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Der '''Landkreis Norden''' wurde 1885 als Nachfolger des [[Amt Norden|Amtes Norden]] gegründet und ging nach der großen Kreisreform im Jahr 1977 in den Landkreis Aurich auf.__NOTOC__ Er umfasste neben der Stadt auch die (Samt-)Gemeinden  
__NOTOC__Der '''Landkreis Norden''' wurde 1885 als Nachfolger des [[Amt Norden|Amtes Norden]] gegründet und ging nach der großen Kreisreform im Jahr 1977 in den Landkreis Aurich auf. Er umfasste neben der Stadt auch die (Samt-)Gemeinden Baltrum, Brookmerland, Dornum, Großheide, Hage, Hinte, Juist, Krummhörn und Norderney. Der Hauptsitz befand sich am [[Fräuleinshof]] in Norden.


Nach der Annexion Hannovers 1867 durch Preußen wurde 1885 in der Provinz Hannover aus dem Amt Norden und der Stadt Norden der Landkreis Norden gebildet.[1] Er wurde 1932 um Teile des damals aufgelösten Landkreises Emden erweitert.
==Geschichte==
Nach der Annexion Hannovers 1867 durch Preußen wurde 1885 in der Provinz Hannover aus dem Amt Norden und der Stadt Norden der Landkreis Norden gebildet.<ref>[https://digital.staatsbibliothek-berlin.de/werkansicht/?PPN=PPN635969076&PHYSID=PHYS_0050 Kreisordnung für die Provinz Hannover]</ref>


Zum Landkreis Norden gehörten zunächst die Städte Norden (Kreissitz) und Norderney sowie die (Insel-)Gemeinden Juist und Baltrum. Ferner umfasste der Landkreis die Gebiete der heutigen Gemeinden Brookmerland, Hage, Großheide und Dornum. Diese Gemeinden bilden das historische Norderland. Bei der Auflösung des Landkreises Emden 1932 kamen die Gebiete der heutigen Gemeinden Hinte und Krummhörn sowie die Gemeinden Larrelt, Harsweg, Logumer Vorwerk, Twixlum, Uphusen und Wybelsum hinzu. Schon 1945 wurden die Gemeinden Larrelt und Harsweg vom Landkreis Norden an die Stadt Emden abgegeben, 1946 auch die Gemeinde Uphusen.
Zum Landkreis Norden gehörten zunächst die Städte Norden (Kreissitz) und Norderney sowie die (Insel-)Gemeinden Juist und Baltrum. Ferner umfasste der Landkreis die Gebiete der heutigen Gemeinden Brookmerland, Hage, Großheide und Dornum. Diese Gemeinden bilden das historische [[Norderland]]. Mit der Auflösung des Landkreises Emden im Jahr 1932 kamen die Gebiete der heutigen Gemeinden Hinte und Krummhörn sowie die Gemeinden Larrelt, Harsweg, Logumer Vorwerk, Twixlum, Uphusen und Wybelsum zum Kreisgebiet. Kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1945 wurden die Gemeinden Larrelt und Harsweg vom Landkreis Norden an die nun kreisfreie Stadt Emden abgegeben, 1946 auch die Gemeinde Uphusen.


Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 kamen auch Twixlum, Wybelsum und Logumer Vorwerk zu Emden, dafür aber die bis dahin zum Landkreis Wittmund gehörenden Gemeinden Roggenstede, Westeraccum, Westeraccumersiel und Westerbur zum Landkreis Norden. Die genannten Orte wurden in die Gemeinden Dornum und Dornumersiel eingegliedert.[2] Insgesamt wurde durch die Kommunalreform die Zahl der Gemeinden des Kreises von 70 im Jahre 1971 auf zuletzt 21 verringert.[3]
Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform 1972 kamen auch Twixlum, Wybelsum und Logumer Vorwerk zur Stadt Emden. Gleichzeitig erhielt der Landkreis Norden die bis dahin zum Landkreis Wittmund gehörende Gemeinde Dornum.


Mit Wirkung vom 1. August 1977 wurde der Landkreis Norden in den Landkreis Aurich eingegliedert.[4] Norden verlor dadurch seinen Kreissitz. Heute befinden sich nur noch Teile der Kreisverwaltung des Landkreises Aurich in Norden, darunter Außenstellen des Gesundheitsamtes, des Jugendamtes und des Sozialamtes.
Durch die Kreisreform wurd der Landkreis Norden zum 1. August 1977 in den Landkreis Aurich eingegliedert. Aurich war seit jeher für das politische Geschehen bedeutender als Norden und zudem nicht in den 1970er in derart schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen wie Norden. Dennoch befinden sich auch heute noch Teile der Kreisverwaltung des Landkreises Aurich in Norden, darunter Außenstellen des Gesundheitsamtes, des Jugendamtes, des Straßenverkehrsamtes und des Sozialamtes.


Der Landkreis Norden galt früher als vergleichsweise wohlhabend – dank einiger Industriebetriebe in der Stadt Norden wie etwa der Spirituosenhersteller Doornkaat, sowie aufgrund der Tatsache, dass es sich um sehr fruchtbares Marschland mit guten Ernteerträgen handelt. Die Landwirtschaft allerdings beschäftigt heute nur eine deutlich geringere Zahl an Menschen, und auch manche Norder Betriebe sind inzwischen nicht mehr existent. Doornkaat etwa wird seit der Übernahme durch den Spirituosenhersteller Berentzen im emsländischen Haselünne hergestellt. Somit gilt das Gebiet des ehemaligen Landkreises Norden heute als strukturschwach mit überdurchschnittlicher Arbeitslosenquote.
==Gliederung==
Die folgende Liste enthält alle Städte und Gemeinden, die dem Landkreis Norden angehörten sowie alle Eingemeindungen:<ref>[http://ulischubert.de/geografie/gem1900/gem1900.htm?hannover/norden.htm Gemeindeverzeichnis Landkreis Norden]</ref><ref name="terri">[http://www.territorial.de/hannover/emden/emden.htm territorial.de: Landkreis Norden]</ref><ref name="demand" /><ref name="lexi">''Gemeindelexikon für den Freistaat Preußen: Provinz Hannover'' Verlag des Preußischen Statistischen Landesamts, 1930</ref>
 
{| class="wikitable sortable"
|-
! Gemeinde
! eingemeindet<br />nach
! Datum der<br />Eingemeindung
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| Arle || Großheide || 1. Juli 1972
|-
| Baltrum ||  ||
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| Berum || Hage || 1. Juli 1972
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| Berumbur ||  ||
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| Berumerfehn || Großheide || 1. Juli 1972
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| Blandorf-Wichte || Hage || 1. Juli 1972
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| Campen (Krummhörn)|Campen || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Canhusen || Hinte || 1. Juli 1972
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| Canum || Krummhörn || 1. Juli 1972
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| Cirkwehrum || Hinte || 1. Juli 1972
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| Dornum ||  ||
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| Dornumergrode || Dornumersiel || 1. Juli 1972
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| Dornumersiel ||  ||
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| Eilsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
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| Freepsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
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| Greetsiel, Flecken || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Grimersum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Groothusen || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Groß Midlum || Hinte || 1. Juli 1972
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| Großheide ||  ||
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| Hage, Flecken ||  ||
|-
| Hagermarsch ||  ||
|-
| Halbemond ||  ||
|-
| Hamswehrum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Harsweg || Emden || 1. Oktober 1945
|-
| Hinte ||  ||
|-
| Jennelt || Krummhörn || 1. Juli 1972
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| Juist ||  ||
|-
| Junkersrott || Hagermarsch || 1. Juli 1972
|-
| Krummhörn{{FN|1}} ||  ||
|-
| Larrelt || Emden || 1. Oktober 1945
|-
| Leezdorf ||  ||
|-
| Leybuchtpolder{{FN|2}} || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Lintelermarsch || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Logumer Vorwerk || Emden || 1. Juli 1972
|-
| Loppersum (Hinte)|Loppersum || Hinte || 1. Juli 1972
|-
| Loquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Lütetsburg ||  ||
|-
| Manslagt || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Marienhafe, Flecken ||  ||
|-
| Menstede-Coldinne || Großheide || 1. Juli 1972
|-
| Nesse (Dornum)|Nesse ||  ||
|-
| Neßmersiel || Nesse (Dornum)|Nesse || 1. Juli 1972
|-
| Neuwesteel{{FN|3}} || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Norden (Ostfriesland)|Norden, Stadt ||  ||
|-
| Norderney, Stadt ||  ||
|-
| Osteel ||  ||
|-
| Osterhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|-
| Ostermarsch (Norden)|Ostermarsch || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Pewsum, Flecken || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Pilsum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Rechtsupweg ||  ||
|-
| Rysum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Sandbauerschaft || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1919
|-
| Schwittersum || Dornum || 1. Juli 1972
|-
| Siegelsum || Upgant-Schott || 1. Juli 1972
|-
| Süderneuland I || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Süderneuland II || Norden (Ostfriesland)|Norden || 1. Juli 1972
|-
| Süderpolder || Neuwesteel || 1. Oktober 1939{{FN|3}}
|-
| Suurhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|-
| Tjüche || Marienhafe || 1. Juli 1972
|-
| Twixlum || Emden || 1. Juli 1972
|-
| Upgant-Schott ||  ||
|-
| Uphusen || Emden || 1. April 1946
|-
| Upleward || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Uttum || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Visquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Westdorf || Nesse (Dornum)|Nesse || 1. Juli 1972
|-
| Westerende || Großheide || 1. Juli 1972
|-
| Westerhusen || Hinte || 1. Juli 1972
|-
| [[Westermarsch I]] || Norden || 1. Juli 1972
|-
| [[Westermarsch II]] || Norden || 1. Juli 1972
|-
| Wirdum|Wirdum ||  ||
|-
| Woltzeten || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Woquard || Krummhörn || 1. Juli 1972
|-
| Wybelsum || Emden || 1. Juli 1972
|}
{{FNBox|
{{FNZ|1|am 1. Juli 1972 neu gegründet}}
{{FNZ|2|am 1. Juli 1954 neu gegründet}}
{{FNZ|3|Die Gemeinde Süderpolder wurde am 1. Oktober 1939 in ''Neuwesteel'' umbenannt.<ref name="demand" />}}
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