Altes Rathaus: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Alte Rathaus wurde zwischen 1539 und 1542 um den Kern seines Vorgängerbaus erbaut, welches 1531 durch [[Balthasar von Esens]] schwer beschädigt wurde. Katasteramtsauszüge belegen, dass der Keller aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert stammt, was darauf schließen lässt, dass der Vorgängerbau ebenfalls aus dieser Zeit stammt. Das Gebäude befand sich, wie viele Bauten und Ländereien in Norden und Umgebung, im Besitz der Kirche. | Das Alte Rathaus wurde zwischen 1539 und 1542 um den Kern seines Vorgängerbaus erbaut, welches 1531 durch [[Balthasar von Esens]] schwer beschädigt wurde. Katasteramtsauszüge belegen, dass der Keller aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert stammt, was darauf schließen lässt, dass der Vorgängerbau ebenfalls aus dieser Zeit stammt. Das Gebäude befand sich, wie viele Bauten und Ländereien in Norden und Umgebung, im Besitz der Kirche. | ||
In den Kirchenrechnungen dieser Zeit ist zu lesen: "Anno (15)42 dat Rathues angevangen tho temeren oeck gelt daer tho uvgenommen", was übersetzt soviel bedeutet wie "Im Jahr 1542 wurde das Rathaus erbaut und dafür ein Darlehen aufgenommen." Die älteste Urkunde vom Rathaus selbst stammt von 1539, was auf eine Erbauung in dieser Zeit schließen lässt. | |||
==Bauweise== | |||
Es wurde u. a. ein Treppenturm gebaut. Weiterer Benutzer des Rathauses war die Theelacht, die hier in der so genannten Theelachtskammer ihre Versammlungen abhielt. Dieses Anrecht auf die Theelkammer hat sie sich über Jahrhunderte lang trotz vieler Widerstände erfolgreich behauptet. Seit 1897 ist dieses auch grundbuchamtlich eingetragen. Während des sog. Appellkrieges 1724-1727 diente das Rathaus als Wachtlokal für dänische und kaiserliche Truppen; zeitweise war ein Klassenraum für die Lateinschule eingerichtet; dann beherbergte das Rathaus das Stadtgericht, es gab ein Gefängnis in der obersten Etage des Turmes. Auch das Eichamt sowie die Berufsschule waren dort zeitweise untergebracht. 1861 kam das Rathaus in den Besitz der Stadt und seit 1922 ist es an den Norder Heimatverein vermietet, der hier ein Heimatmuseum aufbaute (2). | |||