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Ab 1933 zeichnet sich, bedingt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten, ein immer kirchenfeindlicheres Klima ab. Die Katholiken werden als "Kirchstraßenleute" beschimpft. Nach der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird ihnen von einigen Norder Bürgern angedeutet, dass sie als nächstes "dran" werden. Um dem zu begegnen, versuchte sich die Norder Gemeinde, unter anderen in der Soldatenfürsorge zu engagieren. Beim Bau der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kaserne in Tidofeld]] sorgte man für die die Kaserne erbauenden Soldaten und deren Familie. Dennoch bildete sich beispielsweise während eines Gottesdienstes im Jahre 1942 vor der Kirche eine Menschentraube, die den Papst und die Kirche verspottete.
Ab 1933 zeichnet sich, bedingt durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten, ein immer kirchenfeindlicheres Klima ab. Die Katholiken werden als "Kirchstraßenleute" beschimpft. Nach der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wird ihnen von einigen Norder Bürgern angedeutet, dass sie als nächstes "dran" werden. Um dem zu begegnen, versuchte sich die Norder Gemeinde, unter anderen in der Soldatenfürsorge zu engagieren. Beim Bau der [[Vertriebenenlager Tidofeld|Kaserne in Tidofeld]] sorgte man für die die Kaserne erbauenden Soldaten und deren Familie. Dennoch bildete sich beispielsweise während eines Gottesdienstes im Jahre 1942 vor der Kirche eine Menschentraube, die den Papst und die Kirche verspottete.
Bereits 1941 musste der Bibliotheksbetrieb der Gemeinde weitestgehend eingestellt werden. Es durfte keine Ausleihen mehr stattfinden und die der Unterhalt dienenden Schriften mussten versiegelt werden. Ab Pfingsten des Jahres war es darüber hinaus nicht mehr gestattet, einen Gottesdienst für die Kriegsgefangenen abzuhalten.
Als Emden am 6. September 1944 von einem verheerenden Luftangriff heimgesucht wurde, nahmen Mitglieder der Gemeinde zahlreiche ausgebombte Familien auf.


===nach 1945===
===nach 1945===
Einen starken Wachstumsschub erfuhr die Ludgerus-Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug Vertriebener aus dem katholisch geprägten Schlesien. Auch mit dem Zuzug von sogenannten "Boat People", Flüchtlinge aus Vietnam in den 1960er und 1970er Jahren, kamen neue Gemeindemitglieder hinzu. Für die vietnamesischen Katholiken stellt die Kirche bis heute ein regionaler Versammlungsort dar.<ref>[https://katholische-pfarreiengemeinschaft-kueste.de/norden/kirchen/ Internetseite der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Küste], abgerufen am 7. April 2021</ref>
Einen starken Wachstumsschub erfuhr die Ludgerus-Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Zuzug Vertriebener aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, insbesondere Schlesien. Die Zahl der Gemeindemitglieder stieg von 400 im Jahre 1940 auf 6.000 an. Allein in Norden gab es nun rund 4.800 Katholiken. Besonders die seelsorgerische und geistliche Versorgung der befreiten Kriegsgefangenen, der Vertriebenen sowie der entlassenen Wehrmachtsangehörigen vor große Schwierigkeiten. Dank der Hilfe zahlreicher Militärgeistlicher konnten jedoch zusätzliche Gottesdienste angeboten werden. Zur Linderung der allgemeinen Not und dem Mangel an Gesundheitsfürsorge wurde in der [[Bleicherslohne 38]] zum 1. August 1945 eine Schwesternstation eingerichtet, in der auch Kinder betreut wurden.
 
Ab 1952 zogen viele Neubürger auf der Suche nach Arbeit in andere Regionen der jungen Bundesrepublik, insbesonders in die Ballungszentren des Ruhrgebiets. Dadurch schrumpfte die Gemeinde wieder merklich.
 
1964 wird das [[Pfarrhaus]] neu erbaut, 1967 folgt das [[Pfarrheim]], das der Gemeinde als Gemeindehaus dient und 1979 erweitert wird.
 
Auch mit dem Zuzug von sogenannten "Boat People", Flüchtlinge aus Vietnam in den 1960er und 1970er Jahren, kamen neue Gemeindemitglieder hinzu. Für die vietnamesischen Katholiken stellt die Kirche bis heute ein regionaler Versammlungsort dar.
 
== Pastoren ==
 
=== Norden-Lütetsburg (1677 bis 1717) [[ToDo]] ===
1677 - 1677 Nicolaus Mösinger
 
1677 - 1678 Eustachius Egidii
 
1679 - 1679 Wilhelm Heckling
 
1680 - 1680 Wernerus Kemmer
 
1682 - 1684 Franciscus Grönincks
 
1684 - 1684 Leonhard Marcelis
 
1684 - 1715 Franciscus Grönincks
 
1716 - 1717 Werner(us) Schmitz
 
=== Norden (1717 bis heute) ===
1717 - 1727 Michael Klümper
 
1728 - 1729 Bernard Eilers
 
1729 - 1729 Athanasius Friedhof
 
1729 - 1733 Sebastian Walthaus
 
1733 - 1777 Emanuel Toholte
 
1777 - 1795 Martiniamus Schulte
 
1795 - 1795 Liborius Meyer
 
1796 - 1800 Pius Brands
 
1801 - 1801 Fabiamus Frese
 
1801 - 1832 Basilius Frankenfeld
 
1832 - 1837 Johann Bernhard Philipp Schulte
 
1837 - 1852 Johann Heinrich Lackmann
 
1852 - 1861 Franz-Josef Strieker
 
1861 - 1863 Anton Tensing
 
1863 - 1869 Conrad Heinrich Eduard Richard
 
1869 - 1911 Heinrich Kerstiens
 
1911 - 1914 Wilhelm Gockel
 
1914 - 1938 Hubert Garvert
 
1938 - 1946 Heinrich Schulte
 
1946 - 1963 Bernhard Kaschny
 
1963 - 1972 Lothar Kaiping
 
1972 - 1981 Gerhard Olde Monnikhof


==Einzelnachweise==
1982 - 1994 Johannes Kinne
<references/>


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==
*Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden
*Foraita, Heinz (1985): Dein sind die Zeiten, Herr. Die Geschichte der Katholischen Gemeinde Norden. Herausgegeben zur 100-Jahr-Feier der St.-Ludgerus-Kirche zu Norden, Norden
*[https://katholische-pfarreiengemeinschaft-kueste.de/norden/kirchen/ Internetseite der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Küste], abgerufen am 7. April 2021


==Siehe auch==
==Siehe auch==