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Die Andreaskirche diente vermutlich für das sich entwickelnde städtische Gemeinwesen als Gotteshaus. Dies wird unter anderem damit erklärt, dass die Kirche dem Heiligen Andreas geweiht war. Er war der Schutzpatron der Stadt und wird noch heute als Schildhalter des Norder Stadtwappens dargestellt. Ihr gegenüber stand die [[Ludgerikirche]], die das Gotteshaus der [[Norder Umlandgemeinden]] war.
Die Andreaskirche diente vermutlich für das sich entwickelnde städtische Gemeinwesen als Gotteshaus. Dies wird unter anderem damit erklärt, dass die Kirche dem Heiligen Andreas geweiht war. Er war der Schutzpatron der Stadt und wird noch heute als Schildhalter des Norder Stadtwappens dargestellt. Ihr gegenüber stand die [[Ludgerikirche]], die das Gotteshaus der [[Norder Umlandgemeinden]] war.
 
__TOC__
==Geschichte==
==Geschichte==
Der Vorgängerbau der gemeinhin als "Andreaskirche" bezeichneten Kirche geht ein hölzerner Bau voran, der möglicherweise auf den Beginn der christlichen Missionierung Ostfrieslands im 8. oder 9. Jahrhundert zurückgeht. Wahrscheinlich stand dieser Bau bereits an der letzten Örtlichkeit, jedoch ist nicht eindeutig, ob zu diesem Zeitpunkt die Warft ebenso existierte oder erst später für den steinernen Bau angehäuft wurde.<ref name=":0">Infotafel im Ostfriesischen Heimatmuseum</ref> Im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde dieser Vorgängerbau der späteren Andreaskirche schließlich niedergerissen und anschließend aus Backstein als dreischiffige Pfeilerbasilika mit gewölbtem Querhaus und quadratischem Chor wiedererrichtet.<ref>Bärenfänger, Rolf (1999): Die Andreaskirche in Norden, Stuttgart, S. 187f.</ref> Die Initiative dazu ging wohl vom Bistum Bremen aus, zu dem der Ort seinerzeit gehörte.<ref>van Lengen, Hajo (2003): Die Friesische Freiheit des Mittelalters – Leben und Legende, Aurich, S. 77</ref>
Der Vorgängerbau der gemeinhin als "Andreaskirche" bezeichneten Kirche geht ein hölzerner Bau voran, der möglicherweise auf den Beginn der christlichen Missionierung Ostfrieslands im 8. oder 9. Jahrhundert zurückgeht. Wahrscheinlich stand dieser Bau bereits an der letzten Örtlichkeit, jedoch ist nicht eindeutig, ob zu diesem Zeitpunkt die Warft ebenso existierte oder erst später für den steinernen Bau angehäuft wurde.<ref name=":0">Infotafel im Ostfriesischen Heimatmuseum</ref> Im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts wurde dieser Vorgängerbau der späteren Andreaskirche schließlich niedergerissen und anschließend aus Backstein als dreischiffige Pfeilerbasilika mit gewölbtem Querhaus und quadratischem Chor wiedererrichtet.<ref>Bärenfänger, Rolf (1999): Die Andreaskirche in Norden, Stuttgart, S. 187f.</ref> Die Initiative dazu ging wohl vom Bistum Bremen aus, zu dem der Ort seinerzeit gehörte.<ref>van Lengen, Hajo (2003): Die Friesische Freiheit des Mittelalters – Leben und Legende, Aurich, S. 77</ref>
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Die beiden anderen Türme waren schmaler und aus Ziegelstein errichtet. Sie stiegen mit geraden Seiten hoch und waren mit einem vergleichsweise kleinen Giebel abgeschlossen. Der Volksmund nannte die beiden gleichartigen Türme auch "Basen" (Cousinen).<ref name=":3" />
Die beiden anderen Türme waren schmaler und aus Ziegelstein errichtet. Sie stiegen mit geraden Seiten hoch und waren mit einem vergleichsweise kleinen Giebel abgeschlossen. Der Volksmund nannte die beiden gleichartigen Türme auch "Basen" (Cousinen).<ref name=":3" />
==Literatur==


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==