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Der '''Berumerfehnkanal''' (auch: "Moortief", "Norderfehnkanal" bzw. kurz "Fehnkanal") wurde ab 1794 als (Torf-)Transportweg und als Entwässerungskanal von der [[Norder Fehngesellschaft]] angelegt. Der rund 14 km lange Kanal verband die Stadt mit dem Hochmoorgebiet [[Norderfehn]], heute Berumerfehn. Straßen waren zu dieser Zeit kaum vorhanden und wenn, dann kaum oder gar nicht befestigt. Zudem fehlten die Möglichkeiten, größere Lasten auf dem Erdwege zu transportieren. Über Jahrhunderte hinweg wurden in Ostfriesland Waren mit Booten und Kähnen über das weitverzweigte Fluss- und Kanalnetz befördert. Unklare Eigentumsverhältnisse in den Moor- und Wildengebieten, die zum Teil gerichtlich geklärt werden mussten, ungenaue Grenzen, die Entschädigung der Betroffenen und Verschleppungen von Seiten der Kriegs- und Domänenkammer hatten den Baubeginn immer wieder verzögert.
Der '''Berumerfehnkanal''' (auch: "Moortief", "Norderfehnkanal" bzw. kurz "Fehnkanal") wurde ab 1794 als (Torf-)Transportweg und als Entwässerungskanal von der [[Norder Fehngesellschaft]] angelegt. Der rund 14 km lange Kanal verband die Stadt mit dem Hochmoorgebiet [[Norderfehn]], heute Berumerfehn. Straßen waren zu dieser Zeit kaum vorhanden und wenn, dann kaum oder gar nicht befestigt. Zudem fehlten die Möglichkeiten, größere Lasten auf dem Erdwege zu transportieren. Über Jahrhunderte hinweg wurden in Ostfriesland Waren mit Booten und Kähnen über das weitverzweigte Fluss- und Kanalnetz befördert. Unklare Eigentumsverhältnisse in den Moor- und Wildengebieten, die zum Teil gerichtlich geklärt werden mussten, ungenaue Grenzen, die Entschädigung der Betroffenen und Verschleppungen von Seiten der Kriegs- und Domänenkammer hatten den Baubeginn immer wieder verzögert.


1796/1797 wurde der erste Torf im [[Norder Hafen]] angelandet, in umgekehrter Richtung wurde vor allem Dünger (Seeschlick, Kleierde, Straßenkot und Brennereiabfälle) transportiert. Die Stadt war fortan unabhängig von Torfimporten aus anderen Regionen wie dem Saterland.
1796/1797 wurde der erste Torf im [[Norder Hafen]] angelandet, in umgekehrter Richtung wurde vor allem Dünger (Seeschlick, Kleierde, Straßenkot und Brennereiabfälle) transportiert. Die Stadt war fortan unabhängig von Torfimporten aus anderen Regionen wie dem Saterland. Da das Moor am Kanalanfang in Berumerfehn etwa 10 m höher als der Wasserspiegel des Norder Tiefs lag, wo der Kanal endete, wurde ein Verlaat, eine Kammerschleuse, für die Torfschiffe benötigt. Dieses Verlaat und das dazugehörige "Verlaathaus" befand sich in Halbemond in unmittelbarer Nähe der [[Nadörster Straße]]. Ungefähr hier befand sich auch eine Anlandestelle, über die Waren auf dem Weg von und nach Norden umgeschlagen werden konnten.


Der Torftransport über den Fehnkanal kam erst Ende der 1930er zum Erliegen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde.
Der Torftransport über den Fehnkanal kam erst Ende der 1930er zum Erliegen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde immer weniger Torf als Brennmaterial ersetzt, da Kohle, die über bessere Brenneigenschaften verfügte, immer leichter und günstiger verfügbar wurde.
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== Quellenverzeichnis ==
== Quellenverzeichnis ==
* Gerdes, Ute (2018): 200 Jahre Orsteil Nadörst (Online-Veröffentlichung)
* [https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft
* [https://flurnamen-ostfriesland.de/flurnamenkarte Historische Flurnamensammlung] der Ostfriesischen Landschaft
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)
* Preußische Grundkarte von ca. 1895 (Erste Landesaufnahme)


[[Kategorie:Gewässer im Stadtgebiet]]
[[Kategorie:Gewässer im Stadtgebiet]]