Großlanghaus: Unterschied zwischen den Versionen
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1719 gehörte das Großlanghaus zu den größten Höfen der [[Westermarsch]]. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 95 [[Diemat]] Ländereien auf dem [[Westermarscher Neuland]] und 64 [[Diemat]] im [[Westermarscher Altes Neuland|alten Westermarscher Neuland]] zum Hof. Um sich diese Dimensionen vor Augen zu führen, sei darauf verwiesen, dass die durchschnittliche Größe der Ländereien eines Hofes der Westermarsch nur etwa 15 [[Diemat]] betrug.<ref name=":1">*[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> | 1719 gehörte das Großlanghaus zu den größten Höfen der [[Westermarsch]]. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 95 [[Diemat]] Ländereien auf dem [[Westermarscher Neuland]] und 64 [[Diemat]] im [[Westermarscher Altes Neuland|alten Westermarscher Neuland]] zum Hof. Um sich diese Dimensionen vor Augen zu führen, sei darauf verwiesen, dass die durchschnittliche Größe der Ländereien eines Hofes der Westermarsch nur etwa 15 [[Diemat]] betrug.<ref name=":1">*[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Westermarsch_I.pdf Beschreibung von Westermarsch I] in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft</ref> | ||
1761 kommt es zu einem Brand auf dem Hof, der in dessen Folge wahrscheinlich stark beschädigt wurde.<ref name=":1" /> Bis heute wird der Hof aktiv bewirtschaftet.<ref>[https://www.norddeich.de/nordseeurlaub-am-strand-in-norddeich/fahrradtour-rote-route/erweiterung-westermarsch/durch-die-westermarsch/ Beschreibung | 1761 kommt es zu einem Brand auf dem Hof, der in dessen Folge wahrscheinlich stark beschädigt wurde.<ref name=":1" /> | ||
Im Jahre 1851 wurden die Komplexe an getrennte Parteien verkauft und wurden seitdem unabhängig voneinander. Bis heute wird der Hof aktiv bewirtschaftet.<ref>[https://www.norddeich.de/nordseeurlaub-am-strand-in-norddeich/fahrradtour-rote-route/erweiterung-westermarsch/durch-die-westermarsch/ Beschreibung des Hofes] auf Norden.de, abgerufen am 24. März 2021</ref> | |||
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Version vom 24. März 2021, 15:29 Uhr
Großlanghaus | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | vor 1580 | |||||||
| Erbauer | Hayo Manninga | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Westermarscher Straße 1
26506 Norden | |||||||
Das Großlanghaus (auch: Groß Langhaus) ist ein historischer Gulfhof in Westermarsch I und befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Westermarscher Straße, gegenüber der Einmündung zur Ziegeleistraße. Das Langhauser Tief hat seinen Namen von diesem Hof erhalten.
Geschichte
Der Name "Großlanghaus" wird erstmalig im Jahr 1719 erwähnt, existierte jedoch bereits sehr viel früher. So wird in der Lebensgeschichte des Hayo Manninga beschrieben, dass dieser nach seiner Flucht aus den Niederlanden um 1580 im Großlanghaus eine Unterkunft gefunden haben soll, ehe er dorthin zurückzog.[1] Dessen Bau wird ihm aufgrund eines Vertrags mit der Landesherrschaft hatte bauen lassen, auch zugeschrieben.[2] Zu Ende des 16. Jahrhunderts wurde der Hof mitsamt Besitztümer, der zusammen mit dem Kleinlanghaus eine Einheit bildete, in die Adelsmatrikel aufgenommen, womit den Gütern die sogenannten "adeligen Rechte" erteilt wurden.[3]
1678 wird der Hof als "das Lange Haus mit Annexen" (Anbauten) erwähnt. 1787 folgt "das so genannte Lange-Haus" 1825 das "Groß- und Klein-Langehaus". Der Name bezieht sich auf sein auffallend langes Wirtschaftsgebäude. Im Jahr 1848 sollen hier 14 Personen gewohnt haben.[2]
1719 gehörte das Großlanghaus zu den größten Höfen der Westermarsch. Zu diesem Zeitpunkt gehörten 95 Diemat Ländereien auf dem Westermarscher Neuland und 64 Diemat im alten Westermarscher Neuland zum Hof. Um sich diese Dimensionen vor Augen zu führen, sei darauf verwiesen, dass die durchschnittliche Größe der Ländereien eines Hofes der Westermarsch nur etwa 15 Diemat betrug.[4]
1761 kommt es zu einem Brand auf dem Hof, der in dessen Folge wahrscheinlich stark beschädigt wurde.[4]
Im Jahre 1851 wurden die Komplexe an getrennte Parteien verkauft und wurden seitdem unabhängig voneinander. Bis heute wird der Hof aktiv bewirtschaftet.[5]
Einzelnachweise
- ↑ Feenstra, Hidde (2001): Manninga. In: Biographisches Lexikon für Ostfriesland, Aurich, S. 278–280
- ↑ 2,0 2,1 Gretje Schreiber, Die Höfe in der Westermarsch, in: Heim und Herd, Beilage Ostfriesischer Kurier 24. Oktober 2009, Nr. 10, S. 40 Nr. 28a+b
- ↑ Schreiber, Gretje (2009): Der roßdienstpflichtige bäuerlich-bürgerliche Stand und seine Vertreter im Norderland/Ostfriesland. Aurich, S. 123f.
- ↑ 4,0 4,1 *Beschreibung von Westermarsch I in der historischen Ortsdatenbank der Ostfriesischen Landschaft
- ↑ Beschreibung des Hofes auf Norden.de, abgerufen am 24. März 2021