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Gegen Ende des 19. Jahrhunderts produzierte die Eisenhütte vor allem Ofentüren, Wärmeröhrentüren und Vorstellplatten, um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen. Seinerzeit wurde vor allem das wesentlich erschwinglichere und leicht verfügbare, aber auch weniger effizientere Torf verheizt. Für den Bau des Denkmals zu Ehren der aus Osteel stammenden Astronomen David und Johann Fabricius auf dem Friedhof der Osteeler Kirche fertigte die Eisenhütte eine eiserne Umzäunung. Zu dieser Zeit und bis ins 20. Jahrhundert hinein soll der Betrieb rund 200 Beschäftigte gehabt haben.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts produzierte die Eisenhütte vor allem Ofentüren, Wärmeröhrentüren und Vorstellplatten, um offene Feuerstellen effizienter bzw. Ofenanlagen für langflammige Brennstoffe auch für den Kohlebrand tauglich zu machen. Seinerzeit wurde vor allem das wesentlich erschwinglichere und leicht verfügbare, aber auch weniger effizientere Torf verheizt. Für den Bau des Denkmals zu Ehren der aus Osteel stammenden Astronomen David und Johann Fabricius auf dem Friedhof der Osteeler Kirche fertigte die Eisenhütte eine eiserne Umzäunung. Zu dieser Zeit und bis ins 20. Jahrhundert hinein soll der Betrieb rund 200 Beschäftigte gehabt haben.


Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte das Werk erneut den Besitzer, als es von der Teefirma [[Onno Behrends]] erworben wurde. In einer Versteigerung übernahmen die Norder Senatoren [[Popke Fegter]] und [[Carl Stegmann]] sowie der Betriebsdirektor Landmann im Jahr 1927 die Eisenhütte. Um 1930 kam das Werk in den Alleinbesitz der Familie von Popke Fegter.
Nach dem Ersten Weltkrieg wechselte das Werk erneut den Besitzer, als es von der Teefirma [[Onno Behrends]] erworben wurde. In einer Versteigerung übernahmen die Norder Senatoren [[Popke Fegter]] und [[Carl Stegmann]] sowie der Betriebsdirektor Landmann im Jahr 1927 die Eisenhütte. Um 1930 kam das Werk in den Alleinbesitz der Familie von Popke Fegter, dieser wurde jedoch 1936 von den Nationalsozialisten enteignet.


Ab 1950 wurde in neue Maschinen investiert, um sich im nationalen und internationalen Preiskampf besser aufstellen zu können. Auch wurden Eisengussauftragsarbeiten für andere Firmen neben dem Tagesgeschäft abgewickelt und sogar Fensterrahmen aus Gusseisen gefertigt. Die Eisenhütte hatte feste Vertretungen in Hannover, Hamburg und Kiel. Sogar im Herrscherpalast des Schah von Persien (heute Iran) in der Hauptstadt Teheran soll ein Kachelofen der Norder Eisenhütte gestanden haben.
Ab 1950 wurde in neue Maschinen investiert, um sich im nationalen und internationalen Preiskampf besser aufstellen zu können. Auch wurden Eisengussauftragsarbeiten für andere Firmen neben dem Tagesgeschäft abgewickelt und sogar Fensterrahmen aus Gusseisen gefertigt. Die Eisenhütte hatte feste Vertretungen in Hannover, Hamburg und Kiel. Sogar im Herrscherpalast des Schah von Persien (heute Iran) in der Hauptstadt Teheran soll ein Kachelofen der Norder Eisenhütte gestanden haben.