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Im Jahr 1912 löste sich Popke von der Landwirtschaft. Er erwarb Anteile an der [[Norder Fehngesellschaft]] und zog in die Stadt. Im Jahr 1912 errichtete er ein imposantes [[Osterstraße 34|Wohnhaus an der Osterstraße 34]]. Das Gebäude ist bis heute erhalten. 1914 wurde Fegter in den Gemeindeausschuss der [[Sandbauerschaft]] gewählt. Seit August 1918 Bürgermeister wurde die Gemeinde zum 1. April 1919 nach Norden eingemeindet. 1915 wurde Fegter zum Direktor der [[Norder Fehngesellschaft]] gewählt. Ab Mai 1919 wurde Popke Fegter von der Stadt zum Senator bestellt. Diese Funktion übte er bis November 1929 aus. In dieser Zeit war er auch zeitweilig als stellvertretender [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister]] tätig.
Im Jahr 1912 löste sich Popke von der Landwirtschaft. Er erwarb Anteile an der [[Norder Fehngesellschaft]] und zog in die Stadt. Im Jahr 1912 errichtete er ein imposantes [[Osterstraße 34|Wohnhaus an der Osterstraße 34]]. Das Gebäude ist bis heute erhalten. 1914 wurde Fegter in den Gemeindeausschuss der [[Sandbauerschaft]] gewählt. Seit August 1918 Bürgermeister wurde die Gemeinde zum 1. April 1919 nach Norden eingemeindet. 1915 wurde Fegter zum Direktor der [[Norder Fehngesellschaft]] gewählt. Ab Mai 1919 wurde Popke Fegter von der Stadt zum Senator bestellt. Diese Funktion übte er bis November 1929 aus. In dieser Zeit war er auch zeitweilig als stellvertretender [[Liste der Bürgermeister der Stadt Norden|Bürgermeister]] tätig.


Im Jahr 1927 erwarb er zusammen mit Senator [[Carl Stegmann]] und Direktor [[Wilhelm Landmann]] die [[Eisenhütte]]. Daneben war Popke Fegter maßgeblich an der Gründung des [[Entwässerungsverband Norden]] im Jahr 1926 beteiligt, dessen erster [[Obersielrichter]] er wurde. Hier organisierte er zum Wohle der Region den Bau des Abschlussdeiches vor dem [[Norder Tief|Norder Außentief]]. Das [[Leybuchtsiel|neue Siel]] an der [[Leybucht]] bewährte sich bestens, und Überschwemmungen blieben im östlichen [[Norderland]] erstmals 1930 aus. Der Ausbau der Entwässerung über das [[Norder Tief]] erfolgte dann in den Folgejahren. Zwei neue Brücken über das [[Norder Tief|Galgentief]] entstanden, das alte [[Norder Siel]] konnte beseitigt werden.
Im Jahr 1927 erwarb er zusammen mit Senator [[Carl Stegmann (1881)|Carl Stegmann]] und Direktor [[Wilhelm Landmann]] die [[Eisenhütte]]. Daneben war Popke Fegter maßgeblich an der Gründung des [[Entwässerungsverband Norden]] im Jahr 1926 beteiligt, dessen erster [[Obersielrichter]] er wurde. Hier organisierte er zum Wohle der Region den Bau des Abschlussdeiches vor dem [[Norder Tief|Norder Außentief]]. Das [[Leybuchtsiel|neue Siel]] an der [[Leybucht]] bewährte sich bestens, und Überschwemmungen blieben im östlichen [[Norderland]] erstmals 1930 aus. Der Ausbau der Entwässerung über das [[Norder Tief]] erfolgte dann in den Folgejahren. Zwei neue Brücken über das [[Norder Tief|Galgentief]] entstanden, das alte [[Norder Siel]] konnte beseitigt werden.


Die Organisation öffentlicher Arbeit in Ostfriesland zur [[Meliorationsverband Norden|Melioration]] (Verbesserung der Bodenbeschaffenheit in der Landwirtschaft) half zur Senkung der Arbeitslosigkeit, was den aufstrebenden Nationalsozialisten zuwider lief. Nach deren Machtergreifung musste Fegter unter Denunziationen und Verleumdungen leiden; wohl, weil er über Hermann Göring spottete. Er wurde zeitweise von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) inhaftiert und verlor im Jahr 1936 durch Enteignung, vorangetrieben durch die NSDAP, die Eisenhütte. 1937 gab er sein Amt als Obersielrichter auf und floh im Folgejahr mit seiner [[Maria Fegter]] zunächst nach Wiesbaden. Doch auch hier war er vor den Schikanen der Gestapo nicht geschützt.
Die Organisation öffentlicher Arbeit in Ostfriesland zur [[Meliorationsverband Norden|Melioration]] (Verbesserung der Bodenbeschaffenheit in der Landwirtschaft) half zur Senkung der Arbeitslosigkeit, was den aufstrebenden Nationalsozialisten zuwider lief. Nach deren Machtergreifung musste Fegter unter Denunziationen und Verleumdungen leiden; wohl, weil er über Hermann Göring spottete. Er wurde zeitweise von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) inhaftiert und verlor im Jahr 1936 durch Enteignung, vorangetrieben durch die NSDAP, die Eisenhütte. 1937 gab er sein Amt als Obersielrichter auf und floh im Folgejahr mit seiner [[Maria Fegter]] zunächst nach Wiesbaden. Doch auch hier war er vor den Schikanen der Gestapo nicht geschützt.