Frisia See: Unterschied zwischen den Versionen
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Der '''Frisia See''' (auch: ''Frisiasee'') ist ein im späten 19. Jahrhundert entstandener Baggersee, der sich nördlich der [[Parkstraße]] befindet und von 1955 bis 1965 als Freibad genutzt wurde. Die Einweihung als solches erfolgte am 17. Juli 1955, doch bereits seit dem 19. Juni des Jahres wurde es genutzt. Über viele Jahre galt es als das schönste Freibad in Ostfriesland. Wegen gesundheitlicher Bedenken durch eine gravierende Verschlechterung der Wasserqualität sowie Gefahren durch Strömungen wurde das Baden | Der '''Frisia See''' (auch: ''Frisiasee'') ist ein im späten 19. Jahrhundert entstandener Baggersee, der sich nördlich der [[Parkstraße]] befindet und von 1955 bis 1965 als Freibad genutzt wurde. Die Einweihung als solches erfolgte am 17. Juli 1955, doch bereits seit dem 19. Juni des Jahres wurde es genutzt. Über viele Jahre galt es als das schönste Freibad in Ostfriesland. Wegen gesundheitlicher Bedenken durch eine gravierende Verschlechterung der Wasserqualität sowie Gefahren durch Strömungen wurde das Baden letztendlich verboten. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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1963 bis 1964 entstand auf dem Grund der Strandhalle bzw. ehemaligen Baracke schließlich das zu Ehren des Vereins benannte, städtische ''[[Frisia Bad]]''.<ref name=":2">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ursprünglich hatte der Verein selbst seit seiner Hauptversammlung vom 30. März 1960 geplant, ein solches Schwimmbad zu errichten, doch ließ ein verregneter Sommer den Verein in wirtschaftliche Schieflage geraten, sodass er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Das avisierte und genehmigte Darlehen von über 1,5 Millionen Mark konnte der Verein dadurch nicht mehr erhalten. Die Stadt sprang ein, erwarb das gesamte Gelände und baute schließlich selbst das besagte Schwimmbad.<ref name=":1" /> | 1963 bis 1964 entstand auf dem Grund der Strandhalle bzw. ehemaligen Baracke schließlich das zu Ehren des Vereins benannte, städtische ''[[Frisia Bad]]''.<ref name=":2">Haddinga, Johann (2001): Norden im 20. Jahrhundert, Norden, S. 67</ref> Ursprünglich hatte der Verein selbst seit seiner Hauptversammlung vom 30. März 1960 geplant, ein solches Schwimmbad zu errichten, doch ließ ein verregneter Sommer den Verein in wirtschaftliche Schieflage geraten, sodass er seinen finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen konnte. Das avisierte und genehmigte Darlehen von über 1,5 Millionen Mark konnte der Verein dadurch nicht mehr erhalten. Die Stadt sprang ein, erwarb das gesamte Gelände und baute schließlich selbst das besagte Schwimmbad.<ref name=":1" /> | ||
Seit 1963 litt das Freibad jedoch unter niedrigen Wasserständen, die vor allem dadurch bedingt waren, dass man den Grundwasserspiegel nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] künstlich abgesenkte, um insbesondere das tiefliegende [[Marsch|Marschland]] landwirtschaftlich besser nutzbar und allgemein passierbarer zu machen. Die Wasserqualität kippte und das Baden wurde 1965 verboten.<ref name=":1" /> Hinzu kamen gefährliche Strömungen, die typisch für ehemalige Baggerseen sind. Bis heute ist bereits das Betreten des Geländes und ganz besonders das Baden im See nicht gestattet. | Seit 1963 litt das Freibad jedoch unter niedrigen Wasserständen, die vor allem dadurch bedingt waren, dass man den Grundwasserspiegel nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] künstlich abgesenkte, um insbesondere das tiefliegende [[Marsch|Marschland]] landwirtschaftlich besser nutzbar und allgemein passierbarer zu machen. Die Wasserqualität kippte und das Baden wurde 1965 verboten.<ref name=":1" /> Hinzu kamen gefährliche Strömungen, die typisch für ehemalige Baggerseen sind. Bis heute ist bereits das Betreten des Geländes und ganz besonders das Baden im See nicht gestattet. Zeitzeugen berichten jedoch, dass sie noch bis Ende der 1970er Jahre dort offiziell schwimmen waren, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass das Schwimmen dort vorübergehend wieder erlaubt wurde, ehe es dann endgültig verboten wurde. | ||
Seit 1999 hatte die Absicht bestanden, die Fläche nordwestlich des Sees einer Wohnbebauung zuzuführen. Entsprechende Aufplanungsvorschläge eines von den Eigentümern, einem Geschwisterpaar aus Hannover, beauftragten Architekturbüros aus Oldenburg wurden jedoch vom Verwaltungsausschuss der Stadt Norden abgelehnt. Später trat die Stadt selbst aktiv in Erscheinung und plante hier ein Wohnen mit innovativen Wohnkonzepten, doch wurde dieses Vorhaben ebenfalls vom [[Stadtrat]] abgelehnt, da es sich bei der Fläche um ein schützenswertes Biotop handelt.<ref>Protokoll über die Sitzung des Rates der Stadt Norden (16/Rat/2014) am 25. März 2014, S. 29f.</ref> | Seit 1999 hatte die Absicht bestanden, die Fläche nordwestlich des Sees einer Wohnbebauung zuzuführen. Entsprechende Aufplanungsvorschläge eines von den Eigentümern, einem Geschwisterpaar aus Hannover, beauftragten Architekturbüros aus Oldenburg wurden jedoch vom Verwaltungsausschuss der Stadt Norden abgelehnt. Später trat die Stadt selbst aktiv in Erscheinung und plante hier ein Wohnen mit innovativen Wohnkonzepten, doch wurde dieses Vorhaben ebenfalls vom [[Stadtrat]] abgelehnt, da es sich bei der Fläche um ein schützenswertes Biotop handelt.<ref>Protokoll über die Sitzung des Rates der Stadt Norden (16/Rat/2014) am 25. März 2014, S. 29f.</ref> | ||