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Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] verpasste dem Unternehmen einen schweren Schlag, ein großer Teil der Belegschaft wurde zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Bierproduktion kam dadurch gänzlich zum Erliegen. Erst 1921 konnte man diese wieder aufnehmen, doch arbeitete die Brauerei längst nicht mehr rentabel. Ein Jahr später veräußerte man sie daher gewinnbringend für 1,675 Millionen Mark an die ''Bavaria Brauerei'' aus Altona (heute Stadtteil von Hamburg).<ref name=":0" /> Der Erlös wurde sogleich für dringend benötigte Investitionen in der Brennerei umgesetzt, welche bis zuletzt das ''Kerngeschäft'' der Familie Doornkaat bildete.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 93</ref>
Der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] verpasste dem Unternehmen einen schweren Schlag, ein großer Teil der Belegschaft wurde zum Kriegsdienst verpflichtet. Die Bierproduktion kam dadurch gänzlich zum Erliegen. Erst 1921 konnte man diese wieder aufnehmen, doch arbeitete die Brauerei längst nicht mehr rentabel. Ein Jahr später veräußerte man sie daher gewinnbringend für 1,675 Millionen Mark an die ''Bavaria Brauerei'' aus Altona (heute Stadtteil von Hamburg).<ref name=":0" /> Der Erlös wurde sogleich für dringend benötigte Investitionen in der Brennerei umgesetzt, welche bis zuletzt das ''Kerngeschäft'' der Familie Doornkaat bildete.<ref>Canzler, Gerhard (2002): Doornkaat. Eine Firmenchronik, Norden, S. 93</ref>


Ein Großteil der Bierproduktion in Norden wurde 1923 eingestellt, gänzlich zum Erliegen kam sie kurz nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].<ref name=":1" /><ref name=":2">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 51</ref> Der Brauerei-Schornstein wurde von der Wehrmacht am 19. April 1943 gesprengt, womit das endgültige Ende der Brauerei besiegelt wurde.<ref name=":2" /> Der Brauereibetrieb war zu dieser Zeit ohnehin kaum mehr möglich. Der genaue Grund ist nicht mehr bekannt. Denkbar ist, dass man eigenen [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] eine bessere Schusslinie ermöglichen wollte. Auch das Entfernen eines markanten Erkennungszeichens für feindliche Flieger ist denkbar, allerdings gab es noch weitere Schornsteine im Stadtgebiet, die dann ebenfalls hätten gesprengt werden müssen, wie beispielsweise jener der nahegelegenen [[Molkerei (Norden)|Molkerei]] oder der [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]].
Ein Großteil der Bierproduktion in Norden wurde 1923 eingestellt, gänzlich zum Erliegen kam sie kurz nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]].<ref name=":1" /><ref name=":2">Sanders, Adolf (1999): Norden - wie es früher war, Gudensberg, S. 51</ref> Der Brauerei-Schornstein wurde von der Wehrmacht am 19. April 1943 gesprengt, womit das endgültige Ende der Brauerei besiegelt wurde.<ref name=":2" /> Der Brauereibetrieb war zu dieser Zeit jedoch ohnehin kaum mehr möglich. Der genaue Grund, warum nur der Schornstein und nicht weitere markante Ziele im Stadtgebiet gesprengt wurden, ist nicht mehr bekannt. Denkbar ist, dass man eigenen [[Liste der Flakstellungen|Flakstellungen]] (z.B. jene auf dem benachbarten [[Wasserturm]]) eine bessere Schusslinie ermöglichen wollte. Auch das Entfernen eines markanten Erkennungszeichens für feindliche Flieger ist denkbar, allerdings gab es noch weitere Schornsteine im Stadtgebiet, die dann ebenfalls hätten gesprengt werden müssen, wie beispielsweise jener der nahegelegenen [[Molkerei (Norden)|Molkerei]] oder der [[Doornkaat|Brennerei Doornkaat]].


Die verbleibenden Überreste der Brauerei sowie die Arbeiterwohnungen am Funkweg verschwanden zwischen 1969 und 1970, wobei die zur Brauerei gehörende Villa sowie die ehemaligen Pferdestallungen als einziges erhalten blieben. Die Villa ist bis heute erhalten, die Stallungen wurden ungefähr Anfang der 1980er Jahre abgebrochen.<ref>Auskunft von Joke Kallikalis per facebook am 4. Dezember 2025</ref> Seitdem erinnert nur noch der Name ''Brauhausstraße'' an die alte Brauerei.
Die verbleibenden Überreste der Brauerei sowie die Arbeiterwohnungen am Funkweg verschwanden zwischen 1969 und 1970, wobei die zur Brauerei gehörende Villa sowie die ehemaligen Pferdestallungen als einziges erhalten blieben. Die Villa ist bis heute erhalten, die Stallungen wurden ungefähr Anfang der 1980er Jahre abgebrochen.<ref>Auskunft von Joke Kallikalis per facebook am 4. Dezember 2025</ref> Seitdem erinnert nur noch der Name ''Brauhausstraße'' an die alte Brauerei.