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Das '''Kloster Norden''' war ein um 1264 vom katholischen Dominikanerorden gegründetes und größtenteils von [[Ostfriesische Häuptlinge|ostfriesischen Häuptlingen]] gestiftetes (finanziertes) Kloster in [[Norden (Stadtteil)|Norden]].
Das '''Kloster Norden''' war ein um 1264 vom katholischen Dominikanerorden gegründetes und größtenteils von [[Ostfriesische Häuptlinge|ostfriesischen Häuptlingen]] gestiftetes (finanziertes) Kloster in [[Norden (Stadtteil)|Norden]]. Wie auch das [[Kloster Marienthal]] war es der heiligen Maria geweiht.
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==Geschichte==
==Geschichte==
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts siedelten sich erstmals Mönche des 1215 gegründeten, katholischen Benediktinerordens in Ostfriesland an. In einem Schreiben hatte sie sich 1264 an den Hauptsitz des Ordens in Paris gewandt und darum gebeten, die Gründung einer Ordensniederlassung in Friesland zu ermöglichen, was ihnen gestattet wurde. Möglicherweise steht die Gründung auch in Zusammenhang mit dem Wunsch, friesische Krieger für die Kreuzzüge des Papstes anzuwerben, nachdem diese sich am Sechsten Kreuzzug im Jahre 1248 nicht in gewünschtem Umfang beteiligt hatten. Die friesischen Krieger genossen einen überaus guten Ruf als furchtlose Krieger. Bereits Karl der Große soll so begeistert von ihnen gewesen sein, dass er ihnen im 9. Jahrhundert die "Friesische Freiheit" als Geschenk für ihren Sieg über die Römer vermachte.
In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts siedelten sich erstmals Mönche des 1215 gegründeten, katholischen Benediktinerordens in Ostfriesland an. In einem Schreiben hatte sie sich 1264 an den Hauptsitz des Ordens in Paris gewandt und darum gebeten, die Gründung einer Ordensniederlassung im Land der Friesen zu ermöglichen, was ihnen gestattet wurde. Möglicherweise steht die Gründung auch in Zusammenhang mit dem Wunsch, friesische Krieger für die Kreuzzüge des Papstes anzuwerben, nachdem diese sich am Sechsten Kreuzzug im Jahre 1248 nicht in gewünschtem Umfang beteiligt hatten. Die friesischen Krieger genossen einen überaus guten Ruf als furchtlose Krieger. Bereits Karl der Große soll so begeistert von ihnen gewesen sein, dass er ihnen im 9. Jahrhundert die "Friesische Freiheit" als Geschenk für ihren Sieg über die Römer vermachte.


Einige ostfriesische Häuptlinge förderten und finanzierten die Gründung des Klosters durch Schenkungen von Land und Geld. Besonders hervor taten sich hier die Häuptlingsfamilien [[Idzinga]], [[Uldinga]] und [[Eggers]].
Einige ostfriesische Häuptlinge förderten und finanzierten die Gründung des Klosters durch Schenkungen von Land und Geld. Besonders hervor taten sich hier die Häuptlingsfamilien [[Idzinga]], [[Uldinga]] und [[Eggers]]. Zuvor befand sich hier ein Gebäude, in dem sich eine Münzprägeanstalt befand. Für die Anlage des Klosters sandten die Dominikaner Herardus aus dem Jakobskloster in Paris nach Norden. Die Gründung scheint schnell vonstatten gegangen zu sein, denn das Kloster wird bereits 1269 erstmalig erwähnt wird. Organisatorisch gehörte es zunächst zur Ordensprovinz Teutonia, ab 1303 zur Provinz Saxonia.
 
Die Niederlassung in Norden ist danach 1264 aus einer Schenkung der örtlichen Häuptlingsfamilien Reiner Egeramus (Eggers), Hicko Itzinga und Harko Udenga hervorgegangen. Diese hatten dem Orden am nördlichen Ende des Ortes ein Grundstück und ein Gebäude, das bis zu diesem Zeitpunkt als Münze diente, übereignet. Für die Anlage des Konvents sandten die Dominikaner Herardus aus dem Jakobskloster in Paris nach Norden. Dort muss die Gründung dann schnell vorangeschritten sein. Bereits 1269 wird das Kloster erstmals erwähnt. Geweiht war es der Maria[5] und gehörte zur Ordensprovinz Teutonia, ab 1303 nach deren Ausgliederung zur Provinz Saxonia.[4]


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==