Otto Ites: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Otto Ites Portrait um1943 01.jpg|mini|Otto Ites in Uniform. Das Bild wurde vermutlich nach seiner Gefangennahme aufgenommen.]] | [[Datei:Otto Ites Portrait um1964 01.jpg|links|mini|284x284px|Otto Ites als Kapitän zur See der Bundesmarine (um bzw. nach 1964).]] | ||
[[Datei:Otto Ites Portrait um1943 01.jpg|mini|Otto Ites in Uniform. Das Bild wurde vermutlich nach seiner Gefangennahme aufgenommen.|alternativtext=]] | |||
'''Otto Ites''' (* 5. Februar 1918 in Norden, † 2. Februar 1982 ebenda) war ein deutscher Marineoffizier der Kriegsmarine und später der Bundesmarine. Er stieg bis in den Rang eines Konteradmirals auf und war der erste Norder, der mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde.<ref>Forster, Hans (1988): Norden - Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz: Dokumente aus der Zeit der Gewaltherrschaft</ref> | '''Otto Ites''' (* 5. Februar 1918 in Norden, † 2. Februar 1982 ebenda) war ein deutscher Marineoffizier der Kriegsmarine und später der Bundesmarine. Er stieg bis in den Rang eines Konteradmirals auf und war der erste Norder, der mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde.<ref>Forster, Hans (1988): Norden - Eine Kreisstadt unterm Hakenkreuz: Dokumente aus der Zeit der Gewaltherrschaft</ref> | ||
==Leben== | ==Leben== | ||
[[Datei:Ostfriesische Tageszeitung Ausgabe Leer 15041942 Folge 87.JPG|mini|Bericht der Ostfriesischen Tageszeitung Leer vom 15. April 1942.]] | |||
Otto wurde am 5. Februar 1918 in Norden geboren. Seine Eltern waren der Gymnasiallehrer [[Harmannus Ites]] und [[Mathilde Ites|Mathilde Swart]]. Seine Mutter war die Tochter des Landwirts [[Otto Christian Swart]], Besitzer des [[Großlanghaus|Hofs Großlanghaus]] in [[Westermarsch I]]. Er hatte einen Zwilligsbruder namens [[Rudolf Ites]]. | Otto wurde am 5. Februar 1918 in Norden geboren. Seine Eltern waren der Gymnasiallehrer [[Harmannus Ites]] und [[Mathilde Ites|Mathilde Swart]]. Seine Mutter war die Tochter des Landwirts [[Otto Christian Swart]], Besitzer des [[Großlanghaus|Hofs Großlanghaus]] in [[Westermarsch I]]. Er hatte einen Zwilligsbruder namens [[Rudolf Ites]]. | ||
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Am 28. August 1942 wurde U 94 im Karibischen Meer östlich von Kingston (Jamaika) durch ein Catalina-Flugboot der US-Navy Squadron VP-92 bombardiert, und anschließend von der kanadischen Korvette HMCS Oakville auf Position ♁17° 40′ N, 74° 30′ W im Marine-Planquadrat EC 1613 durch Rammstöße versenkt. Es gab 19 Tote und 26 Überlebende, darunter auch Ites, der daraufhin bis zum 1. Mai 1946 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.<ref name=":0" /> | Am 28. August 1942 wurde U 94 im Karibischen Meer östlich von Kingston (Jamaika) durch ein Catalina-Flugboot der US-Navy Squadron VP-92 bombardiert, und anschließend von der kanadischen Korvette HMCS Oakville auf Position ♁17° 40′ N, 74° 30′ W im Marine-Planquadrat EC 1613 durch Rammstöße versenkt. Es gab 19 Tote und 26 Überlebende, darunter auch Ites, der daraufhin bis zum 1. Mai 1946 in amerikanische Kriegsgefangenschaft geriet.<ref name=":0" /> | ||
Am 14. April wurde Ites durch den NSDAP-Kreisleiter [[Lenhard Everwien]] vor der Norder Parteizentrale (heute [[Polizei Norden|Polizeikommissariat]]) empfangen, worüber die "Ostfriesische Tageszeitung" (Ausgabe Leer) einen Tag später berichtete. | |||
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland schrieb sich Ites im Wintersemester 1946/47 an der Universität Bonn ein, um Zahnmedizin zu studieren. Am 20. Oktober 1950 wurde Ites an der Medizinischen Fakultät promoviert. Er arbeitete danach einige Jahre als Zahnarzt, trat aber 1956 im Dienstgrad Fregattenkapitän in die neugegründete Bundesmarine ein. 1958 wurde er Referent im Führungsstab der Marine. 1960 stellte er als Kommandant den Zerstörer 2 (ehemals USS Ringgold) als zweiten im Rahmen des Aufbaus der Bundesmarine aus den USA übernommenen Zerstörer in Dienst und führte ihn bis 1962.<ref name=":0" /> | Nach seiner Rückkehr nach Deutschland schrieb sich Ites im Wintersemester 1946/47 an der Universität Bonn ein, um Zahnmedizin zu studieren. Am 20. Oktober 1950 wurde Ites an der Medizinischen Fakultät promoviert. Er arbeitete danach einige Jahre als Zahnarzt, trat aber 1956 im Dienstgrad Fregattenkapitän in die neugegründete Bundesmarine ein. 1958 wurde er Referent im Führungsstab der Marine. 1960 stellte er als Kommandant den Zerstörer 2 (ehemals USS Ringgold) als zweiten im Rahmen des Aufbaus der Bundesmarine aus den USA übernommenen Zerstörer in Dienst und führte ihn bis 1962.<ref name=":0" /> | ||