Lenhard Everwien: Unterschied zwischen den Versionen
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Der gebürtige Hamswehrumer Everwien begann 1912 eine Ausbildung zum Bäcker. Von 1916 bis 1918 nahm er als Soldat am | Der gebürtige Hamswehrumer Everwien begann 1912 eine Ausbildung zum Bäcker. Von 1916 bis 1918 nahm er als Soldat am Ersten Weltkrieg teil.<ref name=":0">Forster, Hans (1988): Norden - Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz: Dokumente aus der Zeit der Gewaltherrschaft</ref> Nach Kriegsende machte er seinen Meisterbrief und arbeitete seit 1923 als Bäckermeister und Kaufmann in Woltzeten. Von 1929 bis 1931 saß Everwien als Beigeordneter im Gemeinderat der Gemeinde Woltzeten und schloss sich am 1. April 1930 der NSDAP an. Bereits 14 Tage später wurde er zum Stützpunktleiter und am 15. Januar 1931 zum Stellvertreter des NSDAP-Kreisleiters Johann Menso Folkerts ernannt. Im selben Jahr erfolgte seine Wahl zum Bürgermeister in Woltzeten. Von Mai bis Oktober 1932 war er Vorsitzender des NSDAP-Kreisgerichts.<ref name=":0" /> | ||
Auf Vorschlag Carl Rövers, Gauleiter des Gaus Weser-Ems von 1929 bis 1942, wurde er von Adolf Hitler zum Kreisleiter und damit zum Nachfolger Folkerts’ ernannt, der wegen seiner Weigerung, aus der Kirche auszutreten, entlassen worden war.<ref name=":1">Lüpke-Müller, Inge (1998): Eine Region im politischen Umbruch. Der Demokratisierungsprozess in Ostfriesland nach dem Zweiten Weltkrieg, Aurich, S. 215</ref> Aus der bislang nebenberuflichen wurde damit eine hauptberufliche Parteitätigkeit. Lenhard Everwien unterstanden die 28 NSDAP-Ortsgruppen im [[Landkreis Norden]] sowie die drei Norder Ortsgruppen.<ref name=":0" /> Zu seinen Machtbefugnissen gehörte es auch, "öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Handlungen, die der Zielsetzung der NSDAP zuwiderliefen", zu unterbinden. 1933 wurde Everwien Mitglied des Kreistags Norden. 1935 erließ das nationalsozialistische Regime die "Deutsche Gemeindeordnung". Sie erweiterte die politische Einflussnahme der NSDAP-Kreisleiter. Dadurch erhielt auch Everwien das Recht, Personen für die Besetzung von politischen Ämtern (Bürgermeister, Gemeinderäte, Beigeordnete) vorzuschlagen. Von 1939 bis 1940 war Everwien zeitweise Kreisleiter der NSDAP des Landkreises Emden.<ref>Rademacher, Michael (2006): Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Emden, Osnabrück</ref> | Auf Vorschlag Carl Rövers, Gauleiter des Gaus Weser-Ems von 1929 bis 1942, wurde er von Adolf Hitler zum Kreisleiter und damit zum Nachfolger Folkerts’ ernannt, der wegen seiner Weigerung, aus der Kirche auszutreten, entlassen worden war.<ref name=":1">Lüpke-Müller, Inge (1998): Eine Region im politischen Umbruch. Der Demokratisierungsprozess in Ostfriesland nach dem Zweiten Weltkrieg, Aurich, S. 215</ref> Aus der bislang nebenberuflichen wurde damit eine hauptberufliche Parteitätigkeit. Lenhard Everwien unterstanden die 28 NSDAP-Ortsgruppen im [[Landkreis Norden]] sowie die drei Norder Ortsgruppen.<ref name=":0" /> Zu seinen Machtbefugnissen gehörte es auch, "öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Handlungen, die der Zielsetzung der NSDAP zuwiderliefen", zu unterbinden. 1933 wurde Everwien Mitglied des Kreistags Norden. 1935 erließ das nationalsozialistische Regime die "Deutsche Gemeindeordnung". Sie erweiterte die politische Einflussnahme der NSDAP-Kreisleiter. Dadurch erhielt auch Everwien das Recht, Personen für die Besetzung von politischen Ämtern (Bürgermeister, Gemeinderäte, Beigeordnete) vorzuschlagen. Von 1939 bis 1940 war Everwien zeitweise Kreisleiter der NSDAP des Landkreises Emden.<ref>Rademacher, Michael (2006): Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Stadt und Landkreis Emden, Osnabrück</ref> | ||