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Wer genau das Gebäude erbaute, ist unklar. Auf einer Postkarte des Hauses, die augenscheinlich vor die Jahrhundertwende entstanden ist, ist zu erkennen, dass sich zu dieser Zeit hier das Restaurant Germania des Alb. H. Friedewold befand. Im Adressbuch der [[Stadt Norden]] von 1897/1898 wird in der Schlachthausstraße jedoch keine Person namens Friedewold mehr genannt, sondern nur noch ein Bäcker mit dem Namen [[Albert Friedewold]], der an der [[Große Mühlenstraße]] 783 (nach [[Liste der Häuser nach alter Adressierung|alter Nummerierung)]] wohnhaft war. Hierbei handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Sohn des Gastwirtes Friedewold.
Wer genau das Gebäude erbaute, ist unklar. Auf einer Postkarte des Hauses, die augenscheinlich vor die Jahrhundertwende entstanden ist, ist zu erkennen, dass sich zu dieser Zeit hier das Restaurant Germania des Alb. H. Friedewold befand. Im Adressbuch der [[Stadt Norden]] von 1897/1898 wird in der Schlachthausstraße jedoch keine Person namens Friedewold mehr genannt, sondern nur noch ein Bäcker mit dem Namen [[Albert Friedewold]], der an der [[Große Mühlenstraße]] 783 (nach [[Liste der Häuser nach alter Adressierung|alter Nummerierung)]] wohnhaft war. Hierbei handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Sohn des Gastwirtes Friedewold.


Der einzige Gastwirt, der im genannten Adressbuch an der Schlachthausstraße genannt wurde, war ein Chr. Bünting, in der Nummer 868 wohnte. Es liegt nahe, dass es sich hierbei um das in Rede stehende Gebäude handelt.
Der einzige Gastwirt, der im genannten Adressbuch an der Schlachthausstraße genannt wurde, war ein Chr. Bünting, welcher in der Hausnummer 868 wohnte. Es liegt nahe, dass es sich hierbei um das in Rede stehende Gebäude an der heutigen Schlachthausstraße 1 handelt.


Spätestens 1926 gelangte das Haus in den Besitz der namensgebenden Familie Löwenstein.<ref name=":1">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 363</ref> Genannt werden neben [[Julius Löwenstein]] noch Sara, geb. Scherbel und Curt.<ref name=":0" /> Damals hatte das Gebäude noch die Hausnummer 19.<ref name=":0" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 339</ref> Mit dem Ausbau des Burggrabens und dem Bau der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] änderten sich die Hausnummern. Die damalige Schlachthausstraße 1 wurde nun zum [[Burggraben 32]]. Die Familie Löwenstein lebte schließlich bis zu ihrer Deportation durch die Nationalsozialisten in dem Haus.<ref name=":1" /> An sie erinnert heute noch eine Anzahl ''Stolpersteine'' vor dem Haus.<ref name=":0">[https://www.norden.de/media/custom/3170_831_1_g.JPG?1575542235 Stolperstein vor seinem ehemaligen Wohnhaus], abgerufen am 11. Februar 2022</ref> Schlachthausstraße 19 Julius Löwenstein
Spätestens 1926 gelangte das Haus in den Besitz der namensgebenden Familie Löwenstein.<ref name=":1">Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 363</ref> Genannt werden neben [[Julius Löwenstein]] noch Sara, geb. Scherbel und Curt.<ref name=":0" /> Damals hatte das Gebäude noch die Hausnummer 19.<ref name=":0" /><ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 339</ref> Mit dem Ausbau des Burggrabens und dem Bau der [[Neue Mühlenbrücke|Neuen Mühlenbrücke]] änderten sich die Hausnummern. Die damalige Schlachthausstraße 1 wurde nun zum [[Burggraben 32]]. Die Familie Löwenstein lebte schließlich bis zu ihrer Deportation durch die Nationalsozialisten in dem Haus.<ref name=":1" /> An sie erinnert heute noch eine Anzahl ''Stolpersteine'' vor dem Haus.<ref name=":0">[https://www.norden.de/media/custom/3170_831_1_g.JPG?1575542235 Stolperstein vor seinem ehemaligen Wohnhaus], abgerufen am 11. Februar 2022</ref> Schlachthausstraße 19 Julius Löwenstein