Altes Feuerwehrhaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Von der Kreisschlauchpflegerei gelangt man zum einen in den Schlauchturm und zum anderen in das eigentliche Feuerwehrgerätehaus, welches traufständig zur Klosterstraße errichtet wurde. Hier befand sich im Eingangsbereich ein Büro, das vom Stadtbrandmeister genutzt wurde. Eine Treppe führte nach oben. Geradeaus gelangte man in die Wärterwohnung, in der ursprünglich der Hausmeister, später der Stadtbrandmeister und noch später ein Feuerwehrangehöriger mit seiner Familie wohnten. Später wurden diese Räume umgebaut und es enstanden hier das Archiv, der Sitzungssaal des Feuerwehrkommandos und, im bis dahin lange Zeit ungenutzten Dachgeschoss, Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr. Diese wiederum bestanden aus einem Unterrichtstraum mit Küche, zwei Sanitärräumen und einer Handwerkstatt. In diesem Dachgeschoss befand sich anfänglich die Kleiderkammer. | Von der Kreisschlauchpflegerei gelangt man zum einen in den Schlauchturm und zum anderen in das eigentliche Feuerwehrgerätehaus, welches traufständig zur Klosterstraße errichtet wurde. Hier befand sich im Eingangsbereich ein Büro, das vom Stadtbrandmeister genutzt wurde. Eine Treppe führte nach oben. Geradeaus gelangte man in die Wärterwohnung, in der ursprünglich der Hausmeister, später der Stadtbrandmeister und noch später ein Feuerwehrangehöriger mit seiner Familie wohnten. Später wurden diese Räume umgebaut und es enstanden hier das Archiv, der Sitzungssaal des Feuerwehrkommandos und, im bis dahin lange Zeit ungenutzten Dachgeschoss, Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr. Diese wiederum bestanden aus einem Unterrichtstraum mit Küche, zwei Sanitärräumen und einer Handwerkstatt. In diesem Dachgeschoss befand sich anfänglich die Kleiderkammer. | ||
Vor dem Eingang zur Wärterwohnung gelangte man nach links zunächst an einen kleinen Raum, in dem sich ursprünglich das Alarmtelefon befand. Dieser Raum wurde umgangssprachlich auch "Funkbude" genannt. Hier riefen Norder Bürger über die reguläre Amtsnummer "44 88" an, um ein Feuer zu melden. Die Funkbude wurde anfangs vom Wärter, später vom dort wohnenden Stadtbrandmeister besetzt, der von hier auch die Motorsirene auf dem Dach des | Vor dem Eingang zur Wärterwohnung gelangte man nach links zunächst an einen kleinen Raum, in dem sich ursprünglich das Alarmtelefon befand. Dieser Raum wurde umgangssprachlich auch "Funkbude" genannt. Hier riefen Norder Bürger über die reguläre Amtsnummer "44 88" an, um ein Feuer zu melden. Die Funkbude wurde anfangs vom Wärter, später vom dort wohnenden Stadtbrandmeister besetzt, der von hier auch die zu Kriegszeiten installierte [[Liste der Motorsirenen|Motorsirene]] auf dem Dach des Feuerwehrhauses ansteuern konnte. Die Sirene diente sowohl der Alarmierung der Einsatzkräfte als auch der Warnung der Bevölkerung bei Luftangriffen. Nach dem Bau einer ordentlichen Feuerwehr- und Rettungsleitstelle in der neuen Feuerwehrtechnischen Zentrale und der Einführung des bundesweit einheitlichen Notrufs wurde der Raum zu einer Küche umgebaut. | ||
An dieser Küche vorbei gelangte man über eine weitere kleine Treppe in den großen Versammlungssaal. Die Wand auf der anderen Seite des Raumes - vom Eingang aus gesehenen - zierte von Anbeginn an der Spruch in altdeutscher Schrift "Sei diener deines Volkes in ständiger Bereitschaft". Über der Eingangstür hing von der Einweihung des Gebäudes bis zum Kriegsende ein Bild von Adolf Hitler. In vier Nischen, drei links, eine rechts, hingen die Schilder "I. Zug", "II. Zug", "III. Zug" und eins ohne Beschriftung, da der vierte Zug sich in [[Leybuchtpolder]] befindet. Zudem befand sich gleich vorne rechts eine kleine, gaststättenähnliche Theke, die in liebevoller Eigenarbeit errichtet wurde. | An dieser Küche vorbei gelangte man über eine weitere kleine Treppe in den großen Versammlungssaal. Die Wand auf der anderen Seite des Raumes - vom Eingang aus gesehenen - zierte von Anbeginn an der Spruch in altdeutscher Schrift "Sei diener deines Volkes in ständiger Bereitschaft". Über der Eingangstür hing von der Einweihung des Gebäudes bis zum Kriegsende ein Bild von Adolf Hitler. In vier Nischen, drei links, eine rechts, hingen die Schilder "I. Zug", "II. Zug", "III. Zug" und eins ohne Beschriftung, da der vierte Zug sich in [[Leybuchtpolder]] befindet. Zudem befand sich gleich vorne rechts eine kleine, gaststättenähnliche Theke, die in liebevoller Eigenarbeit errichtet wurde. | ||
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Zwischen den vorgenannten Räumen und den drei Fahrzeughallen bestand keine direkte Verbindung. Die Fahrzeughallen befanden sich unmittelbar unter dem Festsaal. Die Decke wurde durch mehrere schwere Säulen getragen. Von der Klosterstraße aus betrachtet befand sich links in den Fahrzeughallen noch ein kleiner Abstellraum. | Zwischen den vorgenannten Räumen und den drei Fahrzeughallen bestand keine direkte Verbindung. Die Fahrzeughallen befanden sich unmittelbar unter dem Festsaal. Die Decke wurde durch mehrere schwere Säulen getragen. Von der Klosterstraße aus betrachtet befand sich links in den Fahrzeughallen noch ein kleiner Abstellraum. | ||
Der dritte Gebäudeteil, der Schlauchturm, befand sich unmittelbar hinter der Schlauchpflegerei. In diesem wurden die gereinigten Schläuche zum Trocknen aufgehängt. Im Erdgeschoss hatte der Turm zwei Zugänge, einen in Richtung Hof und einen auf der gegenüberliegenden Seite. Ein weiterer Zugang befand sich in Richtung der Wärterwohnung, der über den Balkon der Wohnung zu erreichen war. Der Balkon wiederum führte in die Küche der Wärterwohnung | Der dritte Gebäudeteil, der Schlauchturm, befand sich unmittelbar hinter der Schlauchpflegerei. In diesem wurden die gereinigten Schläuche zum Trocknen aufgehängt. Im Erdgeschoss hatte der Turm zwei Zugänge, einen in Richtung Hof und einen auf der gegenüberliegenden Seite. Ein weiterer Zugang befand sich in Richtung der Wärterwohnung, der über den Balkon der Wohnung zu erreichen war. Der Balkon wiederum führte in die Küche der Wärterwohnung. | ||
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