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26506 Norden
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Die '''Jüdische Gemeinde''' von Norden ist eine der ältesten Glaubensgemeinschaften der Stadt. Ihre Ursprünge gehen bereits auf das 16. Jahrhundert zurück. Nach der Reichspogromnacht 1938 und der darauffolgenden, zunehmenden Verfolgung der Juden war die Gemeinde, deren Zentrum sich im heutigen [[Synagogenweg]] befand, im Jahr 1940 gezwungen, sich aufzulösen.
Die '''Jüdische Gemeinde''' von Norden ist eine der ältesten Glaubensgemeinschaften der Stadt. Ihre Ursprünge gehen bereits auf das 16. Jahrhundert zurück. Infolge der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten, insbesondere seit der Reichspogromnacht 1938, verließen viele Juden die Stadt. Die letzten wurden 1940 deportiert.


==Geschichte==
==Geschichte==
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Rund um dieses Haus entstand ab 1804 das jüdische Gemeindezentrum. Das Grundstück hatte seit 1752 einer jüdischen Familie aus [[Bargebur]] gehört. Noch 1804 begann der Bau der Synagoge, für die der preußische König Friedrich Wilhelm III. 100 Reichstaler bewilligte. Den Rest der Bausumme finanzierten Gemeindemitglieder und nichtjüdische Spender aus Aurich, Emden und Greetsiel.
Rund um dieses Haus entstand ab 1804 das jüdische Gemeindezentrum. Das Grundstück hatte seit 1752 einer jüdischen Familie aus [[Bargebur]] gehört. Noch 1804 begann der Bau der Synagoge, für die der preußische König Friedrich Wilhelm III. 100 Reichstaler bewilligte. Den Rest der Bausumme finanzierten Gemeindemitglieder und nichtjüdische Spender aus Aurich, Emden und Greetsiel.


Infolge der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge durch die Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Sie brannte infolge dessen vollständig nieder, ihre Überreste wurden an einen einen Altwarenhändler zur Verwertung und Beseitigung übergeben.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten begann auch die Verfolgung der Norder Juden. Es wurden jüdische Geschäfte geschlossen und die jüdische Bevölkerung aus Arbeits- und Lehrstellen, Schulen und Vereinen ausgeschlossen. Viele Jüdinnen und Juden emigrierten, Häuser und Besitz mussten sie unter Wert verkaufen. Im Zuge der Reichspogromnacht 1938 brannten die Nationalsozialisten unter Führung des Norder Kreisleiters [[Lenhard Everwien]] die Synagoge nieder, ihre Überreste wurden an einen einen Altwarenhändler zur Verwertung und Beseitigung übergeben. Kurz darauf wurden alle Juden zum [[Schlachthof]] getrieben und dort misshandelt.
 
Mit der Deportation der letzten Jüdinnen und Juden endete 1940 die fast 400jährige Geschichte der Jüdischen Gemeinde Norden. Zwar leben auch heute noch vereinzelt Juden in Norden, doch gehören diese größeren, noch existierenden Gemeinden an.


==Gebäude==
==Gebäude==
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==Siehe auch==
==Siehe auch==
*[[Jüdischer Friedhof]]
*[[Jüdischer Friedhof]]
*[[Synagoge]]


[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Körperschaften im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]
[[Kategorie:Norden (Stadtteil)]]