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Die '''Uldingaburg''' (auch "(Ekeler) Torenhus" bzw. "(Ekeler) Torenhues"; zu deutsch: "Ekeler Turmhaus") war ein burgähnliches Gebäude, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Schulstraße]] und [[An der Gartenallee]] befunden hat. Es war Hautgebäude vom "Gut Ekel" zu dem auch das heute noch erhaltene, um 1600 erbaute und 1605 erstmals erwähnte [[Ekeler Vorwerk]] gehörte. Dieses war das Schatthaus (Schatzhaus) der Burg. Vom Baustil her erinnerte die Uldingaburg an das [[Altes Rathaus | Alte Rathaus]] von Norden.
Die '''Uldingaburg''' (auch "(Ekeler) Torenhus" bzw. "(Ekeler) Torenhues"; zu deutsch: "Ekeler Turmhaus") war ein burgähnliches Gebäude, die sich im Winkel der heutigen Straßenzüge [[Schulstraße]] und [[An der Gartenallee]] befunden hat. Es war Hautgebäude vom "Gut Ekel" zu dem auch das heute noch erhaltene, um 1600 erbaute und 1605 erstmals erwähnte [[Ekeler Vorwerk]] gehörte. Dieses war das Schatthaus (Schatzhaus) der Burg. Vom Baustil her erinnerte die Uldingaburg an das [[Altes Rathaus |Alte Rathaus]] von Norden.


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Bener Uldinga, Sohn des ostfriesischen Landrichters Sibrand Edden und Amke Uldinga bestimmten in ihrem 1566 aufgesetzten Testament Albrecht von Jemgum und Höfling Eger Houwerda zu Up- und Wolthusen als Erben. Bei Eger Houwerda dürfte es sich also um einen Günstling gehandelt haben, der der Familie lange Jahre Dienste leistete und nach dem Ableben seiner Herren einen Anteil am Erbe erhielt. Die Burg an sich fiel jedoch an Albrecht von Jemgum, dessen Familie mit den Uldingas durch Heirat verbunden war.
Bener Uldinga, Sohn des ostfriesischen Landrichters Sibrand Edden und Amke Uldinga bestimmten in ihrem 1566 aufgesetzten Testament Albrecht von Jemgum und Höfling Eger Houwerda zu Up- und Wolthusen als Erben. Bei Eger Houwerda dürfte es sich also um einen Günstling gehandelt haben, der der Familie lange Jahre Dienste leistete und nach dem Ableben seiner Herren einen Anteil am Erbe erhielt. Die Burg an sich fiel jedoch an Albrecht von Jemgum, dessen Familie mit den Uldingas durch Heirat verbunden war.


Es folgen als Eigentümer Herschup Ewo von Jemgum, Herschup Albrecht von Jemgum, Junker Ewo von Jemgum, Mauritz zu Rautenstein, gräflicher Amtmann zu Varel und schließlich Arp von Wencken. Die Besitzer der Burg und Ländreien waren adelig frei, das bedeutet, dass sie Sonderprivilegien hatten und nur bei Freuden- oder Trauerfällen Hof- bzw. Ritterdienste am Hofe des Landesherren in Aurich zu leisten hatten. Dort mussten sie mit vier Pferden erscheinen.
Es folgen als Eigentümer Herschup Ewo von Jemgum, Herschup Albrecht von Jemgum, Junker Ewo von Jemgum, Mauritz zu Rautenstein, gräflicher Amtmann zu Varel und schließlich [[Arp Wencke]]. Die Besitzer der Burg und Ländreien waren adelig frei, das bedeutet, dass sie Sonderprivilegien hatten und nur bei Freuden- oder Trauerfällen Hof- bzw. Ritterdienste am Hofe des Landesherren in Aurich zu leisten hatten. Dort mussten sie mit vier Pferden erscheinen.


Am 23. Februar 1662 verkauft Arp von Wencken das gesamte Gut Ekel mit allen Ländereien, Wiesen und Teichen, Haus, Scheunen und Gärten an Graf Edzard Ferdinand aus dem Geschlecht der [[Cirksena]]. Diesem gehörte auch das bis heute erhaltene [[Gräfliches Haus | Gräfliche Haus]] am [[Am Markt | Norder Marktplatz]]. Er behielt das Gut bis zum 25. Januar 1667, als er es seiner Gattin Anna Dorothea, Gräfin von Criechingen und Püttingen, als Brautgeschenk zur Hochzeit (Morgengabe) übereignete.
Am 23. Februar 1662 verkauft Arp von Wencken das gesamte Gut Ekel mit allen Ländereien, Wiesen und Teichen, Haus, Scheunen und Gärten an Graf Edzard Ferdinand aus dem Geschlecht der [[Cirksena]]. Diesem gehörte auch das bis heute erhaltene [[Gräfliches Haus |Gräfliche Haus]] am [[Am Markt |Norder Marktplatz]]. Er behielt das Gut bis zum 25. Januar 1667, als er es seiner Gattin Anna Dorothea, Gräfin von Criechingen und Püttingen, als Brautgeschenk zur Hochzeit (Morgengabe) übereignete. Kurze Zeit später stirbt er.


Nach dem Tod der Ehehleute erbt der gemeinsame Sohn Friedrich Ulrich das gesamte Gut. Nach dessen Tod fällt das Gut Ekel an Fürst Christian Eberhard aus dem Hause Cirksena. Ab diesem Zeitpunkt wird die Anlage auch "Fürstliches Jagdschloss" benannt. Der Fürst wird in Unterlagen vom 19. Februar 1707 als Eigentümer genannt.
Nach dem Tod der Ehehleute erbt der gemeinsame Sohn [[Friedrich Ulrich Cirksena|Friedrich Ulrich]] das gesamte Gut. Nach dessen Tod fällt das Gut Ekel an seinen Vetter [[Christian Eberhard Cirksena|Christian Eberhard]]. Ab diesem Zeitpunkt wird die Anlage auch "Fürstliches Jagdschloss" benannt. Der Fürst wird in Unterlagen vom 19. Februar 1707 als Eigentümer genannt. Nach Christian Eberhards Ableben erbt dessen Sohn und neuer Fürst Ostfrieslands, [[Georg Albrecht Cirksena|Georg Albrecht]], das Anwesen. Er veräußert es am 17. August 1711 an den Norder Ratsherrn [[Wichman Wilhelm Toden]].


Nach Christian Eberhards Ableben erbt dessen Sohn und neuer Fürst Ostfrieslands, Georg Albrecht, das Anwesen. Er veräußert es am 17. August 1711 an den Norder Ratsherrn Wichman Wilhelm Toden.
Als ein Notar namens Heilmann 1805 das Turmhaus erwirbt, steht im Vertrag, dass es dem Käufer frei stehe, das durch Einsturz bedrohte Haus, sobald er es will, abzubrechen. So kam es dann auch kurze Zeit später, je nach Quelle wird das Jahr 1805, 1806, 1816 oder 1830 als Abrissjahr angegeben. Am naheliegendsten erscheinen 1805 bzw. 1806, da ein derartiger Passus im Kaufvertrag wohl nicht enthalten wäre, wäre das Schloss nicht tatsächlich dem Einsturz nahe.


Als Notar Heilmann 1805 das Turmhaus erwirbt, steht im Vertrag, dass es dem Käufer frei stehe, das durch Einsturz bedrohte Haus, sobald er es will, abzubrechen. So kam es dann auch kurze Zeit später, je nach Quelle wird das Jahr 1805, 1806, 1816 oder 1830 als Abrissjahr angegeben. Am naheliegendsten erscheinen 1805 bzw. 1806, da ein derartiger Passus im Kaufvertrag wohl nicht enthalten wäre, wäre das Schloss nicht tatsächlich dem Einsturz nahe. Heute erinnert an die Burg und die Familie noch das [[Haus Uldinga]], ein Wohn- und Pflegeheim für Menschen mit geistigen bzw. körperlichen Beeinträchtigungen, das sich nördlich des einstigen Anwesens befindet.
Heute erinnert an die Burg und die Familie noch das [[Haus Uldinga]], ein Wohn- und Pflegeheim für Menschen mit geistigen bzw. körperlichen Beeinträchtigungen, das sich nördlich des einstigen Anwesens befindet.


==Nebengebäude und Ländereien==
==Nebengebäude und Ländereien==