Soltau Kurier Norden: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Soltau Kurier Norden''' ist eine Norder Druckerei und unter anderem Herausgeber des [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kuriers]]. Die Firma hat ihren Sitz seit 1982 in der [[Stellmacherstraße]] im [[Leegemoor|Gewerbegebiet Leegemoor]].<ref>[https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021</ref>
Der '''Soltau Kurier Norden''' ist eine Norder Druckerei und unter anderem Herausgeber des [[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kuriers]]. Die Firma hat ihren Sitz seit 1982 in der [[Stellmacherstraße]] im [[Leegemoor|Gewerbegebiet Leegemoor]].
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==Geschichte==
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2008 bis 2009 wird am Standort Emden bei der Ostfriesischen Presse Druck eine Halle angebaut und eine neue MAN-Euroman-Rotation für 48 Seiten Din A4 im Heat-Set-Verfahren aufgestellt.
2008 bis 2009 wird am Standort Emden bei der Ostfriesischen Presse Druck eine Halle angebaut und eine neue MAN-Euroman-Rotation für 48 Seiten Din A4 im Heat-Set-Verfahren aufgestellt.


==Einzelnachweise==
==Quellenverzeichnis==
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* [https://ostfriesischer-kurier.de/ Internetseite des Soltau Kurier Norden], abgerufen am 12. März 2021


==Siehe auch==
==Siehe auch==

Version vom 23. März 2021, 16:04 Uhr

Soltau Kurier Norden

Basisdaten
Gründung 1861
Auflösung -
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
Hauptsitz Stellmacherstraße 14

26506 Norden

Der Soltau Kurier Norden ist eine Norder Druckerei und unter anderem Herausgeber des Ostfriesischen Kuriers. Die Firma hat ihren Sitz seit 1982 in der Stellmacherstraße im Gewerbegebiet Leegemoor.

Geschichte

Diedrich Gerhard Soltau gründete die Druckerei am 1861. Am 2. Juli 1867 wurde die erste Ausgabe des Kuriers herausgebracht. Der erste Unternehmenssitz befand sich am Am Markt 21 (heute Apotheke).

1904 ersetzt der SKN die Dampfmaschine für den Antrieb der Schnellpresse durch einen Gasmotor. Drei Jahre später wird die erste Setzmaschine "Typograph" aufgestellt.

Gegen Ende des Ersten Weltkriegs kommt es 1918 zu einem Papiermangel. Die Firma bringt daher eine "Notzeitung" im halben Format für die Nummern zwei bis fünf heraus.

Im Jahr 1922 teilen die Söhne des Gründers das Unternehmen in die Firmen Otto G. Soltau und Heinrich Soltau. Während Heinrich weiterhin den Kurier herausbringt, kümmert sich Otto um die "Norderneyer Badezeitung". 1925 tritt der Enkel des Gründers, Diedrich Soltau, als Schriftleiter in den Verlag ein.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges darf der Kurier, wie die gesamte unter den Nationalsozialisten gleichgeschaltete deutsche Presse, nicht mehr erscheinen. Nur von den Besatzungsmächten gestattete Lizenzzeitungen sind (vorübergehend) erlaubt.

Heinrich Soltau stirbt im August 1949. Nur kurz erlebt er die im Mai 1949 durch Erlass des Grundgesetzes wiedererlangte Pressefreiheit, dank der der Kurier wieder in gewohnter Weise erscheinen kann.

1950 erwirbt der SKN mit den Verlagen in Emden, Aurich und Rhauderfehn von der Oldenburger "Nordwest-Zeitung" deren Lizenzausgabe für den Regierungsbezirk Aurich, die "Ostfriesen-Zeitung" mit Sitz in Leer.

Diedrich Gerhard Soltau verstirbt 1953 nach längerer Krankheit. Seine Frau Irmgard Soltau, geb. Lattmann, aus Goslar übernimmt die Verantwortung für den Verlag mit damals 64 Mitarbeitern. Nach dem Tod von Irmgard Soltau im Jahr 1973 übernehmen die älteste Tochter Ursula Basse-Soltau und der Verlagsleiter Heinrich Siever die Unternehmensführung. Siever verlässt den "Ostfriesischern Kurier" 1976 und wird Geschäftsführer bei der "Ostfriesen-Zeitung" in Leer.

Die Kündigung des Lohndrucks der "Emder Zeitung" stürzt die Firma 1979 bis 1982 in eine Existenzkrise. Seitdem 1945 durch die Bombardierung Emdens die dortige Zeitungsdruckerei vernichtet worden war, hatte sich der Norder Verlag vollständig darauf ausgerichtet, Zeitungen herzustellen. Rund ein Drittel der 100 Norder Mitarbeiter war 1979 mit dem Emder Lohnauftrag beschäftigt. Im Juni 1981 wird die letzte "Emder Zeitung" in Norden gedruckt.

Am 1. November 1981 tritt Christian Basse als Mitglied der fünften Generation in die Geschäftsführung der Firma ein. Im Dezember 1981 verkauft der Verlag seine Immobilien in der Norder Innenstadt und baut 1982 ein modernes Druck- und Verlagshaus im Industriegebiet Leegemoor im Süden der Stadt. Mit neuer Unternehmensausrichtung und mit zusätzlichen Maschinen wird hier neben der Zeitungsproduktion vor allem der mehrfarbige Illustrationsdruck in großem Umfang aufgenommen. Das überregionale Marketing findet jetzt von Norden aus, unter dem Logo Soltau-Kurier-Norden und der neuen Firmierung "SKN Druck und Verlag GmbH & Co. (SKN)", statt.

1985 wird die "Ostfriesische Presse Druck GmbH" (kurz: ODP) unter Beteiligung von SKN gegründet. Die Druckerei der Emder Zeitung wird von der OPD GmbH übernommen und ausgebaut. Der Chefrotationsdrucker des "Ostfriesischen Kuriers" und seine Kollegen übernehmen neue Arbeitsplätze in Emden und drucken unter anderem wieder die "Emder Zeitung".

Am 5. Dezember 1991 wird von SKN und der Oldenburger Druckerei Hugo Prull die Industriedruck Norden GmbH & Co. (IDN) gegründet. 1992 nimmt in einer neuen Halle eine 16-Seiten-Rollenoffsetanlage vom Typ MAN Polyman die Produktion auf. Ein Jahr später erweitert die Firma ihren Druckvorstufenbereich um eine elektronische Bildverarbeitung (EBV) mit einem Linotype-Hell-Scanner.

1997 wird beim Industriedruck Norden eine zweite 16-Seiten-Rollenoffsetmaschine vom Typ Heidelberg Harris M 600 aufgestellt.

Zwischen 1999 und 2005 wird die Druckerei der Ostfriesischen Presse Druck GmbH in Emden erneut ausgebaut. Eine MAN-Uniset-S70-Rotation für 32 Seiten Zeitungsformat bzw. 2 x 32 Seiten DIN-A4-Format im Heat-Set und Cold-Set wird aufgestellt. Eine CTP-Vorstufe von Creo und eine Weiterverarbeitung von Ferrag vor und hinter der Druckmaschine vervollständigen das Investitionsvorhaben. Der technische Umbruch von bisher analoger Filmbelichtung zur digitalen Druckvorstufe ist einschneidend. Während noch 1999 über Film analog 60.000 Druckplatten belichtet werden, sinkt der Anteil der analogen Druckplattenbelichtung in 2001 auf nur noch 10 Prozent aller Druckplatten. Alle Mitarbeiter in den Montageabteilungen werden umgeschult, um jetzt die Seiten digital über den Computer zu umbrechen. Die Druckplatten werden nach vorgespeicherten Ausschießschemas automatisch bebildert. Die Arbeit im Stehen an groß dimensionierten A1-Montagetischen gehört der Vergangenheit an. Das bisher größtes Investitionsvorhaben in der Geschichte der Firma mit 25 Millionen DM wird am Standort Emden in zwei Jahren durchgeführt.

Im Januar 2000 wird mit dem Rammen von 500 Gründungspfählen mit einer durchschnittlichen Länge von 22 Metern das Bauvorhaben begonnen.

Am 28. Mai 2001 wird das erste Mal eine Ausgabe des "Ostfriesischen Kuriers" durchgängig in 4C-Euroskala gedruckt. Die neue Rotation ist aber in erster Linie für den Druck von Werbedrucksachen prädestiniert. Zeitungsbeilagen, Zeitschriften und Kataloge sind die Hauptproduktionen, die fortan bei der OPD hergestellt werden.

2003 wird die Uniset-Reotation mit einem weiteren Trockner und zusätzlichen Meß- und Regeleinrichtungen versehen für einen Heat-Set-Druck von 64-Seiten in einm Druckvorgang.

2004 steigt Charlotte Basse in die Geschäftsführung ein.

Im Jahr 2005 übernimmt SKN bei der Ostfriesischen Presse Druck GmbH in Emden Gesellschaftsanteile von der Fa. Dunkmann in Aurich. Die Firma ist nun alleiniger Gesellschafter der OPD.

2006 verlegte SKN erstmals ein Regionales Telefonbuch für den Altkreis Norden. Danach wird das Telefonbuchgeschäft ausgeweitet auf Ostfriesland, Oldenburg und das Emsland.

2007 kauft SKN bei der Industriedruck Norden GmbH & Co. KG die Gesellschafteranteile von Prull-Druck Oldenburg. SKN ist damit alleiniger Gesellschafter der Industriedruck Norden. Im Zuge eines Kartellentflechtungsverfahrens wird die Überkreuzbeteiligung zwischen der Nordwest Zeitung, Oldenburg, und dem Ostfriesischen Kurier, Norden, wieder aufgelöst. Im selben Jahr steigt Victoria Basse in die Geschäftsführung ein.

2008 bis 2009 wird am Standort Emden bei der Ostfriesischen Presse Druck eine Halle angebaut und eine neue MAN-Euroman-Rotation für 48 Seiten Din A4 im Heat-Set-Verfahren aufgestellt.

Quellenverzeichnis

Siehe auch