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Rund um dieses Haus entstand ab 1804 das jüdische Gemeindezentrum. Das Grundstück hatte seit 1752 einer jüdischen Familie aus [[Bargebur]] gehört. Noch 1804 begann der Bau der Synagoge, für die der preußische König Friedrich Wilhelm III. 100 Reichstaler bewilligte. Den Rest der Bausumme finanzierten Gemeindemitglieder und nichtjüdische Spender aus Aurich, Emden und Greetsiel.<ref name=":1" />
Rund um dieses Haus entstand ab 1804 das jüdische Gemeindezentrum. Das Grundstück hatte seit 1752 einer jüdischen Familie aus [[Bargebur]] gehört. Noch 1804 begann der Bau der Synagoge, für die der preußische König Friedrich Wilhelm III. 100 Reichstaler bewilligte. Den Rest der Bausumme finanzierten Gemeindemitglieder und nichtjüdische Spender aus Aurich, Emden und Greetsiel.<ref name=":1" />
1891 folgte der Neubau eines neuen Gebäudes für den [[Vorsängers Haus|Vorsänger]], in dem sich auch ein Frauenbad befand und Holz zum Sargbau sowie die Totenbahren gelagert wurden. Diesem Bau ging ein älterer Bau voran, über den jedoch nichts näher bekannt ist.<ref name=":2">Gretje Schreiber, Norder Häuser (XIX): Die Bewohner des Neuen Weges, in: Ostfriesischer Kurier, 17./18. August 1006, S. 12</ref> Im selben Jahr wurde auch das [[Synagogenweg 3|Wohnhaus des Lehrers]] erbaut.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 86</ref> Hier wohnte später die bekannte jüdische Widerstandskämpferin [[Recha Freier]] mit ihrer Familie.


Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann auch die Verfolgung der Norder Juden. Es wurden jüdische Geschäfte geschlossen und die jüdische Bevölkerung aus Arbeits- und Lehrstellen, Schulen und Vereinen ausgeschlossen. Viele Jüdinnen und Juden emigrierten, Häuser und Besitz mussten sie unter Wert verkaufen. Im Zuge der Reichspogromnacht 1938 brannten die Nationalsozialisten unter Führung des Norder Kreisleiters [[Lenhard Everwien]] die Synagoge nieder, ihre Überreste wurden an einen einen Altwarenhändler zur Verwertung und Beseitigung übergeben. Kurz darauf wurden alle Juden zum [[Schlachthof]] getrieben und dort misshandelt.<ref name=":0" />
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann auch die Verfolgung der Norder Juden. Es wurden jüdische Geschäfte geschlossen und die jüdische Bevölkerung aus Arbeits- und Lehrstellen, Schulen und Vereinen ausgeschlossen. Viele Jüdinnen und Juden emigrierten, Häuser und Besitz mussten sie unter Wert verkaufen. Im Zuge der Reichspogromnacht 1938 brannten die Nationalsozialisten unter Führung des Norder Kreisleiters [[Lenhard Everwien]] die Synagoge nieder, ihre Überreste wurden an einen einen Altwarenhändler zur Verwertung und Beseitigung übergeben. Kurz darauf wurden alle Juden zum [[Schlachthof]] getrieben und dort misshandelt.<ref name=":0" />