Neuer Weg 2-3: Unterschied zwischen den Versionen
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==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Anhand der Bebauung der früheren Gebäude lassen sich diese eingeschossigen Bauten auf das 16. Jahrhundert datieren.<ref name=":0">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17</ref> In der Hausnummer 2 befand sich bis zum Verkauf zum 1. Januar 1870 eine Buchbinderei, betrieben von [[Reinhard Heinrich Soltau]], dem Vater des späteren Verlegers [[Diedrich Gerhard Soltau]].<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Ab 1890 wurde der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische]] Kaufmann [[Simon Hartog Schulenklopper]] neuer Eigentümer.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 60</ref><ref>WirtA NW WAN F 26</ref> Der sein Geschäft ''Goldene 72'' nannte. Der Name | Anhand der Bebauung der früheren Gebäude lassen sich diese eingeschossigen Bauten auf das 16. Jahrhundert datieren.<ref name=":0">Dorsch, Thomas / Wenz, Martin (2003): Norden / Ostfriesland. Denkmalpflegerische Zielplanung für Osterstraße und Neuen Weg, Hameln, S. 17</ref> In der Hausnummer 2 befand sich bis zum Verkauf zum 1. Januar 1870 eine Buchbinderei, betrieben von [[Reinhard Heinrich Soltau]], dem Vater des späteren Verlegers [[Diedrich Gerhard Soltau]].<ref>[https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/BLO/Soltau.pdf Basse-Soltau, Ursula (2007): Biographie des Diedrich Gerhard Soltau], veröffentlicht bei der Ostfriesischen Landschaft</ref> Ab 1890 wurde der [[Jüdische Gemeinde Norden|jüdische]] Kaufmann [[Simon Hartog Schulenklopper]] neuer Eigentümer.<ref>Brückner, Annemarie / Gerdes, Edo (1984): So war es damals. Bilder aus dem alten Norden, Leer, S. 60</ref><ref>WirtA NW WAN F 26</ref> Der sein Geschäft ''Goldene 72'' nannte. Der Name rührt von der [[Liste der Häuser nach alter Adressierung|ehemaligen Hausnummer]] her, die in goldener Schrift an der Hauswand angebracht war.<ref>[https://www.oz-online.de/artikel/24247/Wo-einst-die-goldene-72-prangte Online-Bericht der Ostfriesen Zeitung zum Abriss des Gebäudes], abgerufen am 7. Februar 2022</ref> Ab spätestens 1915 hieß das Geschäft dann ''Zur Goldenen 72.''<ref>Ostfriesischer Kurier vom 5. Oktober 1915, S. 4</ref> Mit der Einführung der [[Hausnummerierung]] nach heutigem System wurde aus der 72 dann die 2. | ||
Die Familie Schulenklopper floh in den in den 1930er Jahren wegen der nationalsozialistischen Verfolgung ins Ausland.<ref>Hinweise in diversen genealogischen Aufzeichnungen</ref> Danach wurde [[Levi Altgenug]], ebenfalls Jude, der neue Inhaber, ehe auch dieser enteignet wurde.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 339</ref> Das Geschäft bekam einen neuen Besitzer, der den bekannten und angesehenen Namen ''Zur Goldenen 72'' behielt. | Die Familie Schulenklopper floh in den in den 1930er Jahren wegen der nationalsozialistischen Verfolgung ins Ausland.<ref>Hinweise in diversen genealogischen Aufzeichnungen</ref> Danach wurde [[Levi Altgenug]], ebenfalls Jude, der neue Inhaber, ehe auch dieser enteignet wurde.<ref>Gödeken, Lina (2000): Rund um die Synagoge in Norden. Die Geschichte der Synagogengemeinde seit 1866, Aurich, S. 339</ref> Das Geschäft bekam einen neuen Besitzer, der den bekannten und angesehenen Namen ''Zur Goldenen 72'' behielt. | ||