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Mit dem Bau des Addinggasterpolders ist die Geschichte der Landgewinnung in Süderneuland abgeschlossen. Zwar folgen noch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche weitere Eindeichungen]], doch diese befinden sich nicht auf dem Gebiet Süderneulands.
Mit dem Bau des Addinggasterpolders ist die Geschichte der Landgewinnung in Süderneuland abgeschlossen. Zwar folgen noch [[Liste der Eindeichungen|zahlreiche weitere Eindeichungen]], doch diese befinden sich nicht auf dem Gebiet Süderneulands.
1913 wurde die [[Grundschule Süderneuland|Volksschule Süderneuland]] erbaut.
Während des Zweiten Weltkriegs gab es drei Kriegsgefangenenlager in Süderneuland I. Das größte von ihnen war das Lager AK Nr. 5254, das aus einer Holzbaracke bestand und in dem 25 bis 30 Gefangene, anfangs ausschließlich französischer Herkunft, untergebracht waren. Im Oktober 1940 waren es noch 20 Franzosen. Im Juli 1941 wurden hier 20 Serben und im Dezember 1942 noch 18 Serben interniert.
Ein weiteres Kriegsgefangenenlager befand sich am [[Bahnhof]] im Bereich des Güterbahnhofs. Hier wurden in einer Holzbaracke 30 bis 40 Kriegsgefangene interniert, hauptsächlich (teilweise vollständig) Russen und Ukrainer. Zwischenzeitlich waren hier auch 18 Serben und Polen untergebracht.
Ein drittes Lager gab es am [[Pekelheringer Weg]], in dem 13 französische Soldaten interniert waren.


==Verwaltung==
==Verwaltung==
* siehe auch: [[Ostfriesische Häuptlinge]]


==Bildung==
Friesland - und damit auch Ostfriesland - unterstand, anders als sonst zur Zeit des Lehnswesens üblich, im Mittelalter keiner zentralen Herrschaft. Dieses Vorrecht, die "Friesische Freiheit" bekamen die Friesen der Legende nach von Karl dem Großen persönlich verliehen. Die Friesen unterstanden damit nur dem Kaiser und hatten ansonsten keine Herren über ihnen zu dulden. Stattdessen organisierten sie sich selbst in - mehr oder weniger - demokratischen Genossenschaften, in denen prinzipiell jeder gleichberechtigt war. Diese grundsätzliche Gleichberechtigung galt jedoch vielmehr für alle Eigentümer von Hofstellen und zugehörigem Land in ihren jeweiligen Dörfern und Kirchspielen (Pfarrbezirk). Die öffentlichen Ämter der Richter ("Redjeven") wurden durch jährliche Wahlen besetzt. Theoretisch standen diese Ämter allen Friesen offen, doch faktisch wurden diese insbesondere durch die Mitglieder der größten und wohlhabendsten Familien bekleidet.
Das bekannte Schulwesen in Süderneuland I reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Zunächst gab es im [


Die Chronik der heutigen Grundschule Süderneuland reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Den Anfang bildete eine einklassige Schule in Süderneuland I.
Dieses mehr oder weniger feste Konstrukt konnte bis in das 14. Jahrhundert standhalten, als sich schließlich aus den wenigen reichen und einflussreichen Familien - entgegen der Prinzipien der Friesischen Freiheit - ein Adel bildete. Das 14. Jahrhundert war durch viele schwere Sturmfluten, wie die [[Marcellusflut]] im Jahr 1362 und eine verheerende Pestepidemie um 1350 geprägt. Viele Menschen kamen ums Leben und für die Überlebenden gab es größere Sorgen, um die sie sich kümmern mussten als die politische oder genossenschaftliche Teilhabe. Der Adel, der die Krisen besser als der große Teil der armen Bevölkerung überstand, nutzte diese Umstände, um seinen Einfluss zu vergrößern. Viele von ihnen verstanden es, die Lage geschickt zu ihrem Vorteil zu nutzen. Sie sahen ihre Autorität nicht mehr vom Willen der Gemeinde abhängig, sondern ihrem eigenen. Nach und nach formierten sich mehrere Häuptlingsgeschlechter in Ostfriesland. In der Westermarsch gelangten zunächst die [[Idzinga]] an die Macht, deren Hauptsitz in [[Itzendorf]] in der östlichen Westermarsch war. Ihre Steinhäuser, mit denen sie sich ohnehin von den oftmals erbärmlichen Behausungen der meisten Mitmenschen abhebten, vergrößerten sie weiter und formten daraus den ostfriesischen Typus an Burgen. Auch begannen sie, Söldnerheere aufzustellen, um ihren Machtanspruch im Zweifel mit Gewalt durchsetzen zu können.


Die Voraussetzung für die Errichtung der einklassigen Schule in Süderneuland I bildete das sog. Volksschulunterhaltungsgesetz von 1908. Vor der Fertigstellung des Neubaus im September 1913 hatten die Kinder vom Wurzeldeich, dem südlichen Teil der Gemeinde, die Schule im Osteeler Neuland besucht.
Vor allem durch Kriege mit der mächtigen Hanse und dem Wiedererstarken der Großbauern verlor das Häuptlingswesen nach und seine Bedeutung. 1464 erhob Kaiser Friedrich III. den Häuptling [[Ulrich Cirksena]] in den Reichsgrafenstand und belehnte ihn mit Ostfriesland.
Durch die fortschreitende Besiedlung des umliegenden Gebietes in der Gemeinde Süderneuland wurde eine ständige Erweiterung des Schulsystems notwendig. 1913 besuchten 46 Kinder die Schule. Bis 1930 erhöhte sich die Zahl auf 130.


Im Jahre 1927 wurde ein 2. Klassenraum angebaut und eine 2. Lehrkraft eingestellt.
1735 standen ein Leutnant und ein Fähnrich an der Spitze der Landwehr, gewählt von den qualifizierten Interessenten und bestätigt vom Landesherren Ostfrieslands.
In den Jahren 1942/1943 musste der Unterricht wegen Luftangriffen häufig unterbrochen werden und der Bau eines Luftschutzbunkers wurde erforderlich.
Nach dem II.Weltkrieg nahm die Schülerzahl signifikant zu, bis auf 196 im Jahre 1948, was auf den Zuzug von Flüchtlingsfamilien aus den Ostgebieten zurückzuführen ist.


1956 reduzierte sich die Schülerzahl wieder auf 126, weil ein Teil der in der Gemeinde untergebrachten Flüchtlinge in andere Gebiete - vorwiegend ins Ruhrgebiet – abwanderte.
Im 19. Jahrhundert stand der Gemeindevorsteher (Bürgermeister) an oberster Spitze in Süderneuland II. Es handelte sich jedoch um ein Ehrenamt mit vor allen repräsentativen Aufgaben.


1949 wurden das Lehrmittelzimmer und der daneben liegende Kohlenraum für eine
Infolge der niedersächischen Gemeindereform fiel die Gemeinde am 1. Juli 1972 schließlich an Norden. Ein ehrenamtlicher [[Ortsvorsteher]] vertritt nun den Ort und seine Interessen gegenüber der städtischen Verwaltung sowie der Politik.
3. Klasse behelfsmäßig ausgebaut. Fünf Jahre später folgte der Anbau eines „normalen“ Klassenraums mit Gruppenraum und zusätzlichem Lehrerzimmer. 1960 wurden zwei weitere Klassenräume angebaut.
Ab 1.4.1975 wurde unsere Schule zur Grundschule.


Mit Einrichtung zweier Vorklassen wurde 1990 das Vorklassengebäude mit zwei Klassenräumen und Küchenzeile gebaut. 1994 wurde das Dachgeschoss ausgebaut. Es entstand der Mehrzweckraum, der für den Musikunterricht genutzt wird und über eine kleine Bühne verfügt. Auch größere Informationsveranstaltungen und Filmvorführungen finden hier statt. Durch eine flexible Wand kann der Mehrzweckraum bei Bedarf vergrößert werden. Im anderen Raum ist eine Betreuungsgruppe untergebracht, in einer kleinen Küche findet die Arbeitsgemeinschaft "Kochen und Backen" statt.
==Bildung==
Mit Abschaffung der Vorklassen in Niedersachsen wurden die beiden Klassenräume den Bedürfnissen der Eingangsstufe gemäß etwas umgebaut. Es entstanden Gruppenräume, Regale und Wandtafeln wurden angebracht.
* Hauptartikel: [[Grundschule Süderneuland]]
 
Seit Anfang des Schuljahres 2002 ist die Grundschule Süderneuland eine Verlässliche Grundschule mit festen Öffnungszeiten, einem Betreuungsangebot sowie einem Vertretungskonzept.


Im Zuge der Umgestaltung zur offenen Ganztagsgrundschule im Schuljahr 2011/12 wurden ein Klassenraum und ein Betreuungsraum zu einem größeren Multifunktionsraum zusammengelegt. Dieser wird im Moment noch provisorisch als Speiseraum und für die Ganztagsangebote genutzt. Wenn die gerade erst auf dem Schulhof fertiggestellte Mensa in Betrieb genommen wird, soll dieser Multifunktionsraum spezifischer für den Ganztagsbetrieb und größere Veranstaltungen in der Schule eingerichtet werden. Ruhe- und Leseecken, ein kleiner Bühnenbereich, Spieleecken, Kreativbereiche, usw. sind geplant.
Das (bekannte) Schulwesen in Süderneuland I reicht bis in das Jahr 1913 zurück. Nach Erlass des sogenannten preußischen "Volksschulunterhaltungsgesetzes" von 1906, welches die Städte und Gemeinden verpflichtete, eine Volksschule zu unterhalten, wurde das Schulgebäude an der [[Wurzeldeicher Straße]] erbaut. Vor der Fertigstellung im September 1913 hatten die Kinder vom Wurzeldeich, dem südlichen Teil der Gemeinde, die Schule im Osteeler Neuland besucht. Durch die fortschreitende Besiedlung des umliegenden Gebietes und eines stetig steigenden Bevölkerungszuwaches wurde eine ständige Erweiterung des Schulsystems notwendig.


==Religion==
==Religion==