Leysiel: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Norder Stadtgeschichte
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Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen war die heutige Lösung das Ergebnis, womit gleich mehrere Probleme gelöst werden konnten: Das neue Leysiel am tiefen Watt ermöglichte wieder ein freies Sielen, ein neuer Deich schützte die [[Liste der Eindeichungen|neu gewonnen Ländereien]], der Greetsieler Hafen konnte fortan fast unabhängig von der Tide von Fischkuttern und Freizeitkapitänen angelaufen werden und die heutige Leybucht als Teil des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer mit ihrem einzigartigen Salzwiesen-Biotop blieb erhalten.
Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen war die heutige Lösung das Ergebnis, womit gleich mehrere Probleme gelöst werden konnten: Das neue Leysiel am tiefen Watt ermöglichte wieder ein freies Sielen, ein neuer Deich schützte die [[Liste der Eindeichungen|neu gewonnen Ländereien]], der Greetsieler Hafen konnte fortan fast unabhängig von der Tide von Fischkuttern und Freizeitkapitänen angelaufen werden und die heutige Leybucht als Teil des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer mit ihrem einzigartigen Salzwiesen-Biotop blieb erhalten.
Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den [[Störtebekerkanal]] gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen.
==Beschreibung==
Die Seeschleuse ist insgesamt 120 Meter lang und hat eine lichte Durchfahrtsweite von 14 Metern. Dies erlaubt die gleichzeitige Schleusung von bis zu acht Kuttern. Neben den Fischern wird der Greetsieler Hafen auch von Bootsausflüglern angefahren.


==Quellenverzeichnis==
==Quellenverzeichnis==

Version vom 18. Februar 2021, 11:34 Uhr

Leysiel

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Basisdaten
Entstehungszeit 1991
Erbauer Entwässerungsverband
Bauweise Siel
Erhaltungszustand erhalten
Genaue Lage Zum Leysiel

26736 Krummhörn

Das Leysiel ist ein 1991 fertiggestelltes Siel in Leybuchtpolder bzw. Greetsiel (Gemeinde Krummhörn). Es ist nicht zu verwechseln mit dem Leybuchtsiel in Neuwesteel, welches bereits 1929 erbaut wurde.

Geschichte

Mit der Eindeichung von Neuwesteel war es notwendig geworden, dieses neu gewonnene Land entwässern zu können. Der offene Zugang stand einer wirkungsvollen Entwässerung entgegen und barg zudem immer wieder die Gefahr von Sturmfluten an diesen küstennahen Regionen. Das Norder Tief war zudem im Laufe der Jahre so verschlickt, dass es zu einem akuten "Binnenwasser-Notstand" kam. Trotz widerstreitender Interessen mit der Stadt Norden, die mit dem Bau des Siels ihren Zugang zum offenen Meer verlor, wurde der Bau in den späten 1920er Jahren begonnen und schließlich 1929 fertiggestellt.

Schon in den 1960er Jahren gab es erste Pläne zur vollständigen Eindeichung der Leybucht, wie üblich mit dem Bau eines neuen Siels am tiefen Watt. Dieser Plan war jedoch schon bald nicht mehr mit zunehmendem Umweltbewustsein zu vereinbaren, da die Umgebung ein besonders schützenswertes Biotop ist.

Weil die weiter fortschreitende, natürliche Verlandung der Leybucht mit dem Norder und dem Greetsieler Außentief dazu führte, dass beide Sielstandorte kaum noch Sielmöglichkeiten hatten und fast ausschließlich pumpen mussten, galt es eine Alternative zu finden. Nach Jahren der Planungen und Überlegungen war die heutige Lösung das Ergebnis, womit gleich mehrere Probleme gelöst werden konnten: Das neue Leysiel am tiefen Watt ermöglichte wieder ein freies Sielen, ein neuer Deich schützte die neu gewonnen Ländereien, der Greetsieler Hafen konnte fortan fast unabhängig von der Tide von Fischkuttern und Freizeitkapitänen angelaufen werden und die heutige Leybucht als Teil des niedersächsischen Nationalparks Wattenmeer mit ihrem einzigartigen Salzwiesen-Biotop blieb erhalten.

Fortan verlor das Leybuchtsiel weitestgehend an seiner wasserbaulichen Bedeutung, doch wird das Wasser von dort auch weiterhin über den Störtebekerkanal gesielt und von dort schließlich in die Leybucht abgelassen.

Beschreibung

Die Seeschleuse ist insgesamt 120 Meter lang und hat eine lichte Durchfahrtsweite von 14 Metern. Dies erlaubt die gleichzeitige Schleusung von bis zu acht Kuttern. Neben den Fischern wird der Greetsieler Hafen auch von Bootsausflüglern angefahren.

Quellenverzeichnis

Siehe auch