Martensdorf: Unterschied zwischen den Versionen
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Martensdorf ist eine [[Gemeindestraße]] in | '''Martensdorf''' ist eine [[Gemeindestraße]] in [[Westgaste]]. Die Straße grenzt nördlich an [[Im Spiet]] und südlich an die [[Alleestraße]]. Östlich geht die [[Scipio-Nellner-Straße]] ab. | ||
__TOC__ | __TOC__ | ||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
===Herkunft des Namens=== | ===Herkunft des Namens=== | ||
Der Straßenname entstammt einem Rufnamen (Marten). Denkbar ist aufgrund seiner kirchlichen Vergangenheit (siehe unten) jedoch auch eine Benennung nach dem heiligen Martin (Martini). Der Namensbestandteil | Der Straßenname entstammt einem Rufnamen (Marten). Denkbar ist aufgrund seiner kirchlichen Vergangenheit (siehe unten) jedoch auch eine Benennung nach dem heiligen Martin (Martini) oder einem Sprössling der [[Aldersna]]. Der Namensbestandteil ''Dorf'' verweist auf seine Gründungsform als Siedlung. | ||
===Entwicklung=== | ===Entwicklung=== | ||
Im 10. Jahrhundert ergriff der Bischof von Bremen | Im 10. Jahrhundert ergriff der Bischof von Bremen von diesem Gebiet Besitz und gründete hier als einen Stützpunkt eine Siedlung, die Teil der [[Sandbauerschaft]] wurde und später in dessen Ortsteil [[Westgaste]] aufging, nachdem die Siedlung wüst fiel.<ref>Schreiber, Gretje (2011): Höfe in der Sandbauerschaft, Manuskript</ref> | ||
Für das Jahr 1848 sind 65 Einwohner belegt, die in 15 Wohnhäusern wohnten. Ein durchschnittlicher Haushalt umfasste folglich 4-5 Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Eine weitere Bebauung erfolgte erst ab 1958, da eine weitergehende Bebauung den Betrieb der anliegenden [[Westgaster Mühle]] behindert hätte.<ref>[https://www.westgaster-muehle.de/wordpress/teestubeessen/ Internetseite der Westgaster Mühle], abgerufen am 9. März 2021</ref> | Für das Jahr 1848 sind 65 Einwohner belegt, die in 15 Wohnhäusern wohnten. Ein durchschnittlicher Haushalt umfasste folglich 4-5 Personen.<ref>Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover von 1848</ref> Eine weitere Bebauung erfolgte erst ab 1958, da eine weitergehende Bebauung den Betrieb der anliegenden [[Westgaster Mühle]] behindert hätte.<ref>[https://www.westgaster-muehle.de/wordpress/teestubeessen/ Internetseite der Westgaster Mühle], abgerufen am 9. März 2021</ref> | ||
==Gebäude und Plätze== | ==Gebäude und Plätze== | ||
Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern, von denen es sich zum Großteil um Mehrfamilienhäuser handelt. | Die Straße besteht ausschließlich aus Wohnhäusern, von denen es sich zum Großteil um Mehrfamilienhäuser handelt. Zwischen Martensdorf und dem [[Funkweg]] befand sich während der französischen Besatzungszeit Ostfrieslands (1810 - 1813) ein Lager französischer Husaren, weshalb der Bereich dort auch [[Husarenstück|''Husarenstück'']] genannt wird. Hier befand sich zudem einst die Empfangsstelle von [[Norddeich Radio]]. | ||
Zwischen Martensdorf und dem [[Funkweg]] befand sich während der französischen Besatzungszeit Ostfrieslands (1810-1813) ein Lager französischer Husaren, weshalb der Bereich dort auch [[Husarenstück]] genannt wird. Hier befand sich einst | |||
==Einzelnachweise== | ==Einzelnachweise== | ||