Frisiamühle: Unterschied zwischen den Versionen
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Die '''Frisiamühle''' (auch "Ahtens Mühle", "Schmertmanns Mühle" und "Gnurremühle" bekannt) befindet sich auf dem Gelände des [[Norder Tor|Norder Tors]]. Es handelt sich um einen etwa 30 Meter hohen Galerieholländer. Gemeinsam mit der baugleichen [[Deichmühle]] dominiert die Frisiamühle das südliche Stadtbild und ist eines der Wahrzeichen von Norden. Bis zu seiner teilweisen Versiegelung lag die Mühle unmittelbar am Ufer des [[Berumerfehnkanal|Fehnkanals]], der hier in das [[Norder Tief]] mündete. | Die '''Frisiamühle''' (auch "Ahtens Mühle", "Schmertmanns Mühle", "Voss'sche Mühle" und "Gnurremühle" bekannt) befindet sich auf dem Gelände des [[Norder Tor|Norder Tors]]. Es handelt sich um einen etwa 30 Meter hohen Galerieholländer. Gemeinsam mit der baugleichen [[Deichmühle]] dominiert die Frisiamühle das südliche Stadtbild und ist eines der Wahrzeichen von Norden. Bis zu seiner teilweisen Versiegelung lag die Mühle unmittelbar am Ufer des [[Berumerfehnkanal|Fehnkanals]], der hier in das [[Norder Tief]] mündete. | ||
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
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1733 brennt die Mühle, zu der Zeit im Besitz von Johann Schmertmann, ab und wird daraufhin (vermutlich) als Galerieholländer wieder aufgebaut.<ref>StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 271 c u. Rep. 4, B IV i, Nr. 271 f</ref> 1743 erweitert Fürst Carl Edzard das Peldeprivileg auf das Anlegen eines Mahlganges.<ref>StAA, Rep. 5, Nr. 919</ref> Ab etwa 1794 bis nach dem Zweiten Weltkrieg verläuft der [[Berumerfehnkanal]] um die Mühle. | 1733 brennt die Mühle, zu der Zeit im Besitz von Johann Schmertmann, ab und wird daraufhin (vermutlich) als Galerieholländer wieder aufgebaut.<ref>StAA, Rep. 4, B IV i, Nr. 271 c u. Rep. 4, B IV i, Nr. 271 f</ref> 1743 erweitert Fürst Carl Edzard das Peldeprivileg auf das Anlegen eines Mahlganges.<ref>StAA, Rep. 5, Nr. 919</ref> Ab etwa 1794 bis nach dem Zweiten Weltkrieg verläuft der [[Berumerfehnkanal]] um die Mühle. | ||
Irgendwann zwischen 1861 und 1863 brennt die Mühle durch Blitzschlag erneut ab, wird jedoch kurz darauf wieder aufgebaut.<ref>[https://www.waymarking.com/waymarks/WMM96Y_Frisiamhle_Norden_Germany Beschreibung der Frisiamühle] auf Waymarking.com</ref> Schon 1886 brennt sie wieder und muss neu errichtet werden.<ref> StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 25</ref> | Irgendwann zwischen 1861 und 1863 brennt die Mühle durch Blitzschlag erneut ab, wird jedoch kurz darauf wieder aufgebaut.<ref>[https://www.waymarking.com/waymarks/WMM96Y_Frisiamhle_Norden_Germany Beschreibung der Frisiamühle] auf Waymarking.com</ref> Schon 1886 brennt sie wieder und muss neu errichtet werden.<ref> StAA, Dep. 71, Nr. 9, S. 25</ref> Für diese Zeit trägt sie den Namen "Voss'sche Mühle". Ein Augenzeuge des Brandes wird der damalige Norder Bürgermeister [[Johannes König|Johannes Adalbert König]], der gerade erst sein Amt angetreten hat. Beeindruckt von diesem Ereignis beschließt er die Gründung einer [[Feuerwehr Norden|Freiwilligen Feuerwehr]].<ref>[https://www.feuerwehr-norden.de/2012/02/12/das-archiv-der-feuerwehr-norden/ Archiv der Feuerwehr Norden], abgerufen am 25. Februar 2021</ref> | ||
Spätestens ab 1906 verfügt die Mühle nun endlich über einen Blitzableiter und ist bei der "Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland" mit einer Versicherungssumme von 27.700 Goldmark versichert, das dazugehörige Wohnhaus mit weiteren 3.333 Goldmark.<ref>[http://muehlenemden.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1906.pdf Auszug aus dem Register von 1906] der Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland</ref> | Spätestens ab 1906 verfügt die Mühle nun endlich über einen Blitzableiter und ist bei der "Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland" mit einer Versicherungssumme von 27.700 Goldmark versichert, das dazugehörige Wohnhaus mit weiteren 3.333 Goldmark.<ref>[http://muehlenemden.de/muehlenbrandsozietaet/muehlenbrandsocietaet_1906.pdf Auszug aus dem Register von 1906] der Mühlenbrand-Societät für Ostfriesland und Harlingerland</ref> | ||