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Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands. Nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute, nahm die Wassermenge am [[Großes Norder Siel|Großen Norder Siel]] zu, sodass die zuständige [[Sielacht]] verlangte, dass die Fehngesellschaft einen Kanal zum Fridericussiel zu graben hatte, damit der Fehnkanal dorthin entwässern könne. Später errichtete die Gesellschaft einen Nebenarm vom Fehnkanal zum [[Addinggaster Tief]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird der Großteil des städtischen Wassers schließlich über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert.
Bereits ab 1818 verlor das Fridericussiel weitestgehend seine Bedeutung für die Entwässerung des Süderneulands. Nachdem die [[Norder Fehngesellschaft]] gegen Ende des 18. Jahrhunderts den [[Berumerfehnkanal|Fehnkanal]] erbaute, nahm die Wassermenge am [[Großes Norder Siel|Großen Norder Siel]] zu, sodass die zuständige [[Sielacht]] verlangte, dass die Fehngesellschaft einen Kanal zum Fridericussiel zu graben hatte, damit der Fehnkanal dorthin entwässern könne. Später errichtete die Gesellschaft einen Nebenarm vom Fehnkanal zum [[Addinggaster Tief]].<ref>Ramm, Heinz (1989): Popke Fegter (1874-1946). Sein Leben und sein Wirken im Norderland, Norden, S. 34</ref> Die Fehngesellschaft musste dafür der [[Sielacht]] eine neue Ausmündung ihres Tiefs schaffen.<ref>Janssen, Theodor (1967): Gewässerkunde Ostfrieslands, Aurich, S. 133</ref> Seit 1929 wird der Großteil des städtischen Wassers schließlich über das [[Leybuchtsiel]] sowie ab 1991 durch das [[Leysiel]] entwässert.


Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überwegung über das Siel ab 2015 für breite Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verengt, ohne seine Substanz anzugehen. Eine Sanierung war längst dringend erforderlich, scheiterte jedoch lange Zeit an den nicht unerheblichen Kosten. Hinzu kamen bauliche Schwierigkeiten aufgrund des Denkmalschutzes. Ende 2024 begann schließlich die Sanierung des Bauwerks, das bis heute das älteste, erhaltene Siel Ostfrieslands ist. Die Kosten beliefen sich auf etwa 1,07 Millionen Euro.<ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/arbeiten-am-fridericussiel-in-norden-werden-erst-2024-abgeschlossen-3079.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 21. Oktober 2023], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref><ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/fridericussiel-endlich-startet-die-sanierung-5430.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 17. August 2024], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref> Im Juni 2025 wurden die Arbeiten planmäßig abgeschlossen.
Aufgrund starker Baufälligkeit wurde die Überfahrt über das Siel ab April 2017 für breite bzw. schwere Kraftfahrzeuge durch Baumaßnahmen verwehrt, ohne jedoch die Substanz zu sanieren. Eine Sanierung war längst erforderlich, scheiterte jedoch lange Zeit an den nicht unerheblichen Kosten. Hinzu kamen bauliche Schwierigkeiten aufgrund des Denkmalschutzes. Bereits um 1980 war der Erhalt des Siels gefährdet, die Stadtverwaltung plante seinen Abriss. Engagierte Bürger konnten dies jedoch verhindern.<ref name=":2">Ostfriesischer Kurier vom 19. November 2025, S. 1</ref> Das Siel wurde daraufhin in Stand gesetzt, verfiel jedoch in den folgenden Jahrzehnten erneut.
 
Im Oktober 2024 begann schließlich eine umfangreiche Sanierung des Bauwerks, das bis heute das älteste, erhaltene Siel Ostfrieslands ist. Die Kosten sollten sich zum Zeitpunkt der Auftragsvergabe auf etwa 1,07 Millionen Euro belaufen.<ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/arbeiten-am-fridericussiel-in-norden-werden-erst-2024-abgeschlossen-3079.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 21. Oktober 2023], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref><ref>[https://nachrichten.ostfriesischer-kurier.de/nachrichten/fridericussiel-endlich-startet-die-sanierung-5430.html Online-Bericht des Ostfriesischen Kuriers vom 17. August 2024], abgerufen am 21. Oktober 2024</ref> Im Juni 2025 wurden die Arbeiten planmäßig abgeschlossen, im Folgemonat wurde der Bau abgenommen und wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Insgesamt schlug die Sanierung mit 1,4 Millionen Euro zu Buche, wovon 300.000 Euro Fördermittel aus Denkmalschutzfonds übernommen werden konnten.<ref name=":2" />


==Funktionsweise==
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