch ganz Ostfriesland und Kontakte mit unterschiedlichsten Schichten der Bevölkerung verbunden. Das Reisen war zu jener Zeit noch sehr viel gemächlicher und von Aufenthalten unterbrochen. Dadurch konnte der junge Geschäftsmann weite Einblicke in die Sprache der Ostfriesen erhalten und er lernte das ostfriesische Niederdeutsch in allen seinen Färbungen und lokalen Besonderheiten, mit seinen Redensarten und Sprichwörtern kennen. Bis heute gilt dieses Wörterbuch als bedeutendstes seiner Art, wenngleich es vielfach wissenschaftlicher Kritik, insbesondere in Bezug auf Herleitungen bestimmter Wörter, ausgesetzt war. Es erfuhr aber nicht nur Kritik, sondern auch Anerkennung von wissenschaftlicher Seite. Das Freie deutsche
Hochstift in Frankfurt am Main ernannte ten Doornkaat Koolman 1880 zu seinem Ehrenmitglied und Meister. Ebenso war er Mitglied der Maatschappy Nederlandsche Letterkunde in Leiden.
Hochstift in Frankfurt am Main ernannte ten Doornkaat Koolman 1880 zu seinem Ehrenmitglied und Meister. Ebenso war er Mitglied der Maatschappy Nederlandsche Letterkunde in Leiden.
== Einzelnachweise ==
<references />


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==