Café ten Cate: Unterschied zwischen den Versionen
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Doch schon der aufkommende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] führte erneut zu schweren Einbußen. Überleben konnte der Betrieb aber wohl vor allem deshalb, weil er einen Dauerauftrag zur Belieferung der in Hage stationierten Wehrmachtskompanie (nahe Stettiner Straße; ehemaliger Luftschiffhafen, später Krankenhaus) bekam.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref> Unmittelbar nach Kriegsende erhielt die Bäckerei dann den Auftrag, die von der britisch-kanadischen Besatzungsmacht im ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Marinelager Tidofeld]] internierten deutschen Kriegsgefangenen mit Brot zu versorgen. Zur Unterstützung erhielt die Bäckerei mehrere ehemalige Soldaten zur Seite gestellt, die in der seinerzeit geschlossenen [[Gaststätte Stürenburg]] an der [[Dammstraße]] untergebracht waren und ten Cate noch bis mindestens 1946 unterstützten. Es handelte sich um entsprechend geschulte Soldaten, die in ''Bäckerei-Kompanien'' für die Versorgung im Feld zuständig waren.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 65</ref> | Doch schon der aufkommende [[Zweiter Weltkrieg|Zweite Weltkrieg]] führte erneut zu schweren Einbußen. Überleben konnte der Betrieb aber wohl vor allem deshalb, weil er einen Dauerauftrag zur Belieferung der in Hage stationierten Wehrmachtskompanie (nahe Stettiner Straße; ehemaliger Luftschiffhafen, später Krankenhaus) bekam.<ref name=":1">Canzler, Gerhard (1989): Norden. Handel und Wandel, Norden, S. 183</ref> Unmittelbar nach Kriegsende erhielt die Bäckerei dann den Auftrag, die von der britisch-kanadischen Besatzungsmacht im ehemaligen [[Vertriebenenlager Tidofeld|Marinelager Tidofeld]] internierten deutschen Kriegsgefangenen mit Brot zu versorgen. Zur Unterstützung erhielt die Bäckerei mehrere ehemalige Soldaten zur Seite gestellt, die in der seinerzeit geschlossenen [[Gaststätte Stürenburg]] an der [[Dammstraße]] untergebracht waren und ten Cate noch bis mindestens 1946 unterstützten. Es handelte sich um entsprechend geschulte Soldaten, die in ''Bäckerei-Kompanien'' für die Versorgung im Feld zuständig waren.<ref>Ostfriesischer Kurier (1999): Von der Kaiserzeit bis zur Gegenwart (Sonderdruck), Norden, S. 65</ref> | ||
1953 übernahm [[Jan Tjarks ten Cate (1925)|Jan Tjarks ten Cate II.]] den Familienbetrieb in der nunmehr dritten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, die Umsätze und die Bekanntheit weiter zu steigern.<ref name=":1" /> Als eines der herausragenden Neuerungen war das ab August 1956 angebotene öffentliche Fernsehangebot.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 63</ref> Auch wurde das Café um das benachbarte | 1953 übernahm [[Jan Tjarks ten Cate (1925)|Jan Tjarks ten Cate II.]] den Familienbetrieb in der nunmehr dritten Generation. Gemeinsam mit seiner Frau gelang es ihm, die Umsätze und die Bekanntheit weiter zu steigern.<ref name=":1" /> Als eines der herausragenden Neuerungen war das ab August 1956 angebotene öffentliche Fernsehangebot.<ref>Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 63</ref> Auch wurde das Café um das benachbarte Haus (ehemalige [[Zinngießerei Ufen]]) erweitert bzw. dort ein angeschlossener Neubau errichtet.<ref>Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 14</ref> | ||
Zum 1. Januar 1983 ging der Betrieb an [[Jürgen ten Cate-Tapper]].<ref name=":1" /> Die Familie führt das Traditionsgeschäft bis heute fort. | Zum 1. Januar 1983 ging der Betrieb an [[Jürgen ten Cate-Tapper]].<ref name=":1" /> Die Familie führt das Traditionsgeschäft bis heute fort. | ||