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|Das '''[[Altes Rathaus|Alte Rathaus]]''' ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in unmittelbarer Nähe zum [[Am Markt|Norder Marktplatz]]. Bis 1884 diente es als städtisches Rathaus (daher der Name). Im selben Jahr erfolgte der Umzug der Stadtverwaltung in das [[Rathaus|Neue Rathaus]]. Längster Nutzer des Gebäudes ist die [[Theelacht]], seit 1922 hat hier auch der [[Heimatverein Norderland]] seinen Sitz, der einen Großteil der Räumlichkeiten als [[Heimat- und Teemuseum]] nutzt. Letztgenannter Begriff wird manchmal auch synonym für das Alte Rathaus verwendet.
|Das '''[[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasium Norden]]''' (kurz: ''UGN'') wurde im Jahr 1567 als [[Lateinschule]] gegründet und erstmalig 1631 zum ''Paedagogium illustre'' (Gymnasium) erhoben. Es ist eines der ältesten Gymnasien in Deutschland und das älteste in Ostfriesland. Namensgeber ist [[Ulrich II. Cirksena|Graf Ulrich II.]]
Weitere wichtige Einrichtungen in der jahrhundertelangen Geschichte waren das [[Stadtgericht Norden|Stadtgericht]] mit eigenem Gefängnis, die [[Lateinschule]] als Vorläufer des [[Ulrichsgymnasium|Ulrichsgymnasiums]] sowie weitere Behörden wie das Eich- und [[Finanzamt Norden|Finanzamt]], die hier zeitweise ansässig waren.
Die Schule wurde, wie auch der [[Fräuleinshof]], auf dem Grund des ehemaligen [[Kloster Norden|Dominikanerklosters]] errichtet, welches im Zuge der Reformation säkularisiert (verweltlicht) und aufgegeben wurde. Als ihr unmittelbarer Vorgänger kann die [[Lateinschule]], untergebracht im [[Altes Rathaus|Alten Rathaus]] angesehen werden, die bereits mindestens seit Anfang des 16. Jahrhunderts existierte.


Das Gebäude wurde zwischen 1539 und 1542 im Stile der Renaissance um den Kern seines im gotischen Stile gehaltenen Vorgängerbaus erbaut, welche 1531 bei der Plünderung und Brandschatzung der Stadt durch [[Balthasar von Esens]] schwer beschädigt wurde. Im Zuge dieser auch als [[Geldrische Fehde]] bekanntgewordenen Konflikts bezogen die geldrischen Söldner Balthasars im Alten Rathaus ihr Winterquartier und hielten sich von hier aus schadlos an Stadt, Land und Bevölkerung.
1529 machte [[Enno II. Cirksena|Graf Enno II.]] kurz nach seinem Regierungsantritt die Absicht bekannt, in Norden und in Emden eine Lateinschule zu errichten. Es dauerte allerdings noch weitere 30 Jahre bis Graf Edzard II. 1567 diese Pläne verwirklichte.
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