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==Geschichte==
==Geschichte==
Die Geschichte der Bebauung des Grundstücks lässt sich bis in das Mittelalter bzw. die frühe Neuzeit zurückverfolgen. Seit Anfang 1500 ist nachweisbar, dass sich Haus und Grund im Besitz der Familie von Lingen befand. Erstmals wird in dieser Zeit [[Ebbeke Ulferdes]] genannt. 1557 erben [[Frouwa Crumminga]] und [[Ulfert Johannes von Lingen]] (Enkel von Ebbeke Ulferdes) den Familienbesitz.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 10</ref>
Die Geschichte der Bebauung des Grundstücks lässt sich bis in das Mittelalter bzw. die frühe Neuzeit zurückverfolgen. Erstmals wurde [[Ebbeke Ulferdes]] genannt. Am 28. April 1544 fand eine Erbteilung zwischen [[Anna Epken]] und den Erben ihrer verstorbenen Schwester [[Betken Epken]] statt. Sie alle waren Töchter des Ebbeke Ulferdes. Bei dieser Erbteilung erhielt Anna das hier in Rede stehende Haus am Markt zum Eigentum.<ref name=":6">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 75</ref><ref name=":7">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 76</ref> 1557 erben [[Frouwa Crumminga]] und [[Ulfert Johannes von Lingen]] (Enkel von Ebbeke Ulferdes) den Familienbesitz.<ref name=":6" /><ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 10</ref>
 
Am 30. April 1602 kam es zu einem blutigen Zwischenfall, bei dem der Eigentümer des Hauses, [[Hinrich von Lingen]], sein Haus vor den Söldnern des [[Enno III. Cirksena|Grafen Enno III.]] mit Waffengewalt verteidigte. Ursprünglich zum Tode verurteilt wurde von Lingen schließlich verbannt, kehrte 1605 zurück und verstarb 1608 in Norden.<ref name=":7" /><ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 54</ref> Seine Mutter überlebte den Tod ihrer drei Kinder. Nachdem sie verstarb, wurde das Haus durch die anderen Erben, darunter Frouwas Bruder [[Scipio Crumminga]], am 13. März 1625 für 2.100 Gulden verkauft. Das Gebäude wechselte wohl einige Male den Besitzer, darunter war auch [[Wessel Heren]], Diakon der [[Mennonitenkirche]].<ref name=":7" />
 
Am 23. Mai 1746 wurde [[Claas Abraham Decknatel]] Eigentümer des Hauses und nach ihm sein Sohn und Erbe [[Abraham Classen Decknatel]], der auch schon Eigentümer des Hauses [[Am Markt 20]] war. Dessen Sohn wiederum, benannt nach ihrem Großvater, erwarb von seinen beiden Halbschwestern die anteiligen Besitzansprüche am Haus, in dem 1777 der Stiefvater [[Peter Rysdyck|Peter H. Rysdyck]] wohnte. Hier wird ersichtlich, dass sich zu jener Zeit eine Brauerei befand.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 77</ref>


Der Gasthof existierte bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei seine genaue Anfänge noch nicht geklärt sind. Der Gastwirt Willms betrieb hier seinerzeit noch eine Korn-, Kalk- und Sandhandlung. Sein Nachfolger G. König baute 1898 einen Saal an.<ref name=":4">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 85</ref> Bis in die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörten auch Stallungen zu dem Gebäude, wo die Bauern aus der Umgebung ihre Pferde zu den Markttagen unterzustellen pflegten.<ref name=":5">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref>
Der Gasthof existierte bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei seine genaue Anfänge noch nicht geklärt sind. Der Gastwirt Willms betrieb hier seinerzeit noch eine Korn-, Kalk- und Sandhandlung. Sein Nachfolger G. König baute 1898 einen Saal an.<ref name=":4">Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 85</ref> Bis in die Zeit nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] gehörten auch Stallungen zu dem Gebäude, wo die Bauern aus der Umgebung ihre Pferde zu den Markttagen unterzustellen pflegten.<ref name=":5">Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden (1973): Chronik. 70 Jahre Wirteverein für Stadt und Landkreis Norden, Norden, S. 51</ref>