Armenplatz: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Armenplatz''' (auch "Gasthaus Armenplatz" bzw. "Armenplaats" genannt) war ein Hof, der ursprünglich ein Vorwerk des Norder [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] war. Nach der Säkularisierung (Verweltlichung; Auflösung) im Jahr 1527 gelangte das Gehöft in den Besitz des Nachfolgers des Klosters, dem sogenannten [[Gasthaus]], das sich vor allem der Armenfürsorge widmete und darum auch "Norder Armenanstalt" genannt wurde. | Der '''Armenplatz''' (auch "Gasthaus Armenplatz" bzw. "Armenplaats" genannt) war ein Hof, der ursprünglich ein Vorwerk des Norder [[Kloster Marienthal|Klosters Marienthal]] war. Nach der Säkularisierung (Verweltlichung; Auflösung) im Jahr 1527 gelangte das Gehöft in den Besitz des Nachfolgers des Klosters, dem sogenannten [[Gasthaus]], das sich vor allem der Armenfürsorge widmete und darum auch "Norder Armenanstalt" genannt wurde. | ||
Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 Diemat, was etwa 306.000 qm entspricht. Um 1880 gelangte der Hof in Privatbesitz und besteht bis heute in einem weitestgehend ursprünglichen Zustand.<ref>Schreiber, Gretje (2008): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage des Ostfriesischen Kurier, Nr. 11, S. 42</ref> | Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 Diemat, was etwa 306.000 qm entspricht. Um 1880 gelangte der Hof in Privatbesitz und besteht bis heute in einem weitestgehend ursprünglichen Zustand.<ref>Schreiber, Gretje (2008): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage des Ostfriesischen Kurier, Nr. 11, S. 42</ref> Das umliegende Land hieß [[Armenland]]. | ||
An den Hof erinnert heute noch der Straßenname "Am Armenplatz", wobei der Wortbestand "Platz" von "Plaats" kommt, was wiederum ein niederdeutscher Begriff für "Bauernhof" ist. Der Hof fällt postalisch jedoch nicht mehr unter diese Anschrift, sondern ist über den [[Kolkpadd]] zu erreichen. | An den Hof erinnert heute noch der Straßenname "Am Armenplatz", wobei der Wortbestand "Platz" von "Plaats" kommt, was wiederum ein niederdeutscher Begriff für "Bauernhof" ist. Der Hof fällt postalisch jedoch nicht mehr unter diese Anschrift, sondern ist über den [[Kolkpadd]] zu erreichen. | ||
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Version vom 29. März 2021, 14:41 Uhr
Armenplatz | ||||||||
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| Basisdaten | ||||||||
| Entstehungszeit | 16. Jahrhundert | |||||||
| Erbauer | unbekannt | |||||||
| Bauweise | Gulfhof | |||||||
| Erhaltungszustand | erhalten | |||||||
| Genaue Lage | Kolkpadd 1
26506 Norden | |||||||
Der Armenplatz (auch "Gasthaus Armenplatz" bzw. "Armenplaats" genannt) war ein Hof, der ursprünglich ein Vorwerk des Norder Klosters Marienthal war. Nach der Säkularisierung (Verweltlichung; Auflösung) im Jahr 1527 gelangte das Gehöft in den Besitz des Nachfolgers des Klosters, dem sogenannten Gasthaus, das sich vor allem der Armenfürsorge widmete und darum auch "Norder Armenanstalt" genannt wurde.
Zum Hof gehörte ein Grundbesitz von etwa 53,75 Diemat, was etwa 306.000 qm entspricht. Um 1880 gelangte der Hof in Privatbesitz und besteht bis heute in einem weitestgehend ursprünglichen Zustand.[1] Das umliegende Land hieß Armenland.
An den Hof erinnert heute noch der Straßenname "Am Armenplatz", wobei der Wortbestand "Platz" von "Plaats" kommt, was wiederum ein niederdeutscher Begriff für "Bauernhof" ist. Der Hof fällt postalisch jedoch nicht mehr unter diese Anschrift, sondern ist über den Kolkpadd zu erreichen.
Einzelnachweise
- ↑ Schreiber, Gretje (2008): Die Höfe in der Lintelermarsch, in: Heim und Herd, Beilage des Ostfriesischen Kurier, Nr. 11, S. 42