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Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb Rolf Bontjes 1919 die Deichmühle von Gerd Meyer, dem Sohn von Weert Meyer. Die Mühle soll bereits zu dieser Zeit nicht mehr wirtschaftlich gearbeitet haben. Rolf Bontjes kam aus Leezdorf und hatte auf der dortigen Mühle gelernt und gearbeitet. Um 1920 begann er, in den Ausbau der Mühle zu erweitern. Er vergrößerte nicht nur das Motorhaus, sondern fügte dem Ensemble auch ein dreistöckiges Lagerhaus sowie ein ansehnliches Wohnhaus hinzu. Das Lagerhaus sollte zum Trocknen und Lagern des Getreides dienen. Für sich und seine Familie entstand das Wohnhaus, welches bis heute erhalten ist. Wegen Problemen bei der Bezahlung des Lagerhauses geriet Bontjes in Rechtsstreitigkeiten mit der Firma Neumann, die das Lagerhaus für ihn erbaute.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>
Nach dem Ersten Weltkrieg erwarb Rolf Bontjes 1919 die Deichmühle von Gerd Meyer, dem Sohn von Weert Meyer. Die Mühle soll bereits zu dieser Zeit nicht mehr wirtschaftlich gearbeitet haben. Rolf Bontjes kam aus Leezdorf und hatte auf der dortigen Mühle gelernt und gearbeitet. Um 1920 begann er, in den Ausbau der Mühle zu erweitern. Er vergrößerte nicht nur das Motorhaus, sondern fügte dem Ensemble auch ein dreistöckiges Lagerhaus sowie ein ansehnliches Wohnhaus hinzu. Das Lagerhaus sollte zum Trocknen und Lagern des Getreides dienen. Für sich und seine Familie entstand das Wohnhaus, welches bis heute erhalten ist. Wegen Problemen bei der Bezahlung des Lagerhauses geriet Bontjes in Rechtsstreitigkeiten mit der Firma Neumann, die das Lagerhaus für ihn erbaute.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>


Mitte der 30er Jahre war ein Teil des Wohn- und des Lagerhauses der Deichmühle an die Firma [[Wilken Tee]] verpachtet. Dort wurde Tee gemischt und auch abgepackt. Die Mühle befand sich zu dieser Zeit in einem schlechten Zustand. Durch Blitzschlag brach ein Flügelteil ab und die Windrose war defekt. Vermutlich konnte Müller Bontjes durch Aufträge für die Heeresverpflegung der Wehrmacht die Mühle wieder Instandsetzen.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>
Mitte der 30er Jahre war ein Teil des Wohn- und des Lagerhauses der Deichmühle an die Firma Wilken Tee aus Aurich verpachtet. Dort wurde Tee gemischt und auch abgepackt. Die Mühle befand sich zu dieser Zeit in einem schlechten Zustand. Durch Blitzschlag brach ein Flügelteil ab und die Windrose war defekt. Vermutlich konnte Müller Bontjes durch Aufträge für die Heeresverpflegung der Wehrmacht die Mühle wieder Instandsetzen.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>


1947 bekam die Mühle einen neuen Anstrich, 1948 konnte ein neuer Flügel eingebaut und der Wetterbalken erneuert werden. In den 1950er begann sich eine wirtschaftliche Verbesserung einzustellen, die Auftragsbücher waren gut gefüllt. Müller Bontjes beschäftigte einen Take Janssen als Müller, der sein Handwerk gut zu verstehen schien. Dennoch kam man mit der Arbeit kaum nach. Janssen berichtete: "Die Mühle war so voll Getreide, dass sie fast überlief". Ab 1957 pachtete ein M. O. Kalverkamp die Mühle. Unklar ist, ob Bontjes verstarb oder er diese lediglich weiterverpachtete. Kalverkamp investierte ebenso in die Mühle und richtete einen elektrischen Sackaufzug ein. Sein Pachtverhältnis dauerte jedoch nicht lange, bereits in den 1960ern wird die anliegende [[Raiffeisengenossenschaft]] neuer Pächter der Mühle. In diese Zeit fällt der Ausbau der Mehlproduktionsanlagen (Sichter und Walzenstühle) und des Pellsteins. Die Mühle wird nun vor allem zur Getreidelagerung und zur Herstellung von Futtermitteln genutzt. In den Nebengebäuden wurde Düngemittel gelagert. Bis etwa 1968 wurde die Windkraft zum Antrieb der Mühle genutzt und nur bei Windstille auf den Motor zurückgegriffen.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>
1947 bekam die Mühle einen neuen Anstrich, 1948 konnte ein neuer Flügel eingebaut und der Wetterbalken erneuert werden. In den 1950er begann sich eine wirtschaftliche Verbesserung einzustellen, die Auftragsbücher waren gut gefüllt. Müller Bontjes beschäftigte einen Take Janssen als Müller, der sein Handwerk gut zu verstehen schien. Dennoch kam man mit der Arbeit kaum nach. Janssen berichtete: "Die Mühle war so voll Getreide, dass sie fast überlief". Ab 1957 pachtete ein M. O. Kalverkamp die Mühle. Unklar ist, ob Bontjes verstarb oder er diese lediglich weiterverpachtete. Kalverkamp investierte ebenso in die Mühle und richtete einen elektrischen Sackaufzug ein. Sein Pachtverhältnis dauerte jedoch nicht lange, bereits in den 1960ern wird die anliegende [[Raiffeisengenossenschaft]] neuer Pächter der Mühle. In diese Zeit fällt der Ausbau der Mehlproduktionsanlagen (Sichter und Walzenstühle) und des Pellsteins. Die Mühle wird nun vor allem zur Getreidelagerung und zur Herstellung von Futtermitteln genutzt. In den Nebengebäuden wurde Düngemittel gelagert. Bis etwa 1968 wurde die Windkraft zum Antrieb der Mühle genutzt und nur bei Windstille auf den Motor zurückgegriffen.<ref>[http://www.deichmuehle.de/ Internetseite der Deichmühle]</ref>