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Im Jahre 1739 wurde die schwere Eingangstür beim Turm eingesetzt. 1769 erfuhr das Gebäude weitere Baumaßnahmen. Der ''Rummel'' wurde durch zwei Wände - von Westen nach Osten und nach Süden - in drei Räume geteilt. Vermutlich wurden zu dieser Zeit auch die ''englischen Fenster'' eingesetzt.<ref name=":2">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 41</ref>
Im Jahre 1739 wurde die schwere Eingangstür beim Turm eingesetzt. 1769 erfuhr das Gebäude weitere Baumaßnahmen. Der ''Rummel'' wurde durch zwei Wände - von Westen nach Osten und nach Süden - in drei Räume geteilt. Vermutlich wurden zu dieser Zeit auch die ''englischen Fenster'' eingesetzt.<ref name=":2">Cremer, Ufke (1955): Norden im Wandel der Zeiten, Norden, S. 41</ref>


1836 wurde das neue [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] am [[Fräuleinshof]] erbaut. Bereits am 1. März 1827 und mit Abschluss vom 4. Dezember 1827 war das Stadtgericht aus finanziellen Gründen mit dem Amtsgericht vereinigt worden.<ref name=":2" /> Am 28. Juli 1861 erwarb die Stadt das Gebäude von der Kirche, blieb hier jedoch nicht mehr lange ansässig. Von Herbst 1883 bis zum Sommer 1884 zog die Stadtverwaltung wegen Raumnot in das [[Rathaus|neue Rathaus]] und vermietete einen Großteil der Räumlichkeiten des alten Rathauses ab 1922 an den [[Heimatverein Norderland|Norder Heimatverein]], der hier ein [[Heimat- und Teemuseum]] aufbaute. Zuvor wurde das Gebäude noch als Stadtbibliothek und als [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] genutzt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 66f.</ref>
1836 wurde das neue [[Amtsgericht Norden|Amtsgericht]] am [[Fräuleinshof]] erbaut. Bereits am 1. März 1827 und mit Abschluss vom 4. Dezember 1827 war das Stadtgericht aus finanziellen Gründen mit dem Amtsgericht vereinigt worden.<ref name=":2" /> Am 28. Juli 1861 erwarb die Stadt das Gebäude von der Kirche, blieb hier jedoch nicht mehr lange ansässig. Von Herbst 1883 bis zum Sommer 1884 zog die Stadtverwaltung wegen Raumnot in das [[Rathaus|neue Rathaus]] und vermietete einen Großteil der Räumlichkeiten des alten Rathauses ab 1922 an den [[Heimatverein Norderland|Norder Heimatverein]], der hier ein [[Heimat- und Teemuseum]] aufbaute. Zuvor wurde das Gebäude noch als Stadtbibliothek und als [[Finanzamt Norden|Finanzamt]] genutzt.<ref>Haddinga, Johann / Stromann, Martin (2001): Norden/Norddeich – Eine ostfriesische Küstenstadt stellt sich vor, Norden, S. 66f.</ref> Während des [[Erster Weltkrieg]] war hier zudem das hiesige Garnisonskommando untergebracht, bei dem sich verwundete und erkrankte Soldaten, die in einem der Lazarette und Krankenhäuser der Gegend behandelt wurden, innerhalb von drei Stunden nach ihrer Ankunft zu melden hatten.<ref>Ostfriesischer Kurier vom 4. November 1915, S. 2</ref>


Zum Schutz der alten Gemäuer vor etwaigen Bränden durch Luftangriffe wurde 1943 im Dachstuhl des Gebäudes ein feuerhemmender Firnis (Ölanstrich) angebracht. Die dort gelagerten Akten mussten in die Räumlichkeiten der Theelacht umgelagert werden, weshalb diese ihren traditionellen Auszahlungstermin im April des Jahres nicht durchführen konnte.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 128f.</ref>
Zum Schutz der alten Gemäuer vor etwaigen Bränden durch Luftangriffe wurde 1943 im Dachstuhl des Gebäudes ein feuerhemmender Firnis (Ölanstrich) angebracht. Die dort gelagerten Akten mussten in die Räumlichkeiten der Theelacht umgelagert werden, weshalb diese ihren traditionellen Auszahlungstermin im April des Jahres nicht durchführen konnte.<ref>Haddinga, Johann (1995): Kriegsalltag in Ostfriesland, Norden, S. 128f.</ref>