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1795 kam das Gebäude an die Mennonitengemeinde, die es – in Ermangelung eigener Körperschaftsrechte – über den aus Neustadtgödens gebürtigen Norder Kaufmann [[Doede Lübberts Cremer]] erwarb.<ref>Clemens, Michael (2006): Eine Gemeinschaft mit Tradition, in: Ostfriesischer Kurier vom 17. Juni 2006, S. 33</ref> Dieser verschwägerte sich später durch Heirat seiner [[Antje ten Doornkaat Koolman (1778)|Tochter Antje]] mit dem mennonitischen [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman]].<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I10505&ged=familie_herlyn.ged Stammbaum der Familie Herlyn], abgerufen am 22. März 2021</ref> Bereits vor dem Bau der Kirche besaß die Gemeinde ein eigenes Gebeteshaus (Vermaning). Im 18. Jahrhundert spaltete sich die Gemeinde in eine flämische und waterländische Gemeinde. Im April 1780 kam es schließlich zur Wiedervereinigung beider Norder Gemeinden. Bereits zuvor hatte sich die Mennonitengemeinde in der Krummhörn der flämischen Gemeinde angeschlossen.<ref>[https://www.mennoniten.de/gemeinden/vereinigung/norden/ Vorstellung der Mennonitengemeinde], abgerufen am 23. März 2021</ref>
1795 kam das Gebäude an die Mennonitengemeinde, die es – in Ermangelung eigener Körperschaftsrechte – über den aus Neustadtgödens gebürtigen Norder Kaufmann [[Doede Lübberts Cremer]] erwarb.<ref>Clemens, Michael (2006): Eine Gemeinschaft mit Tradition, in: Ostfriesischer Kurier vom 17. Juni 2006, S. 33</ref> Dieser verschwägerte sich später durch Heirat seiner [[Antje ten Doornkaat Koolman (1778)|Tochter Antje]] mit dem mennonitischen [[Jan ten Doornkaat Koolman (1773)|Jan ten Doornkaat Koolman]].<ref>[http://www.familie-herlyn.de/webtrees/individual.php?pid=I10505&ged=familie_herlyn.ged Stammbaum der Familie Herlyn], abgerufen am 22. März 2021</ref> Bereits vor dem Bau der Kirche besaß die Gemeinde ein eigenes Gebeteshaus (Vermaning). Im 18. Jahrhundert spaltete sich die Gemeinde in eine flämische und waterländische Gemeinde. Im April 1780 kam es schließlich zur Wiedervereinigung beider Norder Gemeinden. Bereits zuvor hatte sich die Mennonitengemeinde in der Krummhörn der flämischen Gemeinde angeschlossen.<ref>[https://www.mennoniten.de/gemeinden/vereinigung/norden/ Vorstellung der Mennonitengemeinde], abgerufen am 23. März 2021</ref>


Im Inneren des Hauses wurden anschließend umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt. Im linken Teil des Gebäudes entfernte man die Zwischendecke, sodass ein zweistöckiger Kirchsaal für rund 150 Personen entstehen konnte. Die Innenarchitektur ist - einzigartig unter den deutschen Mennonitenkirchen - vom Stile des Rokoko geprägt. Einen besonderen Blickfang bildet – abgesehen von Kanzel und Abendmahlstisch – der Deckenschmuck, ein Schablonengemälde aus dem Jahr 1900.
Im Inneren des Hauses wurden anschließend umfangreiche Umbauarbeiten durchgeführt, die bis 1797 andauerten.<ref>Bericht der Ostfriesen Zeitung, Ausgabe vom 6. März 2008, S. 21</ref> Im linken Teil des Gebäudes entfernte man die Zwischendecke, sodass ein zweistöckiger Kirchsaal für rund 150 Personen entstehen konnte. Die Innenarchitektur ist - einzigartig unter den deutschen Mennonitenkirchen - vom Stile des Rokoko geprägt. Einen besonderen Blickfang bildet – abgesehen von Kanzel und Abendmahlstisch – der Deckenschmuck, ein Schablonengemälde aus dem Jahr 1900.


Die marktseitige Fassade zieren so genannte Fruchtgehänge. Die Gebäude rechts und links des Haupthauses wurden erst später erworben und in der Fassadengestaltung dem Hauptgebäude angepasst. Auf dem Dach des Haupthauses befindet sich ein kleiner Kirchturm, der jedoch kein Geläut besitzt.
Die marktseitige Fassade zieren so genannte Fruchtgehänge. Die Gebäude rechts und links des Haupthauses wurden erst später erworben und in der Fassadengestaltung dem Hauptgebäude angepasst. Auf dem Dach des Haupthauses befindet sich ein kleiner Kirchturm, der jedoch kein Geläut besitzt.