Heerstraße: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Straße gehört zu den ältesten im Stadtgebiet, wenngleich sie über Jahrhunderte nur in spärlich befestigter Form existierte und ihr Verlauf sich im Laufe der Zeit änderte. Befestigt und als Chaussee angelegt wurde die Heerstraße im Jahre 1856.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 88</ref> Bis dahin benötigte man als Fußgänger etwa 4,5 Stunden bis nach Dornum.<ref>Wiemann, Harm / Engelmann, Johannes (2002): Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Leer, S. 162</ref> | Die Straße gehört zu den ältesten im Stadtgebiet, wenngleich sie über Jahrhunderte nur in spärlich befestigter Form existierte und ihr Verlauf sich im Laufe der Zeit änderte. Befestigt und als Chaussee angelegt wurde die Heerstraße im Jahre 1856.<ref>Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 88</ref> Bis dahin benötigte man als Fußgänger etwa 4,5 Stunden bis nach Dornum.<ref>Wiemann, Harm / Engelmann, Johannes (2002): Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Leer, S. 162</ref> Die Planungen bis zur Fertigstellung 1856 reichten Jahrzehnte voraus. So waren einige Bürger Nordens, so etwa [[Sicco Doden Cremer]] als Eigentümer des Hauses [[Am Markt 15]], schon 1825 dazu verpflichtet worden, einen jährlichen Beitrag zur Fertigstellung des ''Bargebuhrger Weges'' zu leisten.<ref>Schreiber, Gretje (1992): Der Norder Marktplatz und seine Geschichte bis heute, Aurich, S. 61</ref> | ||
Ursprünglich waren die ostfriesischen Heerwege allesamt ungepflastert und endeten stets außerhalb Ostfrieslands. Abgesehen von Truppenbewegungen wurden sie vor allem als Handelswege und mit dem Aufkommen eines geregelten Postwesens seit dem 15. Jahrhundert auch als Postwege genutzt. Die meisten dieser Wege wurden für ein besseres Vorankommen unter preußischer Herrschaft ab 1744 befestigt.<ref>Wiemann, Harm / Engelmann, Johannes (2002): Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Leer, S. 7</ref> Vermutlich spätestens 1908 war die seinerzeit noch ''Lütetsburger Chaussee'' genannte Heerstraße befestigt, da sie vom ''[[Radfahrverein Frisia]]'' als Startpunkt für ein großes Rennradrennen nach Aurich und wieder zurück ausgewählt wurde.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 15</ref> | Ursprünglich waren die ostfriesischen Heerwege allesamt ungepflastert und endeten stets außerhalb Ostfrieslands. Abgesehen von Truppenbewegungen wurden sie vor allem als Handelswege und mit dem Aufkommen eines geregelten Postwesens seit dem 15. Jahrhundert auch als Postwege genutzt. Die meisten dieser Wege wurden für ein besseres Vorankommen unter preußischer Herrschaft ab 1744 befestigt.<ref>Wiemann, Harm / Engelmann, Johannes (2002): Alte Wege und Straßen in Ostfriesland, Leer, S. 7</ref> Vermutlich spätestens 1908 war die seinerzeit noch ''Lütetsburger Chaussee'' genannte Heerstraße befestigt, da sie vom ''[[Radfahrverein Frisia]]'' als Startpunkt für ein großes Rennradrennen nach Aurich und wieder zurück ausgewählt wurde.<ref>Ocken, Ihno (1996): Entstehung und Entwicklung des Sports in der Stadt Norden, Norden, S. 15</ref> | ||