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'''Peter Heuer''' († um oder vor 1950) war ein Norder Rechtsanwalt und nationalsozialistischer Kommunalpolitiker.
'''Dr. Peter Heuer''' (* 16. Dezember 1887; 21. Mai 1926 in Norden)<ref name=":0">[https://gedbas.genealogy.net/person/show/1127262959 Genealogische Aufzeichnung zu Dr. Peter Heuer], abgerufen am 2. Mai 2024</ref> war ein Norder Rechtsanwalt und nationalsozialistischer Kommunalpolitiker.
 
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==Leben==
==Leben==
Nach dem Verbot der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP]], von der bereits seit Apri 1923 eine Ortsgruppe existierte, gründeten ihre Anhänger unter Führung des Stahlhelmführers [[Peter Heuer|Dr. Peter Heuer]] einen ''Völkischen Block'', der sich als Ortsgruppe der ''Deutsch-Völkischen Freiheitspartei'' anschloss. Diese Partei errang bei der Reichstagswahl am 4. Mai 1924 in der [[Stadt Norden]] 1.177 Stimmen und wurde damit zu stärksten Kraft im Ort. Im Oktober 1926 erfolgte dann die formelle Neugründung und Wiederzulassung als politische Partei. In dieser Zeit wurde auch die Sturmabteilung (SA) der Norder Gruppe gegründet, die 1928 zum ersten Mal in ihrer typischen Uniform als Saalschutz in Erscheinung trat und zunächst aus zwölf Mann bestand.<ref name=":1">Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 134</ref>
Nach dem Verbot der [[NSDAP Ortsgruppe Norden|NSDAP]], von der bereits seit Apri 1923 eine Ortsgruppe existierte, gründeten ihre Anhänger unter Führung des Stahlhelmführers Dr. Peter Heuer einen ''Völkischen Block'', der sich als Ortsgruppe der ''Deutsch-Völkischen Freiheitspartei'' anschloss. Diese Partei errang bei der Reichstagswahl am 4. Mai 1924 in der [[Stadt Norden]] 1.177 Stimmen und wurde damit zu stärksten Kraft im Ort. Im Oktober 1926 erfolgte dann die formelle Neugründung und Wiederzulassung als politische Partei. In dieser Zeit wurde auch die Sturmabteilung (SA) der Norder Gruppe gegründet, die 1928 zum ersten Mal in ihrer typischen Uniform als Saalschutz in Erscheinung trat und zunächst aus zwölf Mann bestand.<ref name=":1">Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 134</ref>


Während der NS-Zeit wurde die [[Gartenstraße]] nach ihm in ''Peter-Heuer-Straße'' benannt. Die Rückbenennung erfolgte unmittelbar nach Kriegsende.
Während der NS-Zeit wurde die [[Gartenstraße]] posthum zu seinen Ehren in ''Peter-Heuer-Straße'' benannt. Die Rückbenennung erfolgte unmittelbar nach Kriegsende.


Zeitlebens, seit spätestens 1926, wohnte Dr. Heuer [[Am Markt 29]]. Seine Witwe Minna, geb. Noosten (oder die gemeinsamen Erben) veräußerte(n) das Haus nach seinem Tod.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 87</ref>
Bis zu seinem Tode wohnte Dr. Heuer [[Am Markt 29]]. Seine Witwe Minna, geb. Noosten (1898-1989)<ref name=":0" /> veräußerte das Haus einige Zeit nach seinem Tod.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 87</ref>


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==