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==Geschichte==
==Geschichte==
Der Schiffsbau ist für Norden seit spätestens 1772 nachgewiesen und wurde auch ab 1800 am [[Norder Hafen]] betrieben. In diesem Jahr gründete die Schiffsbauerfamilie Pauls dort eine Werft, die noch vor 1900 von der Familie Heryln übernommen und fortbetrieben wurde. Im Zuge der abnehmenden Bedeutung des Norder Hafens nach Fertigstellung des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahr 1929 sank auch die Bedeutung der Werft. In den 1960er Jahren entschied sich die Geschäftsführung daher dazu, die Werft in das aufstrebende [[Norddeich]] zu verlegen.<ref name=":0">Wiechers, Karl-Heinz (1984): ...und fuhren weit übers Meer, Norden, Bd. I-III, hier Bd. 1, S. 50f.</ref> Das Gebäude wurde daraufhin an den Tischler [[Gerhard Schulz]] verkauft, der im [[Neue Heimat|Sanierungsgebiet]] an der [[Sielstraße]] seine Wohn- und Betriebsstätte hatte, die er in dessen Folge aufgeben musste. So erwarb er im Jahre 1969 das alte Werftgelände, das er fortan zum einen bewohnte und zum anderen an den [[Norder Ruderclub]] verpachtete, dessen Bootswart er war.<ref>[http://norder-ruderclub.de/chronik/ Chronik des Norder Ruderclubs], abgerufen am 1. März 2021</ref>
Der Schiffsbau ist für Norden seit spätestens 1769 nachgewiesen und wurde auch ab 1800 am [[Norder Hafen]] betrieben.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 78</ref> In diesem Jahr gründete Schiffsbauer [[Ede Hinrichs Pauls]] dort eine Werft, die noch vor 1900 von der Familie Heryln übernommen und fortbetrieben wurde. Im Zuge der abnehmenden Bedeutung des Norder Hafens nach Fertigstellung des [[Leybuchtsiel|Leybuchtsiels]] im Jahr 1929 sank auch die Bedeutung der Werft. In den 1960er Jahren entschied sich die Geschäftsführung daher dazu, die Werft in das aufstrebende [[Norddeich]] zu verlegen.<ref name=":0">Wiechers, Karl-Heinz (1984): ...und fuhren weit übers Meer, Norden, Bd. I-III, hier Bd. 1, S. 50f.</ref> Das Gebäude wurde daraufhin an den Tischler [[Gerhard Schulz]] verkauft, der im [[Neue Heimat|Sanierungsgebiet]] an der [[Sielstraße]] seine Wohn- und Betriebsstätte hatte, die er in dessen Folge aufgeben musste. So erwarb er im Jahre 1969 das alte Werftgelände, das er fortan zum einen bewohnte und zum anderen an den [[Norder Ruderclub]] verpachtete, dessen Bootswart er war.<ref>[http://norder-ruderclub.de/chronik/ Chronik des Norder Ruderclubs], abgerufen am 1. März 2021</ref>


Das Gebäude wurde nach dem Verkauf seit den 1970er Jahren vollkommen verändert, sodass sein historischer Charakter weitestgehend verloren ging. Erst um 2000 begann man mit Restaurationsarbeiten, vermutlich beeindruckt durch jene am [[Altes Zollhaus|Alten Zollhaus]].<ref name=":1" />
Das Gebäude wurde nach dem Verkauf seit den 1970er Jahren vollkommen verändert, sodass sein historischer Charakter weitestgehend verloren ging. Erst um 2000 begann man mit Restaurationsarbeiten, vermutlich beeindruckt durch jene am [[Altes Zollhaus|Alten Zollhaus]].<ref name=":1" />