Norddeich Radio: Unterschied zwischen den Versionen
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Bei Manövern der Kaiserlichen Marine übernahmen Funker aus den eigenen Reihen den Betrieb der Station, die dabei - in Vorbereitung auf bzw. als Übung für einen Ernstfall - durch Infanteristen aus Aurich | Bei Manövern der Kaiserlichen Marine übernahmen Funker aus den eigenen Reihen den Betrieb der Station, die dabei - in Vorbereitung auf bzw. als Übung für einen Ernstfall - durch Infanteristen aus Aurich unterstützt wurden. Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurde die Küstenfunkstelle folgerichtig als kriegswichtig eingestuft und militärisch geschützt.<ref name=":1" /> Die nahegelegene [[Alte Itzendorfer Schule|(ehemalige) Itzendorfer Schule]] diente als Unterkunft für die Wachmannschaften, weshalb der Unterricht von dort verlagert werden musste.<ref>Canzler, Gerhard (2005): Die Norder Schulen, Weener, S. 40f.</ref> Das Kommando wurde von der Deutschen Reichspost an die Kaiserliche Marine übertragen. Aufgabe von ''Norddeich Radio'' war es nun vor allem, deutsche Kriegs- und Handelsschiffe sowie U-Boote vor dem Feind zu warnen. Insbesondere im Laufe des Jahres 1915 nahm der Funkverkehr mit den Marinefahrzeugen vor der britischen Küste erheblich zu. Dieser Umstand dauerte noch bis einen Monat nach Kriegsende: Im Dezember 1918 räumte die Marine die Anlage und übergab sie formlos zurück an die Reichspost.<ref name=":1" /> | ||
Nach dem Krieg erhielt die Station einen leistungsfähigen Sender aus Marinebeständen und wurde aufgrund steigender Telegrammzahlen personell aufgestockt. ''Norddeich Radio'' war nun stets mit mindestens zwei Telegraphenbeamten besetzt. Ebenso wurden Versuche in drahtloser Telefonie bzw. Sprechfunk fortgesetzt, mittlerweile schon mit Prototypen von Röhrensendern mit Ausgangsleistungen zwischen 1 und 2,5 Kilowatt. | Nach dem Krieg erhielt die Station einen leistungsfähigen Sender aus Marinebeständen und wurde aufgrund steigender Telegrammzahlen personell aufgestockt. ''Norddeich Radio'' war nun stets mit mindestens zwei Telegraphenbeamten besetzt. Ebenso wurden Versuche in drahtloser Telefonie bzw. Sprechfunk fortgesetzt, mittlerweile schon mit Prototypen von Röhrensendern mit Ausgangsleistungen zwischen 1 und 2,5 Kilowatt. | ||