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| Ekel ist ein Stadtviertel von Norden und Bestandteil der Kernstadt bzw. des [[Norden (Stadtteil) | Stadtteils Norden]]. Sein Name geht zurück auf die niederdeutsche Bezeichnung für "Eiche" bzw. "Eichengehölz". Im Mittelalter trug ein Wehrhaus in diesem Bereich diesen Namen und war fortan Namensgeber für die Umgebung. | | Ekel ist ein Stadtviertel von Norden und Bestandteil der Kernstadt bzw. des [[Norden (Stadtteil) | Stadtteils Norden]]. Sein Name geht zurück auf die niederdeutsche Bezeichnung für "Eiche" bzw. "Eichengehölz". Im Mittelalter trug ein Wehrhaus (auch [[Uldingaburg]] genannt) in diesem Bereich diesen Namen und war fortan Namensgeber für die Umgebung. |
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| Obgleich Ekel als geografische Bezeichnung und im täglichen Sprachgebrauch der Norder eine bedeutende Rolle spielt, war es nie ein fest definiertes Viertel, sondern hat nur vage Grenzen. | | Obgleich Ekel als geografische Bezeichnung und im täglichen Sprachgebrauch der Norder eine bedeutende Rolle spielt, war es nie ein fest definiertes Viertel, sondern hat nur vage Grenzen. |
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| == Geografie == | | == Geografie == |
| Da Ekel nie eine eigene Verwaltungseinheit war, sondern nur im Sprachgebrauch eine Bedeutung hatte, gibt es keine strenge Gebietsbegrenzung. Man kann beobachten, dass sich viele Neubaugebiete auf den Namen Ekel beziehen, die nicht auf dem Grund des historischen Gutsbezirks liegen (Östlicher Teil ''Ekeler Weg'', ''Ekeler Land''). Nach heutigem Verständnis wird der Stadtteil Ekel grob durch das [[Norder Tief]] im Südosten, die [[Bundesstraße 72]] im Nordosten und die das Stadtgebiet durchschneidende [[Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole]] im Südwesten begrenzt. Nordwestlich ist eine Abgrenzung schwieriger, die nächstgelegenen mittelalterlichen Wehrhäuser (von denen etwa 15 die Stadt wie ein Schutzring umgaben) waren das Haus Barenbusch und das Haus Wirde, sodass man den markant dem Geestrücken folgenden sehr alten Straßenzug ''Ekeler Gaste'' als Begrenzung heranziehen könnte.
| | Ekel liegt im Osten von Norden und gilt im Allgemeinen als gutbürgerliches Viertel. Die Immobilienpreise sind nach Norddeich die höchsten der Stadt und die Lage sehr begehrt. |
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| Eine nicht unwesentliche Rolle bei der Grenzfrage im Bewusstsein der Bevölkerung spielt das Einzugsgebiet der Ekeler Grundschule, das sogar noch über das genannte Gebiet hinausreicht.
| | Geografisch lässt sich Ekel grob in etwa wie folgt umgrenzen: Im Nordosten durch die [[Bundesstraße 72]], im Südosten durch das [[Norder Tief]] und im Südwesten durch die Bahnstrecke gen [[Norddeich-Mole]]. Nordwestlich lässt sich eine Grenze noch schwerer als ohnehin definieren. Je nach Auslegung kann hier zum einen die markant dem Geestrücken folgende Straße [[Ekeler Gaste]] angesetzt werden. Zum anderen lässt sich der Barenbuscher Weg als Grenze heranziehen, wobei dieser sich strenggenommen mehr im Bereich [[Ostlintel]] befindet und historisch auch [[Linteler Weg]] hieß. Allerdings werden die dort befindlichen Straßen und Siedlungen in der Regel Ekel zugerechnet, weshalb der Barenbuscher Weg eher als Grenze heranzuziehen wäre als die Ekeler Gaste. |
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| == Geschichte ==
| | Relativ einfach ist die westliche Abgrenzung. Auch hier bietet die Bahnstrecke eine grobe Orientierung, jedoch verläuft die Grenze hinter (in Richtung Stadt betrachtet) dem Bahnübergang Schulstraße / Große Mühlenstraße / Rosenweg. Am Bahnübergang Osterstraße / Im Horst befand sich die Grenze hinter (ebenfalls in Richtung Stadt betrachtet) diesem in Höhe des [[Teltingskamp | Teltingskamps]]. |
| Im Mittelalter gruppierten sich um die Stadt Norden einzelne Turmhäuser verschiedener Häuptlingsgeschlechter als eine Art Sicherung des [[Gemeinwesen]]s, da es eine Stadtmauer oder -befestigung nie gegeben hatte. In nordöstlicher Richtung, dem eiszeitlichen [[Geestrücken]] folgend, entstand so auch ein Backsteinhaus, das vermutlich schon den Namen Ekel oder Eckel trug und Sitz der adligen Familie Uldinga war. Es führte von dort eine Straße bis zum Norder Marktplatz, auf alten Karten, je nach Sichtweise, ''Weg von Norden'' oder ''Ekeler Weg'' genannt (heute die Achse Ekeler Weg – Schulstraße). Mit der Zeit siedelten sich Bauern und Handwerker an und es entstand ein kleiner Ort an der Peripherie Nordens. | |
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| Ekel wurde Teil der selbständigen Norder Landgemeinde [[Sandbauerschaft]], die mit ihren zahlreichen Höfen bis zu ihrer Eingemeindung 1919 ringförmig das Altstadtgebiet umgab. Im Zuge des stetigen Bevölkerungswachstums mussten diese Ländereien im 20. Jahrhundert nach und nach Wohngebieten weichen, nur wenige einzelne Bauernhäuser sind heute noch im Ortsbild auszumachen.
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| Zunächst ging die Gemeinde Sandbauerschaft als Stadtteil von Norden auf, was mit dem Vorteil der Straßenbefestigung und Elektrifizierung einherging, aber auch den Verlust des Selbstbestimmungsrechts zur Folge hatte. Nach der allgemeinen Gemeindereform ist Ekel heute auch kein Stadtteil mehr, sondern gehört unmittelbar zur Norder Innenstadt.
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| Die Eisenbahnlinie, die ab 1893 bis nach Norden reichte, verläuft noch heute bogenförmig um die historische Stadtgemeinde herum, alle Schienenwege und historischen Bahnhöfe (Bargebur, Osterstraße, Mühlenstraße) befanden sich auf Gebiet der Umlandgemeinden, größtenteils Sandbauerschaft und Lintelermarsch. Der Haltepunkt an der Kreuzung der Mühlen- und der Schulstraße lag dabei auf dem Land des vormaligen Guts Ekel.
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| == Gebäude == | | == Gebäude == |