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Die Fluten führten jedoch auch dazu, dass Norden, welches auf einer erhöhten Geestinsel liegt und daher weitestgehend verschont blieb, nun über einen direkten Zugang zum Meer verfügte. Brachten die Fluten noch so viel Unheil mit sich, wussten die Norder die neuen Umstände zu ihrem Vorteil zu Nutzen und errichteten um 1570 einen Seehafen an der südlichen Stadtgrenze. Schon bald verlieh der Landesherr der Stadt eine eigene Handelsflagge, unter die die Schiffe andere Häfen ansteuerten. Vor allem Seehäfen in der Nord- und Ostsee wurden angefahren. Zwar stand die Norder Handesflotte der Emdens stets nach, doch bescherte sie der Stadt lange Zeit eine wirtschaftliche Blüte.
Die Fluten führten jedoch auch dazu, dass Norden, welches auf einer erhöhten Geestinsel liegt und daher weitestgehend verschont blieb, nun über einen direkten Zugang zum Meer verfügte. Brachten die Fluten noch so viel Unheil mit sich, wussten die Norder die neuen Umstände zu ihrem Vorteil zu Nutzen und errichteten um 1570 einen Seehafen an der südlichen Stadtgrenze. Schon bald verlieh der Landesherr der Stadt eine eigene Handelsflagge, unter die die Schiffe andere Häfen ansteuerten. Vor allem Seehäfen in der Nord- und Ostsee wurden angefahren. Zwar stand die Norder Handesflotte der Emdens stets nach, doch bescherte sie der Stadt lange Zeit eine wirtschaftliche Blüte.


Der Norder Hafen wurde auf beiden Seiten mit Deichen geschützt. Auf dem Deich entlang des heutigen Straßenzuges [[Am Norder Tief]] wurden Bahnschienen zum Transport von Waren erbaut. Vermutlich führten diese Schienen bis zur westlich gelegenen [[Ziegelei (Vierzig Diemat)|Ziegelei]]. Auch wurde an diesem Deich die überregional bekannte [[Schiffswert Heryln]] gegründet. Im alten Werftgebäude befindet sich heute der [[Norder Ruderclub]]. An die alten Deichlinien erinnert heute noch der Name "[[Deichmühle]]". Auch die [[Raiffeisenstraße]] hieß noch bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts "Deichweg". Nach Norden hin reichte der Deich bis an das südliche Ende der [[Sielstraße]], wo sich heute der Wendehammer und die alte Gaststätte [[Kehre wieder]] befindet.
Der Norder Hafen wurde auf beiden Seiten mit Deichen geschützt. Auf dem Deich entlang des heutigen Straßenzuges [[Am Norder Tief]] wurden Bahnschienen zum Transport von Waren erbaut. Vermutlich führten diese Schienen bis zur westlich gelegenen [[Ziegelei (Vierzig Diemat)|Ziegelei]]. Auch wurde an diesem Deich die überregional bekannte [[Schiffswerft Herlyn]] gegründet. Im alten Werftgebäude befindet sich heute der [[Norder Ruderclub]]. An die alten Deichlinien erinnert heute noch der Name "[[Deichmühle]]". Auch die [[Raiffeisenstraße]] hieß noch bis etwa Mitte des 20. Jahrhunderts "Deichweg". Nach Norden hin reichte der Deich bis an das südliche Ende der [[Sielstraße]], wo sich heute der Wendehammer und die alte Gaststätte [[Kehre wieder]] befindet.


Ebenfalls enstand hier das sogenannte "Dörenhuus", in dem zunächst die Toren für die Norder Siele gelagert wurden. Später wurde dieses Gebäude als Obdachlosenunterkunft genutzt und erst nach 1933 zur Hafenmeisterdienstwohnung umgebaut. Heute hat hier der [[Wassersportverein]] seinen Sitz.
Ebenfalls enstand hier das sogenannte "Dörenhuus", in dem zunächst die Toren für die Norder Siele gelagert wurden. Später wurde dieses Gebäude als Obdachlosenunterkunft genutzt und erst nach 1933 zur Hafenmeisterdienstwohnung umgebaut. Heute hat hier der [[Wassersportverein]] seinen Sitz.