Herrnhuter Kapelle: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{| class="wikitable" style="float:right; margin-left: 10px;" ! colspan="2" | ==Herrnhuter Kapelle== |- | colspan="2" |{{#multimaps: | Title = Herrnhuter Kapell…“ |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 36: | Zeile 36: | ||
* siehe auch: [[Herrnhuter Brüdergemeine#Geschichte|Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine in Norden]] | * siehe auch: [[Herrnhuter Brüdergemeine#Geschichte|Geschichte der Herrnhuter Brüdergemeine in Norden]] | ||
Im mittleren 18. Jahrhunderten siedelte sich auch in Norden die ursprünglich aus Böhmen stammende, reformatorische Bewegung der "Herrnhuter Brüdergemeine" in Norden an. Benannt ist die Gemeinde nach der Stadt Herrnhut in Sachsen. Die Gemeinde siedelte sich zunächst in einem Gebäude [[Am Markt]] 48 an, das sie als Gemeindehaus nutzten. Ihre Gottesdienste hielten sie in der 1. Etage des benachbarten [[Hotel Heeren-Logement|Hotels Heeren-Logement]] ab.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 121</ref> | Im mittleren 18. Jahrhunderten siedelte sich auch in Norden die ursprünglich aus Böhmen stammende, reformatorische Bewegung der "Herrnhuter Brüdergemeine" in Norden an. Benannt ist die Gemeinde nach der Stadt Herrnhut in Sachsen. Die Gemeinde siedelte sich zunächst in einem Gebäude [[Am Markt]] 48 an, das sie als Gemeindehaus nutzten. Ihre Gottesdienste hielten sie in der 1. Etage des benachbarten [[Hotel Heeren-Logement|Hotels Heeren-Logement]] ab.<ref name=":0">Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 121</ref> | ||
Anfang der 1860er Jahre verkaufte die Herrnhuter Gemeine einen Teil ihres Anwesens an die Stadt Norden. Das ehemalige Hotel wurde abgerissen und an seiner Stelle die [[Marktschule]] errichtet. Die Herrnhuter errichteten in den Folgejahren auf ihrem Grundstück ([[Am Markt 48]]) eine kleine Kapelle, die am 7. November 1876 ihrer Bestimmung übergeben wurde. | Anfang der 1860er Jahre verkaufte die Herrnhuter Gemeine einen Teil ihres Anwesens an die Stadt Norden. Das ehemalige Hotel wurde abgerissen und an seiner Stelle die [[Marktschule]] errichtet. Die Herrnhuter errichteten in den Folgejahren auf ihrem Grundstück ([[Am Markt 48]]) eine kleine Kapelle, die am 7. November 1876 ihrer Bestimmung übergeben wurde.<ref name=":0" /> | ||
Nach Abriss der alten Norderneyer Inselkirche im Jahr 1878 wurde deren Orgel von Arnold Rohlfs aus dem Jahr 1842 nach Norden umgesetzt. Nur wenig mehr als zwei Jahrzehnte diente das Gebäude den Herrnhutern jedoch als Gotteshaus. Am 13. Februar 1898 löste sich die Gemeinde durch einen Gemeindebeschluss selbst auf. Die Kapelle ging 1905 in den Besitz der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] über und diente ihr rund 65 Jahre als Außenstelle der abseits der damaligen Stadtgrenze gelegenen [[Bargeburer Kirche|Kirche in Bargebur]]. Auch die Landeskirchliche Gemeinschaft nutzte die ehemalige Herrnhuter Kapelle gastweise für ihre wöchentlichen Gemeinschaftsstunden.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Band VI in der Reihe Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 534</ref> Nach ihrem Abriss wurde sie - getreu dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] - durch einen anspruchslosen Flachbau ersetzt. | Nach Abriss der alten Norderneyer Inselkirche im Jahr 1878 wurde deren Orgel von Arnold Rohlfs aus dem Jahr 1842 nach Norden umgesetzt. Nur wenig mehr als zwei Jahrzehnte diente das Gebäude den Herrnhutern jedoch als Gotteshaus. Am 13. Februar 1898 löste sich die Gemeinde durch einen Gemeindebeschluss selbst auf. Die Kapelle ging 1905 in den Besitz der [[Reformierte Gemeinde Lütetsburg-Norden|reformierten Gemeinde]] über und diente ihr rund 65 Jahre als Außenstelle der abseits der damaligen Stadtgrenze gelegenen [[Bargeburer Kirche|Kirche in Bargebur]]. Auch die Landeskirchliche Gemeinschaft nutzte die ehemalige Herrnhuter Kapelle gastweise für ihre wöchentlichen Gemeinschaftsstunden.<ref>Smid, Menno (1974): Ostfriesische Kirchengeschichte, Band VI in der Reihe Ostfriesland im Schutze des Deiches, Pewsum, S. 534</ref> Nach ihrem Abriss wurde sie - getreu dem [[Altstadtsanierung|damaligen Zeitgeist]] - durch einen anspruchslosen Flachbau ersetzt. | ||