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Erstmals wird ein Gebäude auf diesem Grundstück im Jahre 1595 urkundlich erwähnt. Am 26. Januar jenen Jahres verkauften die Erben und Eigentümer [[Juleff Wilhelms]] und seine [[Marya Wilhelms|Ehefrau Marya]] das Haus an [[Haynck Hayen]], um in die [[Westermarsch]] ''up de [[Espell]]'' zu ziehen. Laut der Urkunde verfügte das hier in Rede stehende Haus am [[Marktplatz]] neben einem dazugehörigen Grundstück auch über eine eigene Lohne.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 71</ref> Zudem veräußerte das Ehepaar Wilhelms noch zwei Pferde, die auf dem [[Leegemoor]] grasten nebst dreier Acker hinter dem [[Fräuleinshof]] sowie einen Acker [[Im Spiet]].<ref name=":1" /><ref name=":2">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 72</ref>
Erstmals wird ein Gebäude auf diesem Grundstück im Jahre 1595 urkundlich erwähnt. Am 26. Januar jenen Jahres verkauften die Erben und Eigentümer [[Juleff Wilhelms]] und seine [[Marya Wilhelms|Ehefrau Marya]] das Haus an [[Haynck Hayen]], um in die [[Westermarsch]] ''up de [[Espell]]'' zu ziehen. Laut der Urkunde verfügte das hier in Rede stehende Haus am [[Marktplatz]] neben einem dazugehörigen Grundstück auch über eine eigene Lohne.<ref name=":1">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 71</ref> Zudem veräußerte das Ehepaar Wilhelms noch zwei Pferde, die auf dem [[Leegemoor]] grasten nebst dreier Acker hinter dem [[Fräuleinshof]] sowie einen Acker [[Im Spiet]].<ref name=":1" /><ref name=":2">Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 72</ref>


Gemäß der Angaben eines Kreditvertrags vom 23. Mai 1746 waren zu diesem Zeitpunkt [[Tönnies Jacob Koling]] und [[Trintje Abraham]] Eigentümer des Hauses. Am 21. Juni 1774 kauften [[Meint Janssen]] und [[Antje Wilts]] aus der [[Westermarsch]] das Haus für 1.700 Gulden. Zwei Jahre später, am 30. September 1776, wird [[Hermann Jacob Walther]] (auch Herman Jacobi Walther genannt) die Immobilie für 1.360 Gulden.<ref name=":2" />
Gemäß der Angaben eines Kreditvertrags vom 23. Mai 1746 waren zu diesem Zeitpunkt [[Tönnies Jacob Koling]] und [[Trintje Abraham]] Eigentümer des Hauses. Am 21. Juni 1774 kauften [[Meint Janssen]] und [[Antje Wilts]] aus der [[Westermarsch]] das Haus für 1.700 Gulden. Zwei Jahre später, am 30. September 1776, wird [[Hermann Jacob Walther]] (auch Herman Jacobi Walther genannt) die Immobilie für 1.360 Gulden. Durch die Unterlagen lässt sich erkennen, dass das Haus damals noch keinesfalls seine heutige Stattlichkeit besaß, sondern vielmehr einfacher Art war. Demnach bestand es aus drei Zimmern mit Bettstellen und einem Keller. Im Hinterhaus war zudem Platz für das Vieh vorhanden.<ref name=":2" />
 


enngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänglicher Nutzung als Wohngebäude beherbergte es seit 1785 die Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' des [[Johann Friedrich Wilken]].<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 168</ref> Das bis heute bestehende Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied [[Hermann Jacob Walther]] errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> Um 1872 gehörte das Gebäude einem T. G. Meyenburg, der hier ebenfalls eine Gastwirtschaft betrieb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> Seit spätestens 1886 und noch bis mindestens 1907 war der Gasthof dann im Besitz der Familie Oldewurtel.<ref>Weege, Jans (2021): Die Geschichte der Feuerwehr Norden, Norden, S. 5</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 100</ref> Am 26. Oktober 1889 wurde hier das Richtfest für den im Bau befindlichen [[Schlachthof]] gefeiert.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 39</ref>
enngleich die Bausubstanz wesentlich älter sein dürfte. Das Gebäude war zunächst ein einfaches Ziegelsteinhaus mit zwei Stockwerken. Nach vermutlich anfänglicher Nutzung als Wohngebäude beherbergte es seit 1785 die Gastwirtschaft ''Zum Elephanten'' des [[Johann Friedrich Wilken]].<ref name=":0">Pühl, Eberhard (2007): Alte Backsteinhäuser in Ostfriesland und im Jeverland. Backsteinbauten des 15. bis 19. Jahrhunderts, Oldenburg, S. 168</ref> Das bis heute bestehende Gebäude wurde 1777 von dem Goldschmied [[Hermann Jacob Walther]] errichtet. Dieser verkaufte das Haus, um aus dem Erlös seinen Lebensabend zu bestreiten.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 95</ref> Um 1872 gehörte das Gebäude einem T. G. Meyenburg, der hier ebenfalls eine Gastwirtschaft betrieb.<ref>Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 196</ref> Seit spätestens 1886 und noch bis mindestens 1907 war der Gasthof dann im Besitz der Familie Oldewurtel.<ref>Weege, Jans (2021): Die Geschichte der Feuerwehr Norden, Norden, S. 5</ref><ref>Canzler, Gerhard (1994): Norden. Museen im Alten Rathaus, Norden, S. 100</ref> Am 26. Oktober 1889 wurde hier das Richtfest für den im Bau befindlichen [[Schlachthof]] gefeiert.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 39</ref>