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So kam es, dass der frisch gewählte Bürgermeister [[Johannes König|Johannes Adalbert König]] Augenzeuge des Brandes der [[Frisamühle]] am 13. August 1886 wurde. Die Mühle lag damals an den südlichen Stadtgrenzen und fiel den Flammen zum Opfer, da das chaotische Feuerlöschwesen - wenn man es denn als solches bezeichnen möchte - dazu führte, dass die Löschmaßnahmen kaum Wirkung zeigten. Dies zum Anlass nehmend stellte König innerhalb kürzester Zeit eine Freiwillige Feuerwehr mit 300 Mann auf, die ihren Dienst noch im selben Jahr vollständig eingekleidet aufnahmen. Die Mitglieder stammten praktisch ausschließlich aus den Reihen des [[Kriegerverein Norden|Kriegervereins]], des [[Militärverein Norden|Militärvereins]] und des [[Norder Turnverein|Turnvereins]].
So kam es, dass der frisch gewählte Bürgermeister [[Johannes König|Johannes Adalbert König]] Augenzeuge des Brandes der [[Frisamühle]] am 13. August 1886 wurde. Die Mühle lag damals an den südlichen Stadtgrenzen und fiel den Flammen zum Opfer, da das chaotische Feuerlöschwesen - wenn man es denn als solches bezeichnen möchte - dazu führte, dass die Löschmaßnahmen kaum Wirkung zeigten. Dies zum Anlass nehmend stellte König innerhalb kürzester Zeit eine Freiwillige Feuerwehr mit 300 Mann auf, die ihren Dienst noch im selben Jahr vollständig eingekleidet aufnahmen. Die Mitglieder stammten praktisch ausschließlich aus den Reihen des [[Kriegerverein Norden|Kriegervereins]], des [[Militärverein Norden|Militärvereins]] und des [[Norder Turnverein|Turnvereins]].


Zum Kommandanten der neuen Wehr ernannte er den angesehenen Norder Industriellen [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolman]]. Auch wurden drei weitere Spritzenhäuser in der Stadt errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Die eigentliche Gründung der Wehr erfolgte am 10. Oktober 1886 in der [[Marxschen Bierhalle]] in der [[Osterstraße]] (heute Bekleidungsgeschäft).
Zum Kommandanten der neuen Wehr ernannte er den angesehenen Norder Industriellen [[Jan ten Doornkaat Koolman (1815)|Jan ten Doornkaat Koolman]]. Auch wurden drei weitere Spritzenhäuser in der Stadt errichtet: [[Am Hafen]], [[Am Markt]] und in der [[Kleine Mühlenstraße|Kleinen Mühlenstraße]]. Die eigentliche Gründung der Wehr erfolgte am 10. Oktober 1886 in der [[Marxschen Bierhalle]] in der [[Osterstraße]] (heute Bekleidungsgeschäft). Ein Jahr nach Gründung der Feuerwehr wurde auch eine Feuerwehrkapelle gegründet.


Anfangs bestand der Fuhrpark aus mehreren von Hand oder von Pferden zu ziehenden Kutschen, die entweder als Gerätewagen, als Löschpumpe oder zum Mannschaftstransport dienten. Ab 1909 verfügte die Wehr erstmals über eine Dampfdruckbetriebene Spritze.
Anfangs bestand der Fuhrpark aus mehreren von Hand oder von Pferden zu ziehenden Kutschen, die entweder als Gerätewagen, als Löschpumpe oder zum Mannschaftstransport dienten. Ab 1909 verfügte die Wehr erstmals über eine Dampfdruckbetriebene Spritze.
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Aufgabe der Steigerabteilung war es, das Feuer zu bekämpfen und ggf. mittels Leitern in die Brandobjekte vorzudringen. Weiterhin hatten sie die Aufgabe, Menschen und bedeutende Sachwerte zu retten. Die Spritzenabteilung war zuständig für die Bedienung der Pumpen und der Wasserförderung. Die Ordnungsabteilung hatte für Ordnung an der Einsatzstelle zu sorgen, diese von Zuschauern freizuhalten und gerettete Sachwerte zu bewachen. Weiterhin hatte die Ordnungsabteilung die Aufgabe, die "Alarmhornisten" zu stellen. Diese eilten im Brandfall eine Alarmhupe betätigend durch die Stadt, um die Einsatzkräfte zu alarmieren. Die Steiger- und die Spitzenabteilung wählten aus ihren Reihen einen auf drei Jahre amtierenden "Obersteiger" bzw. "Oberspritzenmann". Die Zugführer der Ordnungsabteilung hingegen wurden vom Vorstand ernannt. Im Verhinderungsfalle des Kommandanten und dessen Stellvertreter oblag die Wehrführung dem dienstältesten Obersteiger. Die Spritzenabteilung bestimmte zudem einen Spritzenmeister, der verantwortlich für je eine Spritzenpumpe war.
Aufgabe der Steigerabteilung war es, das Feuer zu bekämpfen und ggf. mittels Leitern in die Brandobjekte vorzudringen. Weiterhin hatten sie die Aufgabe, Menschen und bedeutende Sachwerte zu retten. Die Spritzenabteilung war zuständig für die Bedienung der Pumpen und der Wasserförderung. Die Ordnungsabteilung hatte für Ordnung an der Einsatzstelle zu sorgen, diese von Zuschauern freizuhalten und gerettete Sachwerte zu bewachen. Weiterhin hatte die Ordnungsabteilung die Aufgabe, die "Alarmhornisten" zu stellen. Diese eilten im Brandfall eine Alarmhupe betätigend durch die Stadt, um die Einsatzkräfte zu alarmieren. Die Steiger- und die Spitzenabteilung wählten aus ihren Reihen einen auf drei Jahre amtierenden "Obersteiger" bzw. "Oberspritzenmann". Die Zugführer der Ordnungsabteilung hingegen wurden vom Vorstand ernannt. Im Verhinderungsfalle des Kommandanten und dessen Stellvertreter oblag die Wehrführung dem dienstältesten Obersteiger. Die Spritzenabteilung bestimmte zudem einen Spritzenmeister, der verantwortlich für je eine Spritzenpumpe war.
Im Jahre 1911 stellte sich die Gliederung der Wehr wie folgt dar:
Steigerabteilung:
1. Zug mit manuell betriebener Drehleiterkutsche und mehreren Handleitern.
2. und 3. Zug mit einer Mannschaftstransportkutsche.
Spritzenabteilung:
4. Zug mit Handdruckspritze und Gerätewagen.
5. Zug mit Handdruckspritze und Dampfdruckspritze.
6. Zug mit Handdruckspritze.
Ordnungsabteilung:
7. Zug mit Mannschaftstransportkutsche.
Auf alten Bildern ist zu erkennen, dass die Ordnungsabteilung vorwiegend auf Männern mittleren bis fortgeschrittenen Alters bestand, während insbesondere in der Steiger- und Spritzenabteilung eher jüngere Generationen vertreten sind.


==Heutige Organisation===
==Heutige Organisation===