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Das 14. Jahrhundert ging in die ostfriesische und die Norder Geschichte nicht nur als das Jahrhundert verheerender Seuchen, sondern auch als jenes der Sturmfluten ein. Die Deiche waren durch mehrere schwere Sturmfluten ebenso geschwächt wie die Menschen, sodass die [[Erste Dionysiusflut|Dionysiusfluten]] zum Bruch der Deiche und schwersten Verwüstungen führten. Die Wellen dieser Katastrophenflut sollen bis an die Mauern des Klosters geschlagen und hier ebenso schwere Verwüstungen wie im Umland angerichtet haben.<ref name=":0" />
Das 14. Jahrhundert ging in die ostfriesische und die Norder Geschichte nicht nur als das Jahrhundert verheerender Seuchen, sondern auch als jenes der Sturmfluten ein. Die Deiche waren durch mehrere schwere Sturmfluten ebenso geschwächt wie die Menschen, sodass die [[Erste Dionysiusflut|Dionysiusfluten]] zum Bruch der Deiche und schwersten Verwüstungen führten. Die Wellen dieser Katastrophenflut sollen bis an die Mauern des Klosters geschlagen und hier ebenso schwere Verwüstungen wie im Umland angerichtet haben.<ref name=":0" />


Weitere schwere Schäden erlitt das Kloster nach Ostern 1430 bei den Auseinandersetzungen des Häuptlings [[Udo von Norden]], eines Sohnes von Focko Ukena, mit Anhänger des [[Ocko II. tom Brook]]. Diese wollten ihren in Norden gefangengehaltenen Häuptling [[tom Brook|Ocko II. tom Brook]] befreien, der bereits zuvor vier Jahre in Leer inhaftiert war und von Ukena im Kloster wohl unter Hausarrest gesetzt wurde. Udos Anhänger flüchteten in das Kloster, das daraufhin erobert, geplündert und schließlich niedergebrannt wurde.<ref name=":1" /> Als Wiedergutmachung soll Ocko II. dem Kloster einen Teil seines Vermögens vermacht haben, das von den Mönchen zum Wiederaufbau des Klosters verwendet wurde.<ref name=":0" /> Ocko II. verstarb schließlich 1435 in Norden.
Weitere schwere Schäden erlitt das Kloster nach Ostern 1430 bei den Auseinandersetzungen des Häuptlings [[Udo von Norden]], eines Sohnes von Focko Ukena, mit Anhänger des [[tom Brook|Okko II. tom Brook]]. Diese wollten ihren in Norden gefangengehaltenen Häuptling befreien, der bereits zuvor vier Jahre in Leer inhaftiert war und von Ukena im Kloster wohl unter Hausarrest gesetzt wurde. Udos Anhänger flüchteten in das Kloster, das daraufhin erobert, geplündert und schließlich niedergebrannt wurde.<ref name=":1" /> Als Wiedergutmachung soll Okko II. dem Kloster einen Teil seines Vermögens vermacht haben, das von den Mönchen zum Wiederaufbau des Klosters verwendet wurde.<ref name=":0" /> Okko II. verstarb schließlich 1435 in Norden.


Nach den Zerstörungen im Jahr 1430 ist das Kloster offenbar umfassend repariert worden. In einer Urkunde aus dem Jahre 1439 werden Stühle für den Chor der Kirche, Bodenplatten und Kalk genannt, die über Utrecht (Niederlande) nach Norden transportiert wurden.<ref name=":0" />
Nach den Zerstörungen im Jahr 1430 ist das Kloster offenbar umfassend repariert worden. In einer Urkunde aus dem Jahre 1439 werden Stühle für den Chor der Kirche, Bodenplatten und Kalk genannt, die über Utrecht (Niederlande) nach Norden transportiert wurden.<ref name=":0" />